Katamaran – für den Sport oder zum reinen Vergnügen
Bei der Bezeichnung Katamaran handelt es sich um ein Lehnwort, das eine Kombination aus den Begriffen Stamm und Bündel enthält und aus dem Tamilischen kommt. Ursprünglich handelte es sich auch um zwei miteinander verbundene ausgehöhlte Baumstämme, die inzwischen durch moderne Bootsrümpfe aus Holz, Metall oder Kunststoff ersetzt worden sind. Der Katamaran zeichnet sich grundsätzlich durch ein geringes Gewicht und einen geringen Tiefgang aus, so dass er auch in flachen Küstengewässern zum Einsatz kommen kann.
Der Katamaran ist in den meisten Fällen als Gleiter ausgelegt. Das bedeutet, dass er es sowohl als Segelkatamaran als auch als Motorkatamaran und Ruderkatamaran auf besonders hohe Geschwindigkeiten bringen kann. Das hat dazu geführt, dass größere Modelle auch bevorzugt als Fähren, wie beispielsweise auf dem Bodensee, eingesetzt werden. Solche Varianten, die auch als Forschungsschiffe zum Einsatz kommen, werden üblicherweise als SWATH bezeichnet. Das Kürzel steht für Small Waterplane Area Twin Hull. Es kennzeichnet eine Bauform, die eine geringe Fläche der Wasserberührung aufweist und dadurch auch von Wellenschlag kaum beeinflusst wird.
Auch die Speedboote werden als besondere Bauform des Katamarans angesehen. Bei ihnen sind die doppelten Bootsrümpfe häufig nur angedeutet. Das verbindende Element ist die Pilotenkanzel, die eine offene oder geschlossene Bauform mitbringen kann. Der Motor mit der Turbine oder der Schraube sitzt dabei mittig zwischen den beiden Bootsrümpfen.
In der Geschichte der Katamarane gab es einige interessante Modelle. Dazu gehört der Trimaran, der im 18. Jahrhundert von einem Engländer konstruiert und von Schaufelrädern angetrieben wurde. Im New Yorker Hafen verkehrten zu Anfang des 19. Jahrhunderts Katamarane als Fähren, die ihren Vortrieb von Dampfmaschinen erhielten. Den frühzeitigen Einsatz bei der US Navy belegt die USS Fulton, die es immerhin auf Maße von rund 17 mal 48 Metern brachte.