Der Sailing Grand Slam in Los Angeles war eine wichtige Etappe in der Olympia-Vorbereitung der Teams, die in den Klassen Formula Kite und iQFOiL antraten. Diese erste Wettkampfreihe, die vom 13. bis 16. Juli 2026 in Long Beach ausgetragen wurde, ermöglichte es den Athleten, sich am zukünftigen Austragungsort der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu orientieren. Die französische Delegation kehrt dank Lauriane Nolot mit einer Goldmedaille nach Hause zurück.
Lauriane Nolot macht im entscheidenden Moment den Unterschied
Die aus Hyères stammende Sportlerin, die in den Qualifikationsrunden regelmäßig unter den ersten drei blieb, meisterte das für die Formula Kite typische Finalformat perfekt. Nachdem sie sich für die entscheidenden Rennen qualifiziert hatte, musste sie gegen ihre Hauptkonkurrentinnen einen Sieg nach dem anderen einfahren.
Mission erfüllt. Lauriane Nolot gewann nacheinander ihr Halbfinale und die für den Gewinn der Goldmedaille erforderlichen Finalläufe. Sie liegt vor der Niederländerin Jessie Kampman und der Schweizerin Elena Lengwiler.
Diese Fähigkeit, im Laufe des Wettbewerbs immer stärker zu werden, ist eines ihrer Markenzeichen. Ohne systematisch die Qualifikation dominieren zu wollen, spart sie sich genügend Energie auf, um zur Stelle zu sein, wenn es um den Titel geht.
" Ich bin total glücklich, es ist sehr gut gelaufen. Heute habe ich mein Halbfinale gewonnen und anschließend im Finale zwei Siege eingefahren. Wir haben in sehr wenigen Tagen unglaublich viele Rennen bestritten. Die Woche war lang und anstrengend. Heute wusste ich nicht so recht, was mich erwarten würde, also habe ich das Rennen entscheiden lassen. Alles hat gut geklappt?, erklärte Lauriane Nolot.
Ein Gewässer, das bereits einen Vorgeschmack auf die Spiele 2028 gibt
Abgesehen vom Ergebnis war diese Regatta von strategischem Interesse. Die Teilnehmer segelten auf dem Revier von Long Beach, das als Austragungsort für die olympischen Segelwettbewerbe in zwei Jahren ausgewählt wurde.
Die ersten Tage wurden unter klassischen Bedingungen in der kalifornischen Bucht ausgetragen, mit einer gut etablierten Thermik. Am Ausscheidungs-Tag herrschte dann schwächerer Wind zwischen 8 und 12 Knoten bei leichtem Seegang. Unter solchen Bedingungen verringern sich die Abstände, und taktische Entscheidungen werden entscheidend.
Der Sieg von Lauriane Nolot liefert in diesem Zusammenhang wertvolle Erkenntnisse darüber, wie man dieses bevorstehende olympische Turnier angehen sollte.
Eine starke französische Delegation in den Disziplinen Formula Kite und iQFOiL
Auch die anderen teilnehmenden Franzosen nehmen ermutigende Erkenntnisse mit nach Hause.
In der Formula Kite der Männer belegte Benoît Gomez nach einer beeindruckenden Aufholjagd an den letzten beiden Wettkampftagen, die ihm den Einzug ins Halbfinale sicherte, den fünften Platz. Bei den Frauen belegte Lysa Caval den zwanzigsten Platz.
In der iQFOiL-Klasse belegte Nicolas Goyard den neunten Platz, nachdem er in der Qualifikation zwei Läufe gewonnen hatte. Tom Arnoux rundete das französische Ergebnis mit einem zehnten Platz ab.
Diese Ergebnisse fließen in die Arbeit der Trainer der französischen Nationalmannschaft ein, die sich mit den meteorologischen und taktischen Besonderheiten des kalifornischen Gewässers befassen.
Die Olympia-Vorbereitung in San Pedro geht weiter
Die Besichtigung des olympischen Austragungsortes endet nicht in Long Beach. Ab dem 19. Juli 2026 werden die anderen olympischen Wettbewerbe in San Pedro fortgesetzt. Louise Cervera wird in der ILCA-6-Klasse antreten. Das Duo Matisse Pacaud und Lucie de Gennes wird die Wettkämpfe in der 470er-Klasse bestreiten. Anfang August werden die Mannschaften der Klassen 49er, 49erFX und Nacra 17 das Programm vervollständigen.
Das Ziel ist bei allen Serien dasselbe: Daten zu den örtlichen Bedingungen zu sammeln, taktische Optionen zu testen und vor den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles möglichst viele Segelstunden auf den künftigen olympischen Regattagewässern zu absolvieren.

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