In Sachen Unterwasserschiff muss die Werft aus Soverato nichts mehr beweisen. Seit jeher sind die Ranieri-Boote seetüchtig und das wird immer besser. Mit der 33.0 führt der Hersteller ein völlig neues Unterwasserschiff ein, das tiefer ist und vor allem über einen Doppelsteg verfügt. Zwei Eigenschaften, die auf dem Papier dafür sorgen, dass die Ranieri ein Boot mit gutem Verhalten bei schwerer See ist, während sie gleichzeitig die Sportlichkeit des Ganzen verbessert und den Verbrauch senkt.

Ein Rumpf mit zwei Steps
Um zu beurteilen, ob ein solches Rumpfdesign sinnvoll ist, haben wir den Cayman 33.0 in der Bucht von Cannes auf die Probe gestellt. Zu diesem Zweck hatten wir zwei 300 PS starke Mercury-Motoren an der Rückwand hängen. Das ist schon eine beachtliche Leistung, auch wenn wir nicht einmal die maximale Leistung hatten, da das RIB bis zu 800 PS zugelassen ist, was ziemlich beeindruckend ist! So angetrieben, zeigt das Boot eine gewisse Dynamik.

Am Ende der Fahrrinne betätige ich den Gasgriff und die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. In nur 4,15 Sekunden ist das Boot im Gleiten, und ein paar Sekunden später haben wir das Reisetempo erreicht, etwa 35 Knoten (40 mph) bei 4500 Umdrehungen pro Minute. Die Geschwindigkeit ist hoch, aber bequem, da der Rumpf den Wellengang gut verkraftet.
Dank der beiden Steps ist das Einholen des Bootes in kürzester Zeit erledigt, und wenn das Boot erst einmal in der Spur ist, fliegt es mit minimaler nasser Oberfläche über das Meer, um das Meeresrelief auszugleichen, die Leistung zu verbessern und den Verbrauch zu senken. Wenn man etwas mehr Gas gibt, erreicht man schnell 40, 45 und sogar fast 50 Knoten (57 mph) bei voller Fahrt, was für ein Familienboot ziemlich sportlich ist.
Das Boot bewegt sich nicht, sondern zieht seine Bahn wie auf Schienen, ohne jemals Anzeichen von Instabilität zu zeigen. In einigen schnellen Kurven bestätigt sich der erste Eindruck, da das Boot auf seinen Schwimmern ruht und die Kurve ruhig und mit einem relativ kleinen Wendekreis durchfährt. Einmal in Fahrt, ist die Stabilität, die durch die hinteren Schwimmer gewährleistet wird, beispielhaft und das Boot wird absolut nicht nass.
Sportliche Leistung und vernünftiger Verbrauch
Ein Blick auf den Verbrauch zeigt, dass auch hier die beiden Steps hervorragend funktionieren. Bei 3500 U/min, direkt nach dem Starten, beträgt der Verbrauch nicht mehr als 30 l/h. Bei 4500 U/min, dem Reisetempo, zeigt die Anzeige 56 l/h (für beide Motoren), was immer noch angemessen ist. Die Zahlen steigen etwas an, wenn man den Gashebel weiter nach oben schiebt, aber das ist völlig normal.
Ein weiterer guter Punkt ist, dass man nicht viel trippeln muss, um den richtigen Trimm zu finden, was genug Spielraum lässt, um mit wechselnden Seebedingungen umzugehen. Der Test ist also mehr als zufriedenstellend, zumal sich niemand in meiner Umgebung darüber beschwert hat, dass er durchgeschüttelt wurde, was den Komfort an Bord bestätigt.

Angesichts der 3500 kg des leeren Bootes ist eine solche Kavallerie jedoch nicht unbedingt notwendig, und man sollte sich mit 2 x 200 oder 2 x 250 PS begnügen können, ohne dass das Boot dadurch schlapp macht, was es noch attraktiver macht.