Cruiser

Die Vor- und Nachteile der Cruiser

 

Möchte man dem Begriff Cruiser auf den Grund gehen, dann landet man bei der niederländischen Marine. Dort wurde im 17. Jahrhundert der Ursprungsbegriff „kruiser“ für ein leichtes und flinkes Schiff verwendet, das vor allem zu Aufklärungszwecken eingesetzt worden ist. Dabei musste es regelmäßig hin und her fahren, was der Seemann als Kreuzen bezeichnet.

 

Traditionell wurden als Cruiser Fregatten und Korvetten eingesetzt. Die Korvetten sind schlanker und wendiger als die Fregatten, was auch eine schnelle Flucht vor den Feinden möglich machte. Ihr einziger Nachteil lag daran, dass sie nur eine geringe Ladung aufnehmen und dadurch auch nur leicht bewaffnet werden konnten. Die Fregatte mit ihrer deutlich größeren Ladekapazität konnte auch größere Kanonen an Bord nehmen und wurde deshalb bevorzugt als Begleitschiff zur Absicherung von Handelskonvois zum Einsatz gebracht.

 

Beide Formen der Cruiser brachten genau wie die Brigg den Vorteil mit, dass sie auch mit einer kleinen Mannschaft bedient werden konnten. Auch heute noch sind Kreuzer in der Marine von drei Staaten im Dienst. Bekannte Vertreter sind die Ticonderoga-Klasse der US-Navy sowie die Kara-, Kirow- und Slawa-Klasse der russischen Marine.

 

In der zivilen Seefahrt wird von einem Cruiser dann gesprochen, wenn es sich genau wie bei den historischen militärischen Vorbildern um besonders schnelle und wendige Wasserfahrzeuge handelt. Sie bringen typischerweise eine große Reichweite und hohe Maximalgeschwindigkeiten mit. Cruiser sind hochseetauglich und mit einer Kajüte ausgestattet, die die Versorgung und Unterkunft der Besatzung über mehrere Tage sicher stellen kann. Sie besitzen einen Verbrennungsmotor und können mit optionalem Zubehör von verschiedenen Zielgruppen genutzt werden.