Trawler

Trawler – das Spezialboot für besondere Anforderungen

 

Die Bezeichnung Trawler kommt aus dem Englischen und wird dort als Synonym für den Schleppnetzfischer verwendet. Daraus ist schon zu erkennen, dass es sich um einen Schiffstyp handelt, der in der Fischerei verwendet wird. Er ist in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Aufbauten und Techniken zum Auslegen der Netze zu bekommen.

 

Von der Arbeit mit dem Fischernetz her wird in den Heckausleger oder Sternausleger sowie den Seitenauslegern unterschieden. Seitenausleger haben den Vorteil, dass bei diesem Trawler mit zwei Netzen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Trawler haben noch zudem meistens ein Beiboot an Bord, das bei Bedarf zur Straffung der Netze oder zur Notfallrettung der Besatzung ausgesetzt werden kann.

 

Die historischen Trawler bekamen ihren Vortrieb von einer Takelage. Hier lehnte man sich vom Aufbau her an die Brigg an, weil diese Takelung auch von wenigen Matrosen gut gehändelt werden konnte. Allerdings ergaben sich durch die Segeltechnik Einschränkungen bei der Fangtiefe. Die Netze konnten bis zu einer Tiefe von knappen achtzig Metern ausgeworfen werden. Die modernen stark motorisierten Trawler können Fangtiefen von bis zu rund 900 Metern abdecken. Auf experimentellen Schiffen können sogar noch größere Tiefen erreicht werden.

 

Ein markantes Kennzeichen der Trawler ist, dass sie auch die Technik für die Verarbeitung und Konservierung des Fangs mit an Bord haben. Im einfachsten Fall ist das eine Kühlkammer, doch größere Schiffe haben ganze Konservenlinien in ihrem Bauch. Das hat den Vorteil, dass sie nicht jeden Tag einen Hafen zum Ausladen des Fangs anfahren müssen und dadurch eine deutlich vergrößerte Reichweite bereit stellen.