Motorjacht

Motoryacht – die Freizeitbeschäftigung für Anspruchsvolle

 

Die Motoryacht unterscheidet sich vom Motorboot dadurch, dass sie immer mit einer Kajüte ausgestattet ist, die sich auch zu Wohnzwecken eignet. Deshalb bringt sie auch eine Kochgelegenheit mit, die vom Seemann als Pantry oder Kombüse bezeichnet wird. Die Motoryacht ist in verschiedenen Größen zu bekommen, die die Grenze der Kleinboote sehr deutlich überschreiten können.

 

Für sie wird fast durchgängig ein Schifferschein benötigt, weil sie die zulässige Leistung und Reichweite des Sportbootführerscheins überschreiten. Dabei sind drei verschiedene Formen üblich. Mit dem Sportküstenschifferschein darf man sich bis zu zwölf Meilen von der Küste weg bewegen. Mit dem Sportseeschifferschein darf man mit einer Motoryacht bis zu 30 Meilen aufs Meer hinaus fahren. Wem dieser Aktionsradius nicht reicht, der muss den Sporthochseeschifferschein machen, um sämtliche Weltmeere mit seiner Motoryacht befahren zu können.

 

Die Geschichte der Motoryacht startete mit dem Patent Nummer 39367 aus dem Jahr 1886, das Gottlieb Daimler für sein von einem Gasmotor angetriebenes Motorboot eintragen ließ. Auf Grund der weiteren technischen Entwicklungen können Motoryachten heute in Verdränger und Gleiter unterteilt werden. Gleiter bringen es auf besonders hohe Geschwindigkeiten, während sich Verdränger durch das Erreichen der Höchstgeschwindigkeit auch mit geringer dimensionierten Motorleistungen auszeichnen.

 

Die moderne Motoryacht ist heute auch mit kombiniertem Vortrieb zu bekommen. Sie besitzt Segel und der Motor ist nicht nur als Hilfsmotor für eine Flaute ausgelegt, sondern stellt ein vollwertiges Vortriebsmittel dar. Die Motoryacht kann mit einem Beiboot zum Erreichen von Küsten, aber auch mit einer Plattform zum Baden und für interessante Tauchgänge ausgestattet werden. Vom Komfort her kann die Ausstattung in den Innenbereichen bis an die Qualität moderner Kreuzfahrtschiffe heran reichen.