TAEMUP 2027, die neue Schiffssteuer und ihre konkreten Auswirkungen verstehen

Eine Version des Taemup ab Januar 2027
Eine Version des Taemup ab Januar 2027 © Maxime Leriche

Die jährliche Steuer auf persönlich genutzte maritime Geräte ändert sich ab dem 1. Januar 2027. Hinter dieser Änderung steht eine neue Berechnungslogik, die das Gleichgewicht zwischen Schiffsrumpf und Motorisierung verändert. Und für Freizeitkapitäne werden vielleicht einige Entscheidungen anstehen.

Die für den 1. Januar 2027 geplante Reform der TAEMUP verändert mehrere, den Freizeitschiffern wohlbekannte Anhaltspunkte. Rumpflänge, Motorleistung, Dieselbesteuerung - mehrere Parameter ändern sich und wirken sich direkt auf die Betriebskosten eines Bootes aus.

Eine strukturierende Steuer in der Wirtschaft der Freizeitschifffahrt

Die TAEMUP ist nach wie vor eine zentrale Abgabe im nautischen Ökosystem. Sie wird von den Eigentümern am 1. Januar unter französischer Flagge geschuldet und von den affaires maritimes eingezogen.

Sie finanziert mehrere Posten, die in direktem Zusammenhang mit der Schifffahrt stehen. Das Conservatoire du littoral, die SNSM, das Abwracken von Schiffen am Ende ihres Lebenszyklus, aber auch den Staatshaushalt.

Für einen Freizeitsegler kommt diese Steuer zu einer bereits bekannten Liste hinzu. Hafenplatz, Wartung, Versicherung, Treibstoff. Bei einer Familieneinheit stellt dies einen zusätzlichen Posten dar, der bereits beim Kauf berücksichtigt werden muss.

Die 7-Meter-Schwelle, immer noch entscheidend für den Rumpf

Die Länge des Rumpfes bleibt ein erster Filter. Unter 7 m Länge wird der Rumpf nicht besteuert.

Dies betrifft einen großen Teil des Marktes. Ein Cap Camarat 6.5, ein Merry Fisher 605 oder auch einige halbsteife Familienboote bleiben in diesem Punkt steuerbefreit. Diese Einheiten, die oft nur tageweise oder zum Ausflugsfischen eingesetzt werden, behalten einen Steuervorteil.

Diese Grenze zeigt jedoch schnell ihre Auswirkungen. Ein Cap Camarat 7.5, obwohl er im Programm nah dran ist, wechselt die Kategorie und fällt in den Bereich der Steuer.

Die Motorleistung wird zum zentralen Kriterium

Ab 2027 wird die Lesart direkter. Die Steuer beruht nur auf Pferdestärken.Die Schwelle für die Steuerbefreiung liegt bei 163 Pferdestärken. Unterhalb dieser Grenze wird keine Motorsteuer erhoben.

Nehmen wir zwei konkrete Konfigurationen. Eine Cap Camarat 6.5 mit einem 150-PS-Motor bleibt vollständig steuerfrei. Dagegen wird das gleiche Boot mit einem 200-PS-Motor nur für seine Motorisierung steuerpflichtig.

Diese Entwicklung beseitigt die Unterschiede, die mit dem Hubraum zusammenhängen. Ein 300-PS-Mercury, -Yamaha oder -Suzuki wird nun gleich behandelt.

Unterschiede, die die Wahl der Motorisierung verändern

Die Auswirkungen der Reform sind je nach Konstellation unterschiedlich.

Ein Cap Camarat 7.5 mit einem 225-PS-Motor, der heute von der Steuer befreit ist, wird mit einer Steuer von etwa 503 ? belastet. Dies schafft eine neue Belastung für ein Modell, das an der Küste sehr verbreitet ist.

Umgekehrt werden bestimmte hohe Leistungen weniger stark besteuert. Ein 300-PS-Motor, der früher mit 924 ? besteuert wurde, kostet jetzt nur noch 740 ?. Ein 250-PS-Motor kostet etwa 577 ?.

Konkret bedeutet dies, dass die Spanne zwischen 200, 250 und 300 PS immer enger wird. Für einen Freizeitsportler wird die Wahl einer stärkeren Motorisierung aus steuerlicher Sicht weniger abschreckend.

Inboard-Diesel-Einheiten von der Leistung eingeholt

Diesel-Innenbordboote ändern eindeutig ihre Steuerregelung.

Bisher konnte ihr geringerer Hubraum die Steuer begrenzen. Bei einem PS-basierten Ansatz fällt dieser Vorteil weg.

Ein Jeanneau DB 43 mit zwei 380-PS-Motoren veranschaulicht diese Entwicklung. Die kumulierte Leistung wird entscheidend und führt zu einer höheren Besteuerung.

Dies betrifft direkt bewohnbare Schnellboote und Kreuzfahrtschiffe, wo die installierte Leistung hoch ist.

Freibeträge und besondere Situationen zu berücksichtigen

In bestimmten Fällen kann die Rechnung gesenkt werden. Die korsische Flagge bietet eine Steuerermäßigung von bis zu 10 %, sofern eine Verbindung zur Insel, ein Heimathafen oder eine Nutzung nachgewiesen werden kann.

Auch das Alter des Bootes spielt eine Rolle. Ab einem Alter von etwa zehn Jahren wird ein Abschlag vorgenommen, was gebrauchte Einheiten begünstigt.

Um die Berechnung zu verfeinern, wird von der Verwaltung ein offizieller Simulator zur Verfügung gestellt. Er ermöglicht es, den genauen Betrag je nach Konfiguration zu antizipieren.

Ein neues Raster für Sportbootfahrer

Mit dieser Reform wird die TAEMUP verständlicher. Die Motorleistung rückt in den Vordergrund, die Unterschiede zwischen den Technologien verschwinden und die Schwellenwerte verändern sich.

Aber auf dem Bootssteg bleibt die Logik die gleiche. Bei der Wahl eines Bootes geht es nicht nur um die Steuer. Segelprogramm, Verbrauch, Wartung und Wiederverkauf bleiben entscheidende Kriterien.

Und bei der Unterschrift sollte man sich am besten die Gesamtheit der Kosten ansehen. Die TAEMUP ist nur ein Teil des Puzzles, aber 2027 wird sie in der Gleichung etwas mehr ins Gewicht fallen.

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