Seit dem 12. Februar 2026 muss sich jeder Freizeitangler auf See mit RecFishing auseinandersetzen, einer europäischen Anwendung, die nun auch in Frankreich aktiv ist. Hinter dem digitalen Werkzeug steht ein präziser Rechtsrahmen, Zielarten und eine Organisation, die angepasst werden muss, bevor man überhaupt die Leinen losmacht.
Eine jährliche Aufzeichnung je nach Meeresfront
Im Atlantik und im Ärmelkanal müssen sich Angler ab 16 Jahren jedes Jahr registrieren lassen, wenn sie nach sogenannten empfindlichen Arten suchen. Im Mittelmeer gilt die Registrierungspflicht für alle Freizeitfischer ab 16 Jahren, unabhängig von der Zielart, außer für das Angeln zu Fuß. In den überseeischen Departements gibt es derzeit keine Verpflichtung.
Für den Segler, der mit einem starren Boot oder einem Angelboot unterwegs ist oder sogar ein Maschinengewehr hinter seinem Boot herziehen lässt, bedeutet dies, dass er seine Saison vorwegnehmen muss. Die (kostenlose) Registrierung ist 12 Monate lang gültig. Sie kann im Voraus in Ruhe im Hafen vorgenommen werden. Und das ist besser. Beim ersten Einloggen muss eine sichere Kennung über das europäische System EU Login erstellt werden, die über das Smartphone bestätigt wird.
Vorteil, eine europäische Harmonisierung der Daten und ein gemeinsamer Rahmen. Nachteil, ein Verfahren, das von einigen Nutzern, die mit digitalen Verfahren nicht vertraut sind, als kompliziert empfunden werden wird.
Welche Arten müssen 2026 gemeldet werden
RecFishing betrifft nicht alle Fänge. Nur bestimmte Arten, die Bewirtschaftungsmaßnahmen unterliegen, sind betroffen. Im Atlantik und im Ärmelkanal betrifft die Meldung insbesondere Wolfsbarsch, Pollack, Pagenfisch und Roten Thun. Im Mittelmeer sind Pagenfisch, Goldmakrele und Roter Thun betroffen.
Mit anderen Worten: Ein Ausflug, bei dem man mit einem Softbait auf Wolfsbarsch an einem Felskopf oder mit einem Drift auf Pollack an einem Wrack fischt, muss gemeldet werden, im Falle eines Fangs sogar noch am selben Tag.
Und Achtung: Die Verpflichtung gilt auch für Fische, die wieder ins Wasser zurückgesetzt werden. Die No-Kill-Praxis entbindet nicht von der Meldepflicht. Sie müssen die Art, die Größe, die Menge, die verwendete Technik und das Fanggebiet angeben. Werden sich die Fischer an diese neue Verpflichtung halten? Für regelmäßige Angler bedeutet dies, dass sie jeden Fang genau messen müssen.

Meldung am selben Tag, Organisation an Bord
Die Meldung muss am Tag des Fangs vor Mitternacht erfolgen. Die Anwendung funktioniert wie eine Angelsitzung, die über einen Timer ausgelöst wird. Es ist möglich, die Startzeit nachträglich einzugeben, aber das Prinzip bleibt eine Meldung, die mit einer identifizierten Ausfahrt verbunden ist.
Die verlangten Daten sind genau, Geoposition oder Punkt auf der Karte, Art, Größe, Anzahl, verwendetes Fanggerät, Art des Fischens von einem Schiff oder von Bord aus.
Für den Angler an Bord setzt dies ein aufgeladenes, wasserdichtes oder in einer Hülle geschütztes Smartphone voraus... und ein Minimum an Netzempfang. Wenn kein aktives GPS vorhanden ist, kann das Gebiet manuell auf der integrierten Kartografie ausgewählt werden.
Vorteil, eine klare und zentralisierte Rückverfolgbarkeit. Nachteil, eine zusätzliche Belastung bei der Rückkehr in den Hafen, wenn man lieber das Deck abspült und das Cockpit putzt, als ein digitales Formular auszufüllen.
Im Mittelmeerraum wird in einigen Meeresparks, in denen bereits ein spezielles Meldesystem eingerichtet wurde, keine doppelte Eingabe verlangt. Das bestehende Instrument wird weiterhin lokal genutzt.

Eine europäische Logik und Herausforderungen für die Lagerverwaltung
RecFishing wird im Rahmen der EU-Verordnung 2023/2842 durchgeführt. Das erklärte Ziel ist es, die Kenntnisse über die Entnahmen aus der Freizeitfischerei zu verbessern und die Bestandsabschätzungen zu verfeinern.
Die gesammelten Daten sollen in die wissenschaftliche Arbeit einfließen und als Orientierung für Managemententscheidungen, Quoten, Schonzeiten, Mindestgrößen dienen.
Für die Fachleute des Wassersportsektors, Jachthäfen, Einzelhändler von Angelgeräten und Schulen für Meeresangeln strukturiert diese Entwicklung die Praxis nachhaltig. Sie stärkt die Integration der Freizeitfischerei in die allgemeine Fischereipolitik.
Es bleibt die Frage, wie sich die Praxis die Anwendung zu eigen macht. Die Balance zwischen den gesetzlichen Anforderungen, der Ergonomie der Anwendung und der Realität einer Fahrt auf See bei starkem Seegang wird 2026 genau beobachtet werden.
Und auf der Brücke ändert sich eines nicht: Bevor man etwas erklärt, muss man noch den Fisch finden.

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