Wir beschäftigen uns heute mit einem seltenen, aber konkreten Fall: der Begegnung mit einem Amphibienschiff in der Arbeitsphase, sowohl auf dem Wasser als auch am Strand. Und die Antwort ist nicht so einfach wie Backbord-auf-Bord gegen Steuerbord-auf-Bord.
Was genau ist ein Amphibienschiff?
Dabei kann es sich um ein militärisches Gerät, ein Hafendienstgebäude, eine Barge für maritime Arbeiten oder ein Schiff handeln, das auf Kabelverlegung oder Küstenlogistik spezialisiert ist.
Das Besondere an ihnen ist, dass sie auf dem Wasser fahren und dann absichtlich auf den Strand oder eine Helling auflaufen, um zu laden, zu entladen oder zu arbeiten. Einige verfügen über einziehbare Räder oder Raupen, andere nutzen einfach ihren Kiel zum Beachen.

In der Arbeitsphase ist ihre Manövrierfähigkeit oft eingeschränkt. Variabler Tiefgang, teilweise eingelegter Antrieb, Besatzung, die sich auf die Arbeit an Land konzentriert. Kurzum, sie sind keine RIBs für Ausflüge.
Auf dem Wasser: Vorrang für Schiffe mit eingeschränkter Manövrierfähigkeit

Es gelten die Internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See, RIPAM.
Ein im Einsatz befindliches Amphibienschiff kann als Schiff mit eingeschränkter Manövrierfähigkeit im Sinne der Regel 3 des RIPAM angesehen werden, wenn es durch die Art seiner Arbeit eingeschränkt ist. In diesem Fall muss es die entsprechenden Lichter und Markierungen führen, drei übereinander liegende Lichter rot, weiß, rot oder die Tagesmarkierungen Kugel, Raute, Ball.
Angesichts eines solchen Schiffes müssen Sie ausweichen und offensiv manövrieren, um seine Arbeit nicht zu behindern. Auch wenn Sie in einer klassischen Kreuzungssituation Vorrang haben, geht die Regel der Vorsicht vor. Und wenn die Markierungen nicht deutlich sichtbar sind, erinnert Regel 2 der RIPAM daran, dass jedes Schiff mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand handeln muss.
Beim Anflug auf den Strand auf Sperrgebiete achten

Der heikelste Fall bleibt die Annäherung an einen Strand oder das Verlassen eines Strandes. Ein Amphibienschiff kann den 300-Meter-Streifen überqueren, ein reguliertes Gebiet, in dem die Geschwindigkeit auf 5 Knoten begrenzt ist und die Navigation eingeschränkt ist.
Wenn das Schiff auf Grund läuft oder von Booten befreit wird, kann es seinen Kurs nur schwer ändern. In diesem Fall hat das manövrierende Fahrzeug Vorrang, vor allem, wenn der Vorgang von den Hafen- oder Seebehörden überwacht wird.
Für Sie als Sportbootfahrer ist das Verhalten klar: Verlangsamen, beobachten, Abstand halten und niemals zwischen dem Gerät und dem Strand hindurchfahren. Und denken Sie daran, dass sich um das Schiff herum Taucher, Kabel oder andere unter Wasser befindliche Geräte befinden können.
Am Strand ist das Meer nicht mehr die einzige Regel
Sobald es teilweise auf Grund gelaufen ist, befindet sich das Amphibienschiff an der Grenze zwischen See- und Landbereich.
Die Verkehrsregeln an Land fallen nicht mehr unter den Bootsführerschein, sondern unter die örtlichen Vorschriften, die häufig dem Bürgermeister oder dem Verwalter des Gebiets unterstehen. Für einen Freizeitsportler mit Beiboot oder Paddelboot muss man das Gebiet wie eine Baustelle betrachten. Man fährt weiträumig herum, weicht laufenden Propellern aus und bleibt außerhalb der Reichweite von Winden- oder Rampenmanövern.
Die Priorität steht nicht zur Debatte, sondern ist die der Sicherheit der Operationen.

Was man für den Führerschein beachten sollte
Erste Regel: Erkennen, ob das Schiff in Betrieb ist. Lichter, Markierungen, Aktivität sichtbar an Deck oder an Land.
Zweite Regel: Betrachten Sie ein Amphibienfahrzeug, das sich in der Arbeitsphase befindet, als Schiff mit eingeschränkter Manövrierfähigkeit. Sie müssen zur Seite gehen.
Dritte Regel: Im Küstenstreifen das Prinzip der maximalen Vorsorge anwenden.
Solche Begegnungen sind selten, aber wenn es passiert, ist es besser, den Reflex verinnerlicht zu haben. Sowohl auf See als auch im Führerschein hat oft derjenige Vorrang, der am wenigsten manövrieren kann.

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