Der auf der Grand Léjon entdeckte Schaden erinnert an eine Realität, die den Besitzern von Holzbooten wohlbekannt ist: die strukturelle Anfälligkeit gegenüber biologischen Stoffen.
Pilzbefall bei der Verkleidung aufgedeckt
Die Diagnose erfolgt in einem klassischen Kontext, nämlich der jährlichen Wartung. Bei der Demontage von Teilen des Schiffsrumpfes entdeckten die Teams jedoch eine fortgeschrittene Holzzerstörung. Die Struktur weist eine Würfelfäule auf, die durch einen Zerfall in kleine Blöcke gekennzeichnet ist.

Diese Art der Verwitterung wird mit einem holzzerstörenden Pilz in Verbindung gebracht, der derzeit identifiziert wird. Die Frage des Hausschwamms wird aufgeworfen, ohne dass dies bislang bestätigt wurde. Der Befall beschränkt sich nicht auf tote Werke, sondern breitet sich auch unter dem Ballast aus, was den Zugang und die Behandlung erschwert.
Für die Betreiber von alten Takelagen bleibt diese Art von Pathologie ein wichtiger Wachsamkeitspunkt, insbesondere bei seegehenden Einheiten, die Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
Eine tiefgreifend geschwächte Holzstruktur
Die ersten Aufzeichnungen zeigten, dass einige Planken auf der Steuerbordseite ersetzt werden mussten, zusammen mit zwei Spanten und einigen Glattkanten. Bei der Demontage wurde der Umfang der Arbeiten jedoch schnell erweitert.

Die Notwendigkeit, einen Teil des Betonballasts zu entfernen, deutet darauf hin, dass die strukturelle Beeinträchtigung tiefer geht als erwartet. In diesem Fall beschränkt sich die Nachbesserung nicht mehr auf einen lokalen Austausch, sondern geht in Richtung eines schwereren Eingriffs in den Dachstuhl.

Diese Art von Baustelle erfordert eine vollständige Wiederherstellung der kontaminierten Bereiche, einschließlich der Entfernung des befallenen Holzes, der Behandlung mit Fungiziden und des identischen Wiederaufbaus nach den Techniken der traditionellen Schiffszimmerei.
Eine Schiffswerft, die auf schwere Arbeiten umschwenkt
Ursprünglich war der Einsatz für zwei bis drei Wochen geplant, doch nun geht er in Richtung einer längeren Stilllegung. Das Boot soll in eine Halle gebracht werden, um dort trocken und unter kontrollierten Bedingungen arbeiten zu können.

Diese technische Entscheidung ist bei Holzeinheiten üblich, da sie die Luftfeuchtigkeit stabilisiert und eine Ausbreitung des Pilzes während der Bauarbeiten verhindert. Sie erleichtert auch die tiefe Demontage.
Es erhöht jedoch mechanisch die Kosten für die Handhabung, die Anmietung von überdachtem Raum und die Arbeitszeit.
Ein fragiles wirtschaftliches Gleichgewicht für Vereine
Das ursprüngliche Budget, das auf 10.000 bis 15.000 Euro geschätzt wurde, ist bereits überschritten. Erste Schätzungen gehen von mindestens 12.000 Euro allein für den Dachstuhl aus, ohne Berücksichtigung von Unwägbarkeiten.
Für eine verwaltende Organisation bedeutet diese Art von unvorhergesehenen Ereignissen eine Belastung der Liquidität. Um die zusätzlichen Kosten aufzufangen, ist der Rückgriff auf einen Spendentopf und Zuschüsse unerlässlich.
Eine Sammelaktion wurde online gestellt, um die Arbeit zu unterstützen : https://www.helloasso.com/association.../formulaires/3
Dieses Geschäftsmodell ist nach wie vor üblich bei der Erhaltung des schwimmenden Kulturerbes, wo die Instandhaltung weitgehend von einer gemischten Finanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln abhängt.
Eine Herausforderung für den Kalender der maritimen Saison
Abgesehen von der Technik bereitet auch der Zeitplan Sorgen. Das erklärte Ziel bleibt, das Schiff am Himmelfahrtswochenende 2026 wieder zu Wasser zu lassen, wobei das Seefest in Binic im Fokus steht.

Diese Art von Ereignis bestimmt einen Teil der Aktivität und der Sichtbarkeit des Schiffes. Eine Verzögerung der Werft könnte sich auf die gesamte Saison auswirken.
Und sowohl für Liebhaber als auch für Fachleute des maritimen Erbes erinnert der Fall des Grand Léjon an eine offensichtliche Tatsache: Ein Holzboot bleibt nie starr, es wird ständig überwacht, zerlegt und wieder aufgebaut.

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