Redaktion / Das Tretboot, dieser diskrete Verbündete der Wassersportvereine, um die Zahl der Wassersportler zu erneuern

Und wenn die Lösung, um neue Sportler zu gewinnen, nicht auf dem Meer, sondern an den Ufern liegt? In vielen Vereinen taucht das Tretboot wieder auf. Hinter diesem einfachen Boot verbirgt sich eine Strategie.

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Wie wäre es, wenn das Tretboot zu einem zukunftsträchtigen Werkzeug für Wassersportvereine werden würde? Die Idee mag zum Schmunzeln anregen, aber vor Ort nimmt sie Gestalt an.

Es wurde schlecht geliebt, verspottet und man dachte, es sei an Familienstrände und in sommerliche Freizeitzentren verbannt worden. Dennoch findet das Tretboot in vielen Segelclubs wieder einen Platz. Nicht, um Jollen oder Hausboote zu ersetzen, sondern um eine ganz bestimmte Rolle zu spielen und ein Publikum anzuziehen, das nicht spontan durch die Tür eines Clubs geht.

Die Feststellung ist bekannt. Wassersportarten erfordern Zeit, Engagement und manchmal auch ein Budget. Und für einen Neuling kann die Stufe hoch erscheinen. Das Tretboot hingegen stellt keine Fragen. Man steigt an Bord, tritt in die Pedale, trinkt ein Bier und genießt die Wasserfläche. Kein Führerschein, keine Ausbildung, kein Druck.

Und hier wird das Modell interessant.

Ein für alle zugängliches Anrufinstrument

In mehreren Einrichtungen dient das Tretboot als erster Kontakt mit der Wasserwelt. Familien, Touristen, Einheimische - alle haben einen leichten Zugang zu einer Aktivität auf dem Wasser. Der Verein wird so zu einem Durchgangsort und nicht mehr nur zu einem Ort der Ausübung. Man kommt für eine Stunde Tretbootfahren und lernt eine Umgebung, Boote und eine Atmosphäre kennen.

Und oft kommt es auf dem Steg oder an der Rezeption zu einer Diskussion. "Und was ist das für ein Boot?" Die Neugierde tut ihr Übriges.

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Eine Brücke zur Praxis

Die Rechnung ist einfach und wird von mehreren Vereinsverantwortlichen übernommen. Wenn von zehn Tretbootvermietungen nur eine zu einer Anmeldung für eine Aktivität führt, funktioniert das System. Eine Lizenz für Leichtsegeln, eine Einführung in den Katamaran, eine Anmeldung in der Sportschule. Es spielt keine Rolle, um welches Medium es sich handelt, das Wichtigste ist, neue Sportler in den Verein zu bringen.

Das Tretboot wird dann zu einer Einstiegsmöglichkeit. Eine erste positive Erfahrung auf dem Wasser, ohne Zwang, die Lust auf mehr machen kann.

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Eine Antwort auf sich verändernde Zielgruppen

Die Vereine sind mit veränderten Erwartungen konfrontiert. Die Sporttreibenden suchen nach einfachen, flexiblen und sofort zugänglichen Aktivitäten.

Das Tretbootfahren entspricht dieser Logik. Es erfordert keine aufwändige Organisation. Es lässt sich leicht in das bestehende Angebot integrieren. Und es ermöglicht, eine Kundschaft zu gewinnen, die für eine technisch anspruchsvollere Aktivität nicht gekommen wäre. Es ist auch eine Möglichkeit, die Einnahmen zu diversifizieren, insbesondere in den Sommermonaten, und gleichzeitig die Besucherzahlen zu steigern.

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Ein Bild, das neu betrachtet werden muss

Aber das Tretboot leidet immer noch unter seinem Image. Es ist zu einfach, nicht "seetüchtig" genug und wird manchmal als weit entfernt von der Segelkultur angesehen. Tabarly und Kersauson haben das Segeln nicht auf einem Tretboot begonnen.

Und doch rückt er das Wesentliche wieder in den Mittelpunkt, die Freude, auf dem Wasser zu sein.

In einem Kontext, in dem die Vereine versuchen, ihre Mitgliederbasis zu erneuern und neue Zielgruppen anzusprechen, bietet das Buch eine konkrete Antwort. Also ja, das Tretboot wird die Regattasegler nicht zum Träumen bringen. Aber es könnte auf seine Weise durchaus dazu beitragen, die Segelschulen von morgen zu füllen. Und im Grunde ist das vielleicht alles, was man von ihm verlangt.

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