Vom 24. bis 26. April 2026 wird der Hafen von Saint Jean de Losne, der Knotenpunkt der europäischen Wasserstraßen, wieder zum nationalen Treffpunkt der Binnenschifffahrt. Neben den 600 angekündigten Schiffen am Kai und den Fachständen beleuchtet die Veranstaltung grundlegende Themen, die Reedereien, Freizeitkapitäne, Werften und Projektträger direkt betreffen.
Dekarbonisierung und Energieautonomie, welche konkreten Lösungen gibt es für Hausboote?
Die Energiewende ist nun auch in der Binnenschifffahrt angekommen. Hybridmotoren, elektrische Antriebe, optimierte Rümpfe zur Verringerung des Luftwiderstands und eine genaue Steuerung des Verbrauchs an Bord - es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Die Umsetzung ist jedoch sowohl für Betreiber als auch für Privatpersonen komplex.
Die angekündigten Workshops zu den Themen Dekarbonisierung und Energieautonomie richten sich in erster Linie an Fachleute wie Vermieter, Kreuzfahrtunternehmen und Flottenmanager. Sie richten sich auch an Besitzer von Hausbooten und Hausbooten, die über die Umstellung ihres Verbrennungsmotors nachdenken.
Klarer Vorteil, die Verringerung der Emissionen und des Lärms verbessert die Akzeptanz der Schifffahrt auf Netzen, die sich oft in der Nähe von Stadtzentren befinden. Großer Nachteil, die Investitionskosten und die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur auf bestimmten Kanalabschnitten. Und dann ist da noch die Frage nach dem Gewicht der Batterien, ihrer Integration an Bord und den Normen für die elektrische Sicherheit, die in feuchter Umgebung gelten.
Erwerb und Instandhaltung von Hausbooten, ein angespannter Markt
Der Salon Fluvial stellt den Kauf und die Veräußerung von Booten in den Vordergrund, ein Thema, das bei den Freizeitschiffern sehr gefragt ist. Stahlschnellboote, Polyestereinheiten, Hausboote, ausgemusterte Mietboote: Das Angebot ist groß, aber der Markt bleibt technisch.
Beim Kauf eines Hausbootes geht es nicht nur darum, den Zustand des Motors zu überprüfen. Sie müssen den Rumpf, der oft aus Stahl besteht, auf seine Restdicke, die Qualität der Schweißnähte und das eventuelle Vorhandensein von Korrosion unter den lebenden Werken überprüfen. Ein Trockendock und ein unabhängiges Gutachten bleiben wichtige Schritte.
Die Wartung eines Binnenschiffs umfasst regelmäßige Reinigungen, Korrosionsschutzbehandlungen sowie die Überwachung von Heizsystemen und elektrischen Anlagen. Die Workshops und Fachgespräche bieten die Möglichkeit, diese Punkte zu beleuchten, insbesondere für Neueinsteiger in die Branche.

Hausboot- und Wandertourismus, welche Dienstleistungen, um neue Bootsfahrer zu begeistern
Der Flusstourismus, eine Kreuzung zwischen Schifffahrt und der Erkundung von Gebieten zu Fuß oder mit dem Fahrrad, gewinnt an Bedeutung. Zu den angekündigten Themen gehören auch Dienstleistungen für Wanderer. Ausgestattete Wassersportstationen, Wasser- und Stromtankstellen, Kurzzeitvermietungen, kombinierte Angebote für Boot und Fahrrad.
Für die Gebietskörperschaften und Hafenbetreiber stehen zwei Dinge auf dem Spiel. Sie müssen neue Kunden anlocken und gleichzeitig die Verkehrsströme und die Auswirkungen auf die Ufer kontrollieren. Für die Freizeitkapitäne hängt der Erfolg einer Kreuzfahrt auf der Saône, dem Canal de Bourgogne oder dem Canal du Rhône au Rhin von der Qualität der Infrastruktur ab.
Speed meetings und Workshops, Instrumente zur Strukturierung des Sektors
Über die schwimmende Ausstellung hinaus sieht das Programm der Messe 10 partizipative Diskussionsworkshops und gezielte berufliche Treffen vor. Die Speed-Meetings sind besonders für Projektträger interessant, egal ob sie einen Charterstützpunkt eröffnen, eine Refit-Werft entwickeln oder eine innovative Dienstleistung einführen wollen.
Dieses kurze Format fördert den direkten Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern. Es entspricht einer starken Erwartung der Branche, die geschäftlichen und technischen Beziehungen zu strukturieren, ohne ausschließlich auf informelle Kontakte auf den Pontons zurückzugreifen.
Grand Prix und Flusstraditionen, zwischen Anerkennung und Süßwasserkultur
Die Grands Prix du Salon Fluvial zeichnen Initiativen aus, die mit der Innovation in der Binnenschifffahrt, der nachhaltigen Entwicklung, den Ausrüstungen oder den Reisezielen zusammenhängen. Für die Fachleute spielen diese Auszeichnungen eine Rolle als technisches und institutionelles Schaufenster.
Die Messe behält aber auch eine patrimoniale Dimension. Die Messe und die Schiffstaufe erinnern an die historische Verankerung der Binnenschifffahrt. In einem Hafen wie Saint Jean de Losne, der durch den Bau und die Wartung von Lastkähnen geprägt ist, spricht diese Tradition sowohl zu den alten Schiffern als auch zu den neuen Freizeitschiffern.
Letztendlich stellt diese 11. Ausgabe den Akteuren der Binnenschifffahrt eine einfache Frage: Wie kann man die Binnenschifffahrt an die ökologischen und wirtschaftlichen Zwänge anpassen, ohne den Geist der Kanäle zu verlieren? Und auf den Kais wird vom 24. bis 26. April 2026 jeder nach konkreten Antworten suchen.

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