Das Motorboot – ein sportliches Hobby
Als Motorboot wird eine Gruppe von kleinen Wasserfahrzeugen bezeichnet, die einen Antrieb in Form eines Elektromotors oder eines Verbrennungsmotors mitbringt. Motorboote werden nach der Leistung des Motors und nach der Größe und Bauart des Rumpfes in verschiedene Kategorien unterteilt. Hinsichtlich der Gesetzgebung rund um die Motorboote ist zu beachten, dass ab einer am Propeller gemessenen Leistung von fünf PS oder umgerechnet 3,68 kW ein Sportführerschein erworben werden muss.
Das erste echte Motorboot durfte im Jahr 1986 sein hundertjähriges Jubiläum feiern. Es war eine gemeinschaftliche Entwicklung von Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler. Bei diesem Motorboot kam ein Gasmotor zum Einsatz. Mit einem Zeitunterschied von nur zwei Jahren wurden dann der Autonaut und das Roller-Boot der Öffentlichkeit präsentiert.
Beim heutigen Motorboot werden zwei verschiedene Konstruktionsarten angewendet, die in der Fachsprache als Gleiter und als Verdränger bezeichnet werden. Die Vorteile liegen darin, dass der Verdränger auch mit einer kleinen Motorisierung erreichen kann. Der Gleiter dagegen bietet höhere Geschwindigkeiten an. Auch geht von ihm gegenüber dem Verdränger ein wesentlich geringerer Wellenschlag aus. Zum Gleiter kann ein Motorboot nur dann werden, wenn es pro Kilowatt Leistung ein Gewicht von weniger als 22 Kilogramm mitbringt. Beträgt das Gewicht pro Kilowatt bis zu 41 Kilogramm, wird es zumeist den so genannten Halbgleitern zugeordnet.
Das Motorboot ist als Schlauchboot, als Kajütboot, als Cruiser oder als Yacht zu bekommen. Darüber hinaus werden nach der Lage des Motors noch die Innenborder und Außenborder unterschieden. Weitere Unterscheidungen werden nach der Rumpfform in tiefe und gemäßigte V-Boden und Rundspant-Boden sowie Flachboden getroffen.