An Land organisieren sich die Teams für den 38. America's Cup. Auf der britischen Seite wird jedoch fernab der Wasserflächen ein anderer Kampf um den Besitz eines AC75 ausgetragen, der in der Vorbereitung zentral geworden ist.
Ein AC75 im Zentrum des britischen Dispositivs
Das betroffene Segelboot ist kein Boot wie jedes andere. Die ehemalige Ineos Britannia, die nun unter dem Namen GB1 betrieben wird, hat den letzten Zyklus geprägt, indem sie beim 37. America's Cup das Finale der Herausforderer erreichte.

In einem Kontext, in dem die AC75 für die Ausgabe 2027 wiederverwendet werden, stellt diese Art von Einheit eine wesentliche technische Grundlage dar. Die Teams fangen nicht bei Null an, sondern passen die bestehenden Plattformen an, optimieren sie und bauen auf ihnen auf. Ohne diese Unterstützung wird die Vorbereitung zumindest komplex.
Ein Bruch zwischen Industriepartner und Sportteam
Zwei Kampagnen lang arbeiteten Ineos und Ben Ainslie zusammen. Der erste brachte die finanziellen und industriellen Mittel ein, der zweite steuerte das sportliche Projekt über Athena Racing. Doch am Ende der 37. Ausgabe traten Meinungsverschiedenheiten auf. Anfang 2025 wurde die Trennung beschlossen.

Ineos erwog, ohne Ainslie weiterzumachen, verzichtete dann aber darauf. Athena Racing seinerseits setzt die Kampagne unter einer neuen Identität, GB1, fort. Diese Trennung lässt eine zentrale Frage offen, nämlich die nach dem Eigentum an den gemeinsam entwickelten Vermögenswerten.
Ineos hat eine Klage eingereicht, um sein Eigentum an dem Segelschiff anerkennen zu lassen. Der Konzern argumentiert mit einer Investition von mehr als 400 Millionen Euro über zwei Kampagnen, einschließlich der Planung und des Baus der AC75.
Für Ineos bleibt das Schiff ein finanziertes Industrievermögen und muss zurückgegeben werden.
Auf der anderen Seite ist Athena Racing der Ansicht, dass diese Vermögenswerte ihr gehören und dass sie Teil ihres Sportprogramms sind. Neben dem Boot selbst geht es in dem Streit auch um weniger sichtbare Elemente, Leistungsdaten, technologische Entwicklungen und geistiges Eigentum.
Ein Sportkalender unter Zwang
Dieser Rechtsstreit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Zeitplan für den 38. America's Cup bereits feststeht. Die Teams müssen sich auf die ersten Begegnungen vorbereiten, wobei die Vorregatta vom 21. bis 24. Mai 2026 in Cagliari auf AC40-Booten stattfinden soll. Parallel dazu befinden sich die AC75 in der Umbauphase, um dem neuen Protokoll zu entsprechen. Die Zeit, die für die Optimierung der Boote zur Verfügung steht, bleibt begrenzt.

/ 








