Skipper ACE 360, dieser halbsteife 36-Fuß-Boot teilt die Einrichtung der Offshore-RIBs

Mit der ACE 360 erweitert die griechische Werft Skipper ihre Reihe der halbsteifen Offshore-Schiffe um ein 36-Fuß-Modell. Die Werft setzt sowohl auf den Rumpf als auch auf die Nutzung des Decks und den Verkehr an Bord. Und hinter den Geschwindigkeitszahlen verdienen mehrere technische Entscheidungen einen genaueren Blick.

Die neue ACE 360 markiert einen wichtigen Meilenstein für Skipper Powerboats, den griechischen Hersteller, der für seine schnellen, starren Halbschiffe für die Offshore-Navigation bekannt ist. Das 10,80 m lange Modell ist der Nachfolger des 34NC mit einer komplett überarbeiteten Plattform, sowohl was den Rumpf als auch die Organisation des Decks betrifft. Hinter den angekündigten 78 Knoten will die Werft vor allem die hydrodynamische Effizienz, den Komfort bei der Fahrt durch den Wellengang und den täglichen Gebrauch des Bootes verbessern.

Ein Step-Rumpf, der darauf ausgelegt ist, den Luftwiderstand zu verringern

Das technische Herzstück des ACE 360 ist der von Skipper entwickelte AeroQuad-Rumpf mit vier Steps. Diese Architektur nutzt Lufteinlässe unter dem Rumpf, um die nasse Oberfläche zu begrenzen, wenn das Boot ins Schlingern gerät. Bei einem schnellen starren Halbschiff werden zwei Ziele verfolgt. Erstens soll der hydrodynamische Widerstand verringert werden, um die Höchstgeschwindigkeit zu erhöhen. Dies ist ein zentraler Punkt bei den hohen Leistungen, die bei 10 bis 12 Meter langen Booten üblich sind.

Skipper gibt eine Vertäuung um 11 Knoten an, ein relativ niedriger Wert für ein Boot, das mit 2 x 400 PS bis zu 800 PS leisten kann. Das könnte für Segler interessant sein, die in rauer See segeln oder ein mittleres Tempo beibehalten wollen, ohne ständig in der Übergangszone zu bleiben.

Die Werft hebt außerdem einen sanfteren Übergang in die See und eine trockenere Fahrt hervor. Die Steps neigen tatsächlich dazu, den Aufprall zu begrenzen und bestimmte Kurse bei hohen Geschwindigkeiten zu stabilisieren.

Ein Deck mit voller Breite, das den Verkehr an Bord verändert

Eine weitere Besonderheit des Skipper ACE 360 ist seine InfinityDeck-Architektur. Im Gegensatz zu vielen halbsteifen Booten, bei denen sich das Deck nach vorne hin verjüngt, behält die Werft eine große Breite bis fast zum vorderen Sonnendeck bei. Die Durchgänge bleiben breit und das nutzbare Volumen nimmt für ein Boot dieser Kategorie deutlich zu.

Bei sportlichen Festrumpfschlauchbooten wird es oft schwierig, den vorderen Raum zu nutzen, wenn mehrere Passagiere an Bord gehen. Hier verbessert die rechteckigere Geometrie des Decks die Sitzplatzkapazität und erleichtert die Bewegung zwischen Cockpit und Vordeck. Das Boot bietet Platz für bis zu 14 Personen.

Mehr Stauraum für Tagestouren

Skipper gibt 2155 Liter Stauraum an, die sich unter den Sitzflächen, in den vorderen Kofferräumen und in den hinteren Räumen verteilen. Bei einem Starrrahmensegler dieser Art ist der Stauraum oft ein heikles Thema. Mit Sicherheitsausrüstung, wasserdichten Taschen, Fender, Tauch- und Wassersportausrüstung füllen sich die Kofferräume schnell.

Die Werft scheint diesen Punkt mit einer über das gesamte Deck verteilten Integration bearbeitet zu haben, um zu große Gewichtskonzentrationen zu vermeiden. Bei schnellen Einheiten hat das Längsgleichgewicht einen direkten Einfluss auf das dynamische Verhalten des Bootes.

Der Decksplan behält auch einen großen U-förmigen Salon im Heck bei, eine klassische, aber effektive Konfiguration für gesellige Segeltörns vor Anker oder schnelle Zwischenstopps.

Ein abnehmbarer Wetterschutz, um die Saison zu verlängern

Das Boot kann mit einem transparenten System zum Schutz vor Wind und Gischt ausgestattet werden. Diese Art von Ausrüstung wird bei schnellen, starren Halbschiffen, die im Mittelmeer eingesetzt werden, oder bei langen Segeltörns mit hoher Geschwindigkeit immer häufiger. Bei Geschwindigkeiten von über 40 Knoten ermüdet die Crew schnell, wenn sie ständig dem Wind ausgesetzt ist. Ein gut durchdachter Schutz verbessert den Wärmekomfort deutlich und verringert das Verspritzen von Salzwasser auf die Passagiere.

Die Wahl eines abnehmbaren Systems ermöglicht es, den offenen Charakter des Bootes beizubehalten, ohne den Steuerstand in ein geschlossenes Ruderhaus zu verwandeln. Diese Art von Lösung ist auch für Eigner interessant, die außerhalb der Saison segeln, insbesondere im Frühjahr oder Herbst, wenn die Temperaturen mit zunehmender Geschwindigkeit schnell sinken.

Der Markt für Offshore-Halbstarre steigt weiter an

Mit dem ACE 360 positioniert sich Skipper in einem mittlerweile sehr wettbewerbsintensiven Segment, dem der halbsteifen Premiumboote von 10 bis 12 Metern, die weit über 60 Knoten erreichen können. Der Markt entwickelt sich seit einigen Jahren in Richtung vielseitigerer Einheiten, die sowohl schnelle Tagesausflüge als auch längere Fahrten mit einem Komfortniveau, das dem einiger starrer Dayboats nahe kommt, bewältigen können.

Das Vorhandensein von Mercury- oder Yamaha-Motoren zeigt auch, wie wichtig es ist, sich an die Gewohnheiten der Eigner und die lokalen Wartungsnetze anzupassen. Es bleibt eine Tatsache, die für diese sehr leistungsfähigen Boote typisch ist. Bei Geschwindigkeiten von fast 80 Knoten werden die Qualität der Steuerung, der Seegang und die Erfahrung der Besatzung genauso wichtig wie die technischen Eigenschaften des Bootes selbst.

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