Die Europameisterschaften in den olympischen Jollenklassen 49er und 49erFX sowie bei den Foil-Katamaranen der Klasse Nacra 17 gingen am Sonntag, dem 12. Juli, in Eckernförde zu Ende. Unbeständige Wetterbedingungen und zu schwacher Wind veranlassten die Wettfahrtleitung, die Medal Races abzusagen. Die nach Abschluss der Qualifikationsphasen festgestellten Platzierungen wurden somit endgültig. Für das französische Team bestätigte diese Entscheidung die Silbermedaille von Mathilde Lovadina und Lou Berthomieu im 49erFX.
Ein schrittweiser Aufstieg bis auf das europäische Podium
Das Ergebnis des französischen Duos entstand nicht erst am letzten Tag, sondern im Laufe der gesamten Woche. Nach einem schwierigen Start in die Meisterschaft fanden Mathilde Lovadina und Lou Berthomieu nach und nach ihren Rhythmus in einem besonders stark besetzten Feld von 55 Teams aus 37 Nationen. Dank ihrer Geschwindigkeit, ihrer Starts und ihrer taktischen Entscheidungen konnten sie in der Wertung aufholen und sich vor den Finals das rote Trikot für den dritten Platz sichern.

Durch die Absage der letzten Rennen konnten sie schließlich diesen Platz in der Gesamtwertung behalten und wurden gleichzeitig Vize-Europameisterinnen, da die Kanadierinnen, die vor ihnen lagen, für die kontinentale Wertung nicht zugelassen waren.
Eine Medaille, die auf Widerstandsfähigkeit beruht
Die Reaktionen der beiden Teamkolleginnen verdeutlichen, wie intensiv diese Wettkampfwoche war.
Mathilde Lovadina fasst den zurückgelegten Weg zusammen: ? Was für eine verrückte Woche! Sechs Tage sind eine Ewigkeit, und wir mussten sehr vielseitig sein. Am Anfang war es etwas kompliziert, aber wir haben wirklich alles aus uns herausgeholt, hart gearbeitet und uns nicht unterkriegen lassen.?
Die Seglerin spricht auch über den Druck am letzten Qualifikationstag, der entscheidend dafür war, mit dem roten Trikot ins Medal Race zu kommen ? ein Szenario, das ihnen bei früheren Europameisterschaften bereits entgangen war.

Als die Organisatoren die Absage der Endspiele offiziell bekannt gaben, überwältigten die Emotionen schnell alle. Lou Berthomieu betont ihrerseits die Stärke des Teams: ?Ich bin so glücklich und so stolz auf unser Team. Wir haben hart gekämpft. Wir haben uns wieder ins Rennen zurückgekämpft, sind sehr gut gesegelt und sind wirklich zusammen geblieben. Ich bin super stolz.?
Das Wetter, das die gesamte Meisterschaft beeinträchtigt hat
Das deutsche Revier bot sehr unterschiedliche Bedingungen. Die ersten Tage wurden bei starkem Wind ausgetragen, was die körperliche Belastbarkeit der Crews auf die Probe stellte. In den letzten Tagen herrschte dann schwächerer und unregelmäßigerer Wind, wodurch taktische Entscheidungen an Bedeutung gewannen.
Am Sonntag, dem 12. Juli, machten die Windschwankungen und die Unbeständigkeit des Windes es unmöglich, die Finalrennen unter Bedingungen zu starten, die von der Wettfahrtleitung als fair erachtet wurden.
Unterschiedliche Ergebnisse für die anderen französischen Mannschaften
In der Nacra-17-Klasse belegten Tim Mourniac und Aloïse Retornaz den siebten Platz. Den Vize-Weltmeistern gelang es nie, die nötige Konstanz zu finden, um gegen die Schweden Emil Järudd und Hanna Jonsson, die sich den Europameistertitel sicherten, um einen Podiumsplatz mitzukämpfen.
Die junge Crew, bestehend aus Clément Martineau und Éloïse Clabon, beendete den Wettbewerb auf dem zwölften Platz und setzt damit ihre Einarbeitung in diese olympische Foil-Klasse fort.
In der 49er-Klasse der Männer belegten Lucas Rual und Émile Amoros den zwölften Platz.
Erwan Fischer und Clément Péquin belegen nach einer Woche, die durch eine Kollision mit einer niederländischen Mannschaft beeinträchtigt wurde, den fünfzehnten Platz. Bei dem Unfall zog sich Erwan Fischer eine Handgelenksverletzung zu, was den weiteren Verlauf ihrer Meisterschaft erschwert.
Bei den anderen Frauenmannschaften in der 49erFX-Klasse belegten Chloé Revil und Albane Dubois den 15. Platz, während Manon Peyre und Amélie Riou auf Rang 24 landeten.
Ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele
Abgesehen von der Medaille bestätigt diese Leistung die Fortschritte von Mathilde Lovadina und Lou Berthomieu auf der internationalen 49erFX-Tour.
In einer Disziplin, in der Geschwindigkeit, die Koordination der Mannschaft und taktische Entscheidungen oft über den Ausgang innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ist diese Medaille eine Bestätigung für die Arbeit, die seit mehreren Saisons geleistet wurde. Sie liefert zudem wichtige Anhaltspunkte im Vorfeld der nächsten großen internationalen Wettkämpfe des olympischen Zyklus, der bis zu den Spielen in Los Angeles 2028 führen wird.

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