Temo wird der erste Triebwerkshersteller, der einen Reparaturfähigkeitsindex bekannt gibt

Der bretonische Hersteller TEMO hat für seinen TEMO-450-Motor einen freiwilligen Reparaturfähigkeitsindex von 91,9/100 Punkten erreicht. Ein Schritt, der in der Bootsbranche noch selten ist, da die Motorenhersteller dieser Bewertung nicht unterliegen. Der Hersteller aus Vannes versucht auf diese Weise, die Lebensdauer und die Wartungsfreundlichkeit seiner Elektromotoren in den Vordergrund zu stellen.

Im Wassersport wird die Frage der Reparierbarkeit von Ausrüstungen noch immer kaum behandelt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroantrieben werden die Lebensdauer und die Wartungsfreundlichkeit von Produkten jedoch immer mehr zu einem Thema, das sowohl von Seglern als auch von Fachleuten beachtet wird. Der bretonische Hersteller TEMO hat seinen Elektromotor TEMO-450 mit dem Voluntary Repairability Index (VRI) bewerten lassen und dabei ein Ergebnis von 91,9/100 erzielt.

Eine Bewertung, die den Motor als sogenanntes "hochreparierbares" Produkt einstuft.

Ein Index, der in der Schifffahrt noch selten verwendet wird

Der Voluntary Repairability Index, kurz VRI, ist eine Fortsetzung der Arbeiten rund um das AGEC-Gesetz zur Kreislaufwirtschaft. Dieses Instrument ermöglicht die Bewertung von Produktkategorien, die noch nicht unter den seit 2021 in Frankreich eingeführten obligatorischen Index fallen. Elektromotoren für Boote gehören heute nicht zu den Geräten, die dieser Regelung unterliegen. TEMO hat sich dennoch dafür entschieden, seinen elektrischen Außenborder freiwillig bewerten zu lassen.

©Vincent Bauza
vincent Bauza

Laut Jean Paul Ventère, der die IRV-Methode entwickelt hat, erreicht der TEMO-450 "91,9 von 100 Punkten", was ihm die Einstufung "hochreparierbar" einbringt. Für den Hersteller aus Vannetta zielt diese Vorgehensweise vor allem darauf ab, die Fähigkeit des Produkts zu dokumentieren, im Laufe der Zeit gewartet zu werden.

Ein Motor, der zur Vereinfachung von Reparaturen entwickelt wurde

Seit seiner Einführung im Jahr 2020 zielt der TEMO-450 vor allem auf Beiboote und kleine Boote bis 2,5 Meter Länge ab. Mit einem Gewicht von nur 4,9 kg inklusive Batterie hat sich dieser kompakte Motor auf den Stegen zunehmend als leichte Lösung für Hafenmanöver und kurze Küstenfahrten etabliert.

Aber hinter dem minimalistischen Format erklärt TEMO, dass sie von Anfang an an der Wartung des Produkts gearbeitet haben.

Der Hersteller gibt unter anderem an, dass Ersatzteile bis zu 12 Jahre lang verfügbar sind. Für die Demontage des Motors werden Standardwerkzeuge verwendet, und mehrere Befestigungselemente können bei Wartungsarbeiten wiederverwendet werden.

Die Marke hebt auch eine auf Wartung und Reparatur ausgerichtete Benutzerbegleitung hervor: technische Leitfäden, Lehrvideos, FAQs zur Wartung, Fernunterstützung und Kundendienst.

In einem Markt, in dem manche elektronischen Geräte nach einigen Jahren schwer zu reparieren sind, versucht dieser Ansatz, den Nutzern ein Gefühl der Sicherheit hinsichtlich der langfristigen Betreuung zu vermitteln.

Repackaging wird zum Entwicklungsschwerpunkt

©Vincent Bauza
vincent Bauza

TEMO treibt diese Logik auch in Richtung der Wiederaufbereitung von gebrauchten Motoren. Der Hersteller bietet nun ein Angebot mit dem Namen TEMO ReUse an, bei dem die Motoren in seiner Werkstatt in Vannes wiederaufbereitet werden.

Damit werden zwei Ziele verfolgt: die Betriebsdauer der bereits produzierten Motoren zu verlängern und elektrische Lösungen zu einem erschwinglicheren Preis anzubieten.

Die Frage des zweiten Lebenszyklus wird in der elektrischen Schifffahrt immer wichtiger. Batterien, Leistungselektronik und bürstenlose Motoren sind teure Geräte, deren Herstellung erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt hat. Die Wiederaufarbeitung ermöglicht es daher, die Abfallmenge zu begrenzen und gleichzeitig einen bestehenden Bestand in Betrieb zu halten.

Weitere Artikel zum Thema