DeepFoil, ein neuer Ansatz für den Unterwasserantrieb von Schwimmern

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Ein Flügel, der in der Hand gehalten wird, um sich unter Wasser fortzubewegen - die Idee fasziniert. Der DeepFoil, der in der Bretagne entwickelt wurde, greift auf bekannte Prinzipien der Hydrodynamik zurück.


Dieses in Crozon entstandene Gerät bietet eine andere Lesart der menschlichen Fortbewegung unter Wasser, zwischen freiem Schwimmen und assistiertem Gleiten.

Ein menschlicher Antrieb, neu interpretiert durch die Hydrodynamik

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Der DeepFoil richtet sich an Schwimmer mit Flossen, Apnoe- und Sporttaucher, die ihre Fortbewegung unter Wasser optimieren möchten. Der Kite wird mit beiden Händen gehalten und wirkt wie eine tragende Ebene. Durch das Flossenschwimmen erzeugt der Benutzer einen hydrodynamischen Auftrieb, der einen Teil der vertikalen Kraft in eine horizontale Translation umwandelt.

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Das Prinzip ist aus dem Wassersport an der Oberfläche mit den Foils bekannt. Hier wird es auf die Unterwasserwelt übertragen, ohne Motor oder mechanische Unterstützung. Der Vorteil liegt in der Reduzierung von Störbewegungen und einer strafferen Flugbahn.

Ein einfaches Objekt, aber strukturierende Designentscheidungen

Der Flügel hat eine Spannweite von 90 cm bei einer Breite von 25 cm und einer Dicke von 2 cm. Dieses Verhältnis entspricht einem Kompromiss zwischen Auftrieb und Manövrierfähigkeit. Eine größere Fläche würde den Auftrieb erhöhen, aber das Handling und den Transport erschweren.

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Das Hauptmaterial ist ein HIPS-Kunststoff, der aufgrund seiner Steifigkeit und seiner Recyclingfähigkeit ausgewählt wurde. Diese Wahl erleichtert die Massenproduktion und hält die Kosten niedrig. Es gibt auch eine Version aus Holz, die in der Bretagne hergestellt wird und einen eher handwerklichen Ansatz verfolgt.

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Das hydrodynamische Profil ist von der Biomimetik inspiriert, insbesondere von den Flossen von Walen. Diese Art von Geometrie fördert eine flüssige Strömung und verringert Turbulenzen. Da sich das Profil jedoch nicht einstellen lässt, ist die Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen oder Schwimmstile eingeschränkt.

Zwischen Freizeitaccessoire und technischem Werkzeug

Das DeepFoil richtet sich an ein breites Publikum, vom Küstenschwimmer bis zum Gelegenheitstaucher. Es kann zum Schnorcheln, Freitauchen oder für flache Erkundungen verwendet werden. Das Hauptinteresse liegt nach wie vor auf dem gleitenden Gefühl und der wahrgenommenen Verringerung der Anstrengung bei kurzen bis mittleren Distanzen.

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Für einen Taucher, der mit einer Flasche ausgerüstet ist, ist der Nutzen geringer. Der Platzbedarf und die gleichzeitige Verwaltung der Ausrüstung machen den Gebrauch weniger offensichtlich. Beim dynamischen Apnoetauchen hingegen kann der Flügel die bei gleichbleibender Anstrengung zurückgelegte Strecke verbessern.

Das Gerät ersetzt jedoch nicht die klassischen Techniken. Es kommt als ergänzendes Werkzeug hinzu, wobei die Vorteile je nach Stufe und Umgebung unterschiedlich ausfallen.

Industrialisierung - ein Muss, um die Nachfrage zu befriedigen

Die Entwicklung des DeepFoil veranschaulicht ein klassisches Muster im Leichtbootbereich. Die ersten Prototypen wurden im 3D-Druckverfahren hergestellt, wobei der Durchsatz auf eine Einheit pro Tag begrenzt war. Schon bald überstieg die Nachfrage diese Kapazität.

Der Übergang zu einer industriellen Produktion in der Vendée stellt einen wichtigen Schritt dar. Er ermöglicht es, eine Homogenität der Profile und eine bessere mechanische Festigkeit zu gewährleisten. Für ein Objekt, das wiederholt hydrodynamischen Belastungen ausgesetzt ist, ist diese Gleichmäßigkeit von entscheidender Bedeutung.

Diese Veränderung wirft auch die Frage nach der Qualitätskontrolle und der Haltbarkeit auf. HIPS bietet eine gute Steifigkeit, aber die Haltbarkeit, insbesondere gegenüber UV-Strahlung und Salz, bleibt für regelmäßige Nutzer ein Punkt, auf den man achten sollte.

Diese Produkte werden ab 95 ? (inkl. MwSt.) verkauft und sind Teil eines größeren Trends im Wassersport: leichte, transportable und nicht motorisierte Ausrüstungen. Dieser Ansatz spricht Sportler an, die Unabhängigkeit und Einfachheit suchen, ohne auf das Gefühl des Gleitens verzichten zu müssen. Und letztendlich verändert das DeepFoil nicht das Tauchen, sondern bietet eine andere Art, sich unter Wasser zu bewegen, auf halbem Weg zwischen Technik und Spiel.

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