Steg, Dalben und Moorings

Steg, Dalben und Moorings

 

Bei Steg, Dalben und Moorings handelt es sich um technische Hilfsmittel zum Festmachen von Booten und Schiffen. Als Dalbe wird ein auf Reede befindliches Eisengestell mit Befestigungsösen für Boote und Schiffe bezeichnet. Sie werden in Anlegedalben und Vertäudalben unterschieden.

 

Der Steg ist die Stelle, an der das Ein- und Aussteigen der Passagiere sowie das Löschen und die Aufnahme der Ladung möglich gemacht werden. Er ragt üblicherweise im 90-Grad-Winkel vom Ufer aus ins Wasser hinein und kann dadurch beidseitig genutzt werden. Das unterscheidet ihn von Kai oder Pier, bei denen üblicherweise nur eine einseitige Nutzung möglich ist.

 

Der Steg bestand traditionell aus einem hölzernen Pfahlbau, der mit begehbaren Brettern belegt wurde. Im Zuge der Entdeckung nicht rostender Stähle sind auch metallene Stege entstanden, die mit höheren Gewichten belastet und auch mit selbst fahrenden Kränen benutzt werden können. Das Highlight der Stegbauweise sind die Seebrücken, wie man sie beispielsweise in Sellin auf der Insel Rügen findet. Sie haben so enorme Größen erreicht, dass sie ganze Ladenzeilen und Wohnhäuser mit integrieren können.

 

Unter Moorings, auch Muring genannt, versteht man eine spezielle Befestigung für Schiffe, bei denen die Wasserfahrzeuge wahlweise mit dem Bug oder dem Heck zum Ufer zeigen. Sie bestehen aus einem im Boden verankerten Stein, der mit einer Kette verbunden ist. Von dieser aus führt die Belegleine zur Seeseite des Schiffs. Eine weitere Pilotleine wird an Land geführt. Der Vorteil besteht darin, dass sie die Verwendung von Bugankern einsparen. Ein Nachteil kann dann entstehen, wenn sich beim Ablegen die Pilotleine im Propeller verfängt. Deshalb sollte für den ersten Anschub immer ein langer Bootshaken verwendet werden.