Das Ende des Lebens von Booten auf Martinique, eine funktionierende und lokale Wertschöpfungskette mit der APER


Ein ausgedientes Boot stellt sowohl am Kai als auch an Land schnell ein Problem dar. Auf Martinique gibt es nun einen offiziellen Kanal, der es ermöglicht, dieses Lebensende lokal zu verwalten. Die APER organisiert mit einem zugelassenen Zentrum vor Ort den Rückbau und das Recycling von Sportbooten.

Das Problem der Altschiffe betrifft nicht mehr nur die Häfen in Metropolen. Auch auf Martinique stellen Wracks und ausgediente Einheiten eine ökologische und logistische Herausforderung dar. Die Öko-Organisation APER hat eine spezielle Kette eingerichtet, die sich auf ein zugelassenes, lokal angesiedeltes Aufbereitungszentrum stützt.

Eine lokale Übernahme von Altbooten

Auf Martinique haben Freizeitkapitäne nun eine Lösung, um sich von ihren ausgedienten Booten zu trennen, ohne sie an Land oder auf dem Grund eines Hafenbeckens zurückzulassen. Die betroffenen Einheiten werden in einem offiziellen Verfahren betreut, das alle Schritte von der Beseitigung der Verschmutzung bis zum Recycling der Materialien abdeckt.

Diese Organisation beruht auf der Zusammenarbeit zwischen APER, einer Öko-Organisation für die Sportbootbranche, und dem Zentrum Métal Dom, einer Tochtergesellschaft der SEEN-Gruppe, die für die Behandlung dieser Einheiten auf Martinique zugelassen ist.

Ein betreuter und zugänglicher Ansatz

Das Verfahren beruht auf einem einfachen Prinzip. Der Eigentümer stellt seinen Antrag über die Plattform recyclermonbate.de. Sobald der Antrag bestätigt wurde, nimmt das Verarbeitungszentrum Kontakt mit dem Bootsbesitzer auf, um das weitere Vorgehen zu organisieren.

Die Abwrackung ist für in Frankreich registrierte Sportboote mit einer Länge zwischen 2,5 m und 24 m kostenlos. Diese Kostenfreiheit umfasst das Abwracken, die Beseitigung von Verschmutzungen und die Verwertung von Materialien.

Transport als einziger Posten, der vom Eigentümer zu tragen ist

Wenn die Kosten für die Behandlung des Bootes übernommen werden, muss der Besitzer für den Transport zu einer zugelassenen Einrichtung aufkommen. In einigen Fällen kann die APER einen Pauschalbeitrag anbieten, um die Kosten für diesen Schritt, der oft als Hemmnis identifiziert wird, zu begrenzen.

Diese Organisation hilft jedoch, Notlösungen zu vermeiden, die manchmal teuer oder umweltschädlich sind, wie z. B. das Verlassen oder das wilde Abbauen.

Eine spezifische Umweltherausforderung für Inselgebiete

Auf Martinique hat der Umgang mit Sportbootwracks eine besondere Dimension. Verlassene Boote können schnell zu Verschmutzungsquellen, aber auch zu Hindernissen für die Schifffahrt oder den Hafenbetrieb werden.

Der Aufbau einer lokalen Wertschöpfungskette ermöglicht es, diese Einheiten zu verarbeiten, ohne sie in das Mutterland zu exportieren, wodurch die Logistikkosten und der mit dem Transport verbundene Fußabdruck reduziert werden.

Die erweiterte Herstellerverantwortung in Aktion

Diese Branche ist Teil der erweiterten Herstellerverantwortung, die von den Akteuren der Wassersportbranche verlangt, das Ende des Lebenszyklus von Sportbooten zu organisieren und zu finanzieren. Die APER spielt hier eine zentrale Rolle, indem sie operative Lösungen strukturiert, die an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind.

Für Sportbootfahrer auf Martinique bedeutet dies ein klares, betreutes und zugängliches Vorgehen, das es ihnen ermöglicht, sich von einem ausgedienten Boot zu trennen, ohne es zu einem kollektiven Problem werden zu lassen.

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