Lauriane Nolot gewann am 16. Mai in Viana do Castelo ihren dritten Weltmeistertitel im Kitefoil, nachdem sie bereits 2023 und 2024 den Titel gewonnen hatte. Auf einem portugiesischen Gewässer, das für seinen starken Wind und den kurzen Wellengang bekannt ist, dominierte die Französin das Finale bereits im ersten Lauf gegen die Titelverteidigerin Jessie Kampman aus den Niederlanden. Dieser Sieg kam nach mehreren Monaten, in denen eine Fußverletzung ihre Saison 2025 beeinträchtigt hatte.
Eine Rückkehr an die Spitze nach einer gestörten Saison
Die letzte Saison hatte für Lauriane Nolot einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Als Dritte der Weltmeisterschaft 2025 wurde die Varoise von Jessie Kampman, der ehemaligen französischen Teamkollegin, die nun unter niederländischer Flagge segelt, gestoppt. Und in einer Disziplin, in der die Abstände oft nur wenige Flügellängen betragen, rächt sich jede körperliche Schwäche sofort.

Die Ergebnisse bei der Trofeo Princesa Sofía in Palma de Mallorca und der Französischen Olympischen Woche in Hyères in diesem Frühjahr hatten bereits gezeigt, dass sie immer stärker werden. Die portugiesische Regatta diente jedoch vor allem als Test gegen die direkte Konkurrenz unter harten Bedingungen.
Ein Duell mit Jessie Kampman
Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lauriane Nolot und Jessie Kampman wird zu einem der Markenzeichen des weiblichen Kitefoils. Die beiden Seglerinnen kennen sich nach mehreren Jahren unter denselben französischen Farben perfekt.
Kampmans Wechsel der sportlichen Nationalität hat auch die europäischen Gleichgewichte neu verteilt. Die Niederländerin bringt nun ihre technische Erfahrung aus der französischen Kitefoil-Schule, die besonders bei den olympischen Formaten anerkannt ist, mit in die Niederlande.
Diese Rivalität veranlasst auch das französische Team, sein kollektives Niveau zu steigern. Lauriane Nolot hat mit Lysa Caval, die nach ihrer Bronzemedaille in Hyères in Portugal den sechsten Platz belegte, eine gemeinsame Arbeit durchgeführt. Die Seglerinnen tauschen sich während der Wettkämpfe über Wetteranalysen, Startstrategien und Materialanpassungen aus.
Los Angeles 2028 ist bereits in aller Munde
Das nächste von Lauriane Nolot angekündigte Ziel steht bereits fest: die olympische Wasserfläche in Los Angeles, die sie ab Juli 2026 für eine Weltcup-Runde erreichen wird. Das künftige amerikanische Olympiagelände weist andere Merkmale als Marseille auf. Die Segler werden mit unregelmäßigeren thermischen Winden und einer langen See aus dem Pazifik zu kämpfen haben. Die Anpassung der Foil-Einstellungen und die Wahl des Flügels werden von entscheidender Bedeutung sein.

Zwei Jahre vor den Spielen positioniert diese dritte Weltmeisterschaftskrone Lauriane Nolot eindeutig in der olympischen Hierarchie neu. Und nach einer durchwachsenen Saison 2025 scheint die Französin wieder das gefunden zu haben, was beim Kitefoil oft den Unterschied ausmacht: Geschwindigkeit, Engagement und die Fähigkeit, bei aufkommendem Wind einen klaren Kopf zu behalten.

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