Bootshaus

Das Bootshaus

Von der Definition her handelt es sich beim Bootshaus um ein Lagergebäude für Wasserfahrzeuge, das sich am Ufer von Gewässern befindet. Seine historischen Ursprünge lassen sich bis zur Zeit der Wikinger zurück verfolgen, als das Naust Hochkonjunktur hatte. Es war in der traditionellen Holzbauweise der Skandinavier erstellt und wurde bevorzugt an flachen Ufern gebaut, wo die Schiffe mit Flaschenzug und Muskelkraft an Land gehievt werden konnten. Das größte von Historikern entdeckte Naust stand im norwegischen Holsneset und brachte es auf eine Länge von mehr als vierzig Metern.

Von der Technik her lässt sich das moderne Bootshaus mit dem Naust nicht mehr vergleichen. Heute bieten stählerne Schienen mit Laufkatzen und von Elektromotoren angetriebenen Flaschenzügen die Möglichkeit, das Boot in den Wintermonaten oder für Wartungsarbeiten komplett aus dem Wasser heben zu können. Die beim traditionellen Naust offene Wasserseite kann beim Bootshaus des 21. Jahrhunderts mit Rolltoren oder riesigen Flügeltüren verschlossen werden. Das macht nicht nur Langfingern das Leben schwer, sondern sorgt auch dafür, dass Witterungseinflüsse und Wellenschlag von den dort geparkten Booten fern gehalten werden. Flügeltüren machen bei der wasserseitigen Öffnung auch Rundbogen und ähnlich interessante Gestaltungen möglich.

Das Bootshaus ist heute in verschiedenen Formen üblich. Es kann in der Art eines Carports gestaltet oder von der Bauweise her an die dahinter liegenden Gebäude angepasst werden. Wird das Bootshaus an Ufern mit starkem Gefälle gebaut, dann kann das Dach desselben begrünt oder mit einer Bestuhlung aus Aussichtsterrasse genutzt werden. Beim mediterranen Style überwiegen die Walmdächer. Aber auch das klassische Spitzdach ist durchaus für das Bootshaus machbar.