Das Schlauchboot – wendig, flexibel und leicht zugleich
Der Unterschied zwischen einem Schlauchboot und anderen Sportbooten ist, dass Ersteres keinen festen Rumpf besitzt. Die Bordwand besteht aus einem Schlauch aus Kunststoff, der mit einem Trägermedium, im einfachsten Fall mit Luft, gefüllt ist. Der Boden besteht entweder ebenfalls aus aufblasbaren Rippen oder es werden Holzböden auf einen textilen Boden aufgebracht.
Allerdings gibt es inzwischen auch Mischformen, bei denen der Schlauchring als Reling-Ersatz bei Festrumpfbooten zum Einsatz kommt. Diese so genannten Festrumpfschlauchboote werden vor allem im Rettungswesen verwendet. Überhaupt sind Schlauchboote im Rettungswesen sehr beliebt, da sie leicht sind, sich Platz sparend transportieren lassen und am Einsatzort mit technischen Hilfsmitteln schnell betriebsbereit gemacht werden können. Deshalb werden sie auf Schiffen auch gern als Rettungsboote für den Notfall verwendet, wobei die Rettungsinseln mit einem zeltartigen Dach eine Weiterentwicklung der Schlauchboote darstellen.
Beim Material der Schlauchboote gibt es unterschiedliche Varianten, die einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität und die zu erwartende Lebensdauer haben. Einfache Kunststofffolien kommen nur noch bei reinen Badebooten zum Einsatz, bei denen es ausreicht, wenn sie die Luft für einige Stunden halten. PVC wird zwar noch oft verwendet, ist aber wegen seine Ausdünstungen und der einsetzenden Verhärtung des Materials inzwischen umstritten.
Ein hochwertiges Schlauchboot besteht heute aus mehreren Lagen von Neopren und Polyurethan. Sie bringen eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren mit. Besteht das Schlauchboot aus einem Material, das eine Mischung aus beiden Varianten darstellt, darf sich der Käufer auf einen Nutzungszeitraum von mehreren Jahrzehnten freuen. Das zu Beginn der Geschichte der Schlauchboote, die im Volksmund auch Gummiboote genannt werden, verwendete Gummi ist heute weitgehend aus der Produktion der Schläuche verschwunden.