Test / Wasserdichter Rucksack ?Gill Voyager?: Unser Fazit nach einem harten Test

Wasserdichter Rucksack Gill Voyager: Was nach intensiver Nutzung übrig bleibt
Wasserdichter Rucksack Gill Voyager: Was nach intensiver Nutzung übrig bleibt © Maxime Leriche

Während der dreijährigen Testphase wurde der wasserdichte Rucksack ?Gill Voyager? nicht geschont. Transporte, Bootsfahrten, Paddeln, Messen und Fahrten folgten aufeinander, wobei er zwischen den einzelnen Einsätzen nur selten abgespült wurde. Eine intensive und aufschlussreiche Belastung, um zu prüfen, welche Eigenschaften er nach längerem Gebrauch noch aufweist.

An Bord landet eine wasserdichte Tasche selten sorgfältig in einem Staufach. Die Gill Voyager 30 Liter hat den Weg vom Boot zum Paddle-Board, von Überführungstouren bis hin zu Bootsmessen zurückgelegt, ohne dabei besonders sorgfältig behandelt worden zu sein. Hier erfahren Sie, was diese lange Nutzungsdauer offenbart hat.

Drei Jahre ohne Sonderbehandlung

Ein wasserdichter Rucksack, der an Bord zum Einsatz kommt, bleibt selten sauber und ordentlich verstaut. Drei Jahre lang hat unser Gill Voyager 30 Liter unter den unterschiedlichsten Bedingungen seinen Dienst getan ? sowohl als Segelrucksack als auch auf Geschäftsreisen oder beim Paddeln.

Es wurde auf die Pontons gelegt, an Bord transportiert, der Gischt und dem Eintauchen ausgesetzt und regelmäßig der Sonne ausgesetzt. Die UV-Strahlung des Mittelmeers war somit ein wesentlicher Bestandteil dieses Langzeittests. Und was die Pflege angeht, haben wir uns auf das Nötigste beschränkt: Das Abspülen mit Süßwasser erfolgte nur selten.

Diese Behandlung spiegelt letztlich recht gut wider, was eine regelmäßig genutzte Wassersporttasche durchmachen kann. Nach drei Jahren lässt sich dadurch vor allem ihr Alterungsprozess mit etwas mehr Abstand beobachten.

Die Leinwand und die Collagen sind gut gealtert

Der Voyager basiert auf einer Konstruktion aus PVC-beschichtetem Segeltuch mit nahtlosen, hochfrequenzverschweißten Verbindungen. Gill wendet dieses Prinzip auch beim aktuellen Voyager 2.0 an.

Nach drei Jahren konnten wir an unserer Tasche keinerlei Risse feststellen. Das Gewebe hat sowohl die Beanspruchung im Gebrauch als auch die wiederholte Einwirkung der Mittelmeersonne gut überstanden. Wir haben keine Beschädigungen festgestellt, die die Gebrauchstauglichkeit oder die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen könnten.

Das Gleiche gilt für die Schweißverbindungen: Sie sind unbeschädigt geblieben.

Aufbewahrungsmöglichkeiten, die das große Sammelsurium vermeiden

Einer der positiven Aspekte betrifft die Innenaufteilung. Dank der Fächer lässt sich ein Teil der Ausrüstung getrennt verstauen, sodass nicht alles einfach auf dem Boden der Tasche landet.

In einer tiefen Tasche nach einer Brille, Schlüsseln oder einem kleinen Accessoire zu suchen, während das Boot schaukelt, wird schnell nervig. Hier ist die Aufteilung einfach und übersichtlich.

Die Vordertasche bleibt seine größte Tückenstelle

Es gibt jedoch eine Einschränkung, die man unbedingt beachten muss: Die Tasche an der Vorderseite ist nicht wasserdicht. Gill beschreibt sie zwar als mit einem wasserabweisenden Verschluss ausgestattet, was jedoch nicht dasselbe ist wie ein wasserdichtes Fach.

Auf dem Papier ist daran nichts Täuschendes. In der Praxis ist es jedoch etwas subtiler. Diese Tasche ist so leicht zugänglich, dass wir regelmäßig dazu neigen, spontan kleine Gegenstände hineinzustecken. Wenn die Tasche jedoch ins Wasser fällt, schwimmt sie zwar, doch der Inhalt dieser Tasche ist der Feuchtigkeit ausgesetzt. Dennoch hat der Kristall (der transparente Teil), obwohl er salz- und UV-empfindlich ist, seine Eigenschaften bewahrt, ohne zu vergilben.

Auf dem Rücken erinnert die Wärme an die Beschaffenheit des Rucksacks

Der Voyager lässt sich wie ein richtiger Rucksack tragen, was ein großer Vorteil ist, wenn man zwischen Boot, Auto und Steg hin- und herlaufen muss. Das Tragesystem der aktuellen Modellreihe verfügt zudem über eine Polsterung aus luftdurchlässigem Netzgewebe.

Bei großer Hitze schwitzt der Rücken. Die luftdichte Hülle und das mediterrane Klima sind nicht gerade die ideale Kombination für eine gute Belüftung.

Bei einer Strecke von ein paar hundert Metern im Hafen spielt das keine große Rolle. Bei einer längeren Wanderung mitten im Sommer macht sich dieses Phänomen jedoch deutlich stärker bemerkbar. Der Voyager ist in erster Linie ein wasserdichter Rucksack für den Wassersport, den man auf dem Rücken tragen kann, und kein Wanderrucksack, bei dem die Belüftung im Vordergrund steht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema Abdichtung nach wie vor aktuell ist

Genau hier liegt der Nutzen eines Langzeittests. Im Neuzustand erfüllen fast alle wasserdichten Taschen ihren Zweck.

Unser Gill Voyager 30 Liter weist keine Risse auf, die Nähte sind noch intakt und vor allem ist das Hauptfach nach wie vor wasserdicht. Auch der Stoff hat sich gut gehalten, obwohl die Pflege auf das absolute Minimum beschränkt war.

Zwei Kritikpunkte bleiben bestehen: eine praktische, aber nicht wasserdichte Vordertasche, in die man nichts Wertvolles stecken sollte, und ein Tragesystem, das bei steigenden Temperaturen unangenehm warm wird.

Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Test liegt jedoch woanders: Nach drei Jahren intensiver Nutzung ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen erfüllt der Voyager weiterhin die Aufgabe, für die wir ihn ausgewählt hatten ? nämlich unsere Sachen trocken zu halten.

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