Smart 1.3 Boatee, ein leichter und eleganter Elektromotor für kleine Einheiten

Der treffend benannte Smart 1.3
Der treffend benannte Smart 1.3 © Boatee

Der Markt für kleine elektrische Außenborder wächst weiter. Mit dem Smart 1.3 bietet das italienische Unternehmen Boatee eine kompakte und leichte Lösung.

Der Boatee Smart 1.3 folgt einem grundlegenden Trend, dem Übergang zu elektrischen Antrieben bei Beibooten und kleinen Einheiten.

Ein kompakter Motor, der für das Beiboot gedacht ist

Der erste Punkt betrifft die Positionierung. Mit einem Gewicht von ca. 6 kg für den Motor und zwischen 4,2 und 5,8 kg für die Batterie, je nach Version, bleibt das Ganze leicht handhabbar. Dieses Format zielt eindeutig auf Beiboote von Segelbooten und kleine Boote ab. Der Transport, das Anbringen auf dem Heckspiegel und die Lagerung werden dadurch vereinfacht.

Diese Gewichtsersparnis bedingt jedoch eine begrenzte Leistung, hier 1,3 kW, was den Einsatz auf kurze Fahrten und geschützte Bedingungen beschränkt.

Autonomie und Geschwindigkeit - ein Gleichgewicht, das es zu finden gilt

Der Lithium-Akku hat eine Kapazität zwischen 770 und 962 Wh. Bei voller Leistung sinkt die Laufzeit um die 30 bis 45 Minuten.

Bei geringer Geschwindigkeit, um die 3 Knoten, gibt der Hersteller bis zu 15 Meilen an, was etwa 5 Stunden Fahrzeit entspricht. Diese Differenz verdeutlicht eine klassische Einschränkung bei Elektrobooten. Mit zunehmender Geschwindigkeit sinkt die Reichweite rapide. Der Nutzer muss also seine Navigation an seine tatsächlichen Bedürfnisse anpassen.

Integrierte oder separate Batterie, zwei Ansätze

Den Smart 1.3 gibt es in verschiedenen Konfigurationen, mit eingebautem oder externem Akku.

Die separate Batterie erleichtert das Aufladen und ermöglicht einen schnellen Austausch an Bord. Sie macht auch den Antriebskopf leichter. Sie erfordert jedoch eine Verkabelung und einen speziellen Platz im Beiboot. Eine integrierte Batterie hingegen vereinfacht die Installation, erschwert aber die Handhabung und das Aufladen.

Elektronische Steuerung und On-Board-Interface

Der Motor beinhaltet ein digitales Steuersystem mit Touchscreen direkt an der Pinne. Die angezeigten Informationen betreffen die Geschwindigkeit, die Leistung und den Ladezustand. Durch das Vorhandensein eines GPS können die Navigationsdaten verfeinert werden.

Diese Art von Schnittstelle vereinfacht das Ablesen von Parametern, wirft aber auch die Frage nach der Robustheit in Meeresumgebungen auf, insbesondere gegenüber Gischt und Stößen.

Konstruktion und Materialauswahl

Der Motorkörper besteht aus eloxiertem Aluminium, das mit faserverstärkten Kunststoffteilen kombiniert wird. Für einige Bauteile werden recycelte Materialien verwendet.

Diese Wahl zielt darauf ab, das Gewicht zu begrenzen und gleichzeitig eine angemessene Korrosionsbeständigkeit zu gewährleisten. Der bürstenlose Direktantrieb reduziert den mechanischen Verschleiß und verringert den Wartungsaufwand. Diese Art der Konstruktion ist bei neueren Elektromotoren üblich und zielt auf Einfachheit und Zuverlässigkeit ab.

Ein Markt mit starker Konkurrenz

Mit einem angekündigten Preis von rund 2190 ? (inkl. MwSt.) positioniert sich der Smart 1.3 gegenüber einem bereits dichten Angebot. Etablierte Anbieter bieten gleichwertige Lösungen mit ähnlichen Leistungsmerkmalen an. Der Unterschied liegt dann in der Ergonomie, dem Gewicht, der Schnittstelle und dem Service.

Letztendlich erfüllt dieser Motortyp einen bestimmten Zweck: ein Beiboot ohne Lärm, ohne Treibstoff und mit vereinfachter Logistik zu bewegen. Aber er kann einen Verbrennungsmotor nicht ersetzen, sobald die Entfernungen oder Bedingungen komplizierter werden.

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