Die Dufour 54 stellt eine neue Etappe in der Produktpalette der französischen Werft dar. Mit einer Gesamtlänge von fast 17 Metern richtet sie sich klar an die Programme für große Kreuzfahrten, Familien- oder Crewreisen, ohne mit den Designentscheidungen zu brechen, die man bereits bei den kompakteren Modellen gesehen hat.
Eine angenommene Filiation mit der Dufour 48

Die Dufour 54 übernimmt die Grundzüge der Dufour 48, die bereits für ihr offenes Cockpit und den fließenden Schiffsverkehr bekannt ist. Das Prinzip bleibt das gleiche, wird aber in einen größeren Maßstab übertragen. Die Räume gewinnen an Breite, die Volumen an Kohärenz, und das Gefühl der Fülle ist angenehm, sobald man an Bord geht.

Die breiten und übersichtlichen Durchgänge ermöglichen einen einfachen Wechsel zwischen Cockpit und Vorschiff ohne markante Hindernisse. Eine zusätzliche Stufe zwischen Cockpit und Deck erleichtert den Durchgang, wodurch die beim Segeln oder Ankern unbeliebten Kletterbewegungen eingeschränkt werden.
Ein modulierbares, am Leben an Bord orientiertes Cockpit

Das Cockpit nimmt eine Konfiguration mit zwei Tischen an, eine Anordnung, die einen durchgehenden Mittelgang freigibt. Die Tischplatten können abgesenkt und mit Kissen ergänzt werden, um geräumige Sonnenliegen zu bilden, die sowohl beim Ankern als auch bei Zwischenstopps genutzt werden können.

Die Steuerstände bleiben übersichtlich, mit guter Bewegungsfreiheit für den Steuermann. In der Standardkonfiguration werden die Manöver auf das Vorschiff verlagert. Die Schotwinschen an den hinteren Hilfen bleiben als Option für diejenigen verfügbar, die eine direktere Steuerung vom Heck aus bevorzugen.

Als Option kann die Dufour 54 mit einem robusten Bügel über dem Cockpit ausgestattet werden, der mit einem starren Hardtop kombiniert wird. Die klassischeren Lösungen, Bimini und Sprayhood, werden weiterhin angeboten, um das Boot an die Segelreviere und die Gewohnheiten jedes Einzelnen anzupassen.
Ein auf Sicherheit und Verkehr ausgelegter Brückenplan

Die Badeplattform beeindruckt durch ihre Größe, sie ist fast drei Meter breit und schließt das Heck komplett ab. Sie erleichtert den Zugang zum Wasser, zu den Beibooten und zu den Hafenmanövern. Die Außenküche befindet sich direkt darüber und sorgt für angenehme Momente am Ankerplatz.

Auf dem Vorschiff ist die Selbstwendefock auf einer Schiene serienmäßig, während eine überlappende Genua als Option angeboten wird, wobei die Schotpunkte an der Kabinenstruktur angebracht sind. Diese Wahl lässt dem Eigner die Freiheit, das Boot für einfache oder anspruchsvolle Fahrten zu nutzen.

Das Standardrigg basiert auf einem Aluminiummast mit dreistufigen Salingen. Es sind auch Konfigurationen mit Rollgroßsegel oder Rollbaum erhältlich, was die Cruising-Orientierung des Modells unterstreicht.
Hochkonfigurierbare Innenausstattung

Unter Deck setzt die Dufour 54 auf natürliches Licht, helle Oberflächen und eine gute Belüftung. Die zahlreichen Decksluken sorgen für eine angenehme Luft- und Lichtzufuhr sowohl beim Ankern als auch beim Segeln.

Es werden verschiedene Konfigurationen angeboten. Drei oder vier Doppelkabinen, jede mit eigener Nasszelle, oder eine Charterversion mit fünf Kabinen. Die Küche kann entlang des Salons eingebaut werden oder die gesamte Breite vor dem Hauptschott einnehmen, das etwas tiefer liegt.

Die vordere Kabine ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Die Master Suite bietet ein schräg angeordnetes Inselbett und ein Badezimmer mit separater Dusche im Bug. Die Master Cabin behält ein zentrales Bett mit separater Dusche und Toilette bei. Zwei unterschiedliche Ansätze, je nachdem, ob man mehr Wert auf Geräumigkeit oder Symmetrie legt.

Motorisierung und Energiewahl

Standardmäßig erhält der Dufour 54 einen Yanmar-Dieselmotor mit 80 PS und Saildrive. Für stärker ausgelastete Programme oder Gebiete mit starker Strömung ist eine stärkere Version mit 110 PS erhältlich.
Dufour bietet auch eine Hybridversion an, die einen Elektromotor, einen verstärkten Batteriepark und einen Generator kombiniert. Solarzellen auf dem Dach und die Möglichkeit der Wasserkraftnutzung vervollständigen diesen Energieansatz, der unter der Bezeichnung ODSea zusammengefasst wird. Die an Bord befindlichen Kapazitäten stehen im Einklang mit dem Programm. Etwa 450 Liter Treibstoff und mindestens 450 Liter Frischwasser, Zahlen, die für eine längere Kreuzfahrt geeignet sind.
Ein großer Kreuzer im Trend der Zeit
Mit der Dufour 54 setzt die Werft eine bereits begonnene Logik fort. Sie bietet geräumige, modulierbare Boote an, die ebenso für das Leben an Bord wie für das Segeln konzipiert sind. Das neue Flaggschiff will nicht mit radikalen Brüchen überraschen, sondern bewährte Lösungen auf eine größere Größe ausdehnen. Die Dufour 54 ist ab 565.450 ? (inkl. MwSt.) erhältlich, das ausgestellte Modell kostete 1.132.630 ? (inkl. MwSt.).
Für Segler, die auf der Suche nach einem großen, komfortablen, individuell gestaltbaren und stimmigen Fahrtensegler sind, ist die Dufour 54 eindeutig eine Option, die sie sich näher ansehen sollten, sowohl am Kai als auch auf See.

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