Im Bereich der Rettungsausrüstungen für die Seefahrt werden die Geräte in der Regel für einzelne Erwachsene oder professionelle Besatzungen entwickelt. In diesem Zusammenhang entstand Kanguro, eine Auftriebshilfe, die eine Mutter und ihren Säugling zusammenhalten soll, wenn sie ins Wasser fallen oder Schiffbruch erleiden.
Das Projekt wurde in Mailand im Rahmen der XXIX. Ausgabe des Compasso d'Oro, einer der wichtigsten italienischen Auszeichnungen für Industriedesign, vorgestellt.
Eine Ausrüstung, die für humanitäre Notsituationen auf See gedacht ist
Kanguro wurde im Rahmen des Sozialdesignprogramms +Vicino da Lontano in Zusammenarbeit mit dem Verein Ánako APS entwickelt. Das Projekt bringt außerdem Universitäten, Designer und Studenten zusammen, die sich mit einer Problematik befassen, die in der Bootsindustrie nur selten behandelt wird: das Überleben von sehr kleinen Kindern in Begleitung ihrer Mütter auf See.
Das Gerät soll die beiden Personen in einer stabilen Position halten, wenn sie sich im Wasser befinden. Das System soll auch das Risiko einer Trennung in rauer See verringern, was bei improvisierten Evakuierungen oder beim Kentern überfüllter Boote häufig vorkommt. Bei Rettungsaktionen im Mittelmeer sind die Retter regelmäßig mit Situationen konfrontiert, in denen herkömmliche Schwimmhilfen für Säuglinge oder sehr kleine Kinder nicht geeignet sind.
Veleria San Giorgio bringt Expertise in Überlebensausrüstung ein
Bei der Umsetzung des ursprünglichen Konzepts in eine einsatzfähige Vorrichtung stützten sich die Projektteams auf Veleria San Giorgio. Das italienische Unternehmen arbeitet seit über einem Jahrhundert im Bereich der maritimen Sicherheitsausrüstung und der Rettungssysteme.
Der Hersteller war an der Prototypenentwicklung und den Funktionstests beteiligt. Dabei ging es vor allem um Auftrieb, Stabilität und das Verhalten des Geräts unter rauen Seebedingungen.
Das System muss nämlich mehrere technische Anforderungen gleichzeitig erfüllen: die Atemwege über Wasser halten, trotz Wellenbewegungen eine stabile Position beibehalten und eine schnelle Bergung durch die Rettungskräfte ermöglichen.
Anton Francesco Albertoni, Generaldirektor von Veleria San Giorgio und ehemaliger Präsident von Confindustria Nautica, betont die besondere Dimension des Projekts: "Heute wird dieses Wissenserbe auf Kanguro angewendet, ein stark humanitäres Projekt, das soziales Design in eine konkrete Lösung umwandeln soll, die sich auf Folgendes konzentriert

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