Île aux Moines: Die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am ?Chantier du Guip? läutet in Penhap ein neues Kapitel ein

Die historische Werft ?Chantier du Guip? auf der Île aux Moines wechselt nach fünfzigjähriger Tätigkeit den Besitzer. Seit dem 1. August 2026 bauen Pauline Nouvellon und Nicolas Chanteloup dort das Unternehmen ?Penhap Bois Océan? auf. Hinter dieser Übergabe steht auch die Zukunft des Know-hows im Schiffsbau und im Bau von Holzsegelbooten im Golf von Morbihan.

Was bleibt von einer Werft übrig, wenn ihr Eigentümer den Standort verlässt? In Penhap bleibt eine Menge übrig: die Schiffszimmerleute, die Werkstätten, die Holzboote und eine Tätigkeit, die direkt mit dem Freizeitsegeln im Golf von Morbihan verbunden ist. Dennoch ist der Wandel tiefgreifend, da sich die Werft ?Chantier du Guip? nun auf Brest konzentriert, während ein neues Unternehmen das Ruder an ihrem historischen Standort übernimmt.

Die Wiege der Werft ?Chantier du Guip? bleibt dem Schiffbau treu

Die Werft ?Le Chantier du Guip? wurde 1976 in der Bucht von Penhap auf der Île aux Moines gegründet. Fünfzig Jahre später wird der Standort im Morbihan von ?Penhap Bois Océan? übernommen, einem Unternehmen, das von Pauline Nouvellon und Nicolas Chanteloup gegründet wurde.

Der Bau, die Wartung, die Reparatur und die Restaurierung der Holzboote stehen weiterhin auf dem Programm. Auch die drei Mitarbeiter der ehemaligen Werft bleiben weiterhin beschäftigt.

Das Gelände erstreckt sich über mehr als 3.000 m². Es verfügt über eine für den Schiffsbau geeignete Arbeitsausstattung und vor allem über ein Team, das mit den Arbeitsmethoden vertraut ist, die bei Schiffen zum Einsatz kommen, deren Wartung oft mehr erfordert als nur einen Ersatzteilkatalog.

Pauline Nouvellon übernimmt die Leitung einer Baustelle, die sie im Rahmen eines Praktikums kennenlernen sollte

Der Werdegang der neuen Geschäftsführerin weicht von den üblichen Laufbahnen im Schiffbau ab.

Die 36-jährige Pauline Nouvellon stammt von der Île aux Moines und war 15 Jahre lang im internationalen Handel für Unternehmen der Pharmabranche tätig. Anschließend beschloss sie, ins Morbihan zurückzukehren, um sich beruflich neu zu orientieren.

Sein Einstieg in den Schiffsbau erfolgte über ein mehrmonatiges Praktikum in La Rochelle bei ?Despierres Bois Océan?, einem Unternehmen unter der Leitung von Nicolas Chanteloup. Dieser bat ihn damals, ihm Bescheid zu geben, falls im Golf von Morbihan ein Bauprojekt zu übernehmen sei.

Einige Monate später bot sich durch den Verkauf des Standorts in Penhap diese Gelegenheit. So übernahm Pauline Nouvellon die Leitung des Betriebs, in dem sie ursprünglich ein Praktikum bei den Zimmerleuten absolvieren sollte. Eine eher ungewöhnliche Situation in einem Beruf, in dem die technische Ausbildung in der Regel viel Zeit in Anspruch nimmt.

Despierres Bois Océan bringt seine Erfahrung im Bereich des Schiffsbau-Zimmerhandwerks ein

Nicolas Chanteloup leitet ?Despierres Bois Océan? in La Rochelle, ein weiteres Unternehmen, das sich auf den traditionellen Schiffbau spezialisiert hat.

Durch die Zusammenarbeit der beiden Nachfolger werden somit zwei verschiedene Aufgabenbereiche vereint. Pauline Nouvellon übernimmt die Leitung des Standorts Penhap, während Nicolas Chanteloup seine Erfahrung im Bereich Holzbau und dessen Organisation einbringt.

Penhap Bois Océan soll zudem ein CNC-Bearbeitungszentrum zur Verfügung gestellt werden. Die Übernahme sieht außerdem eine Begleitung durch Yann und Tegwen Mauffret vor. Diese Übergangsphase soll dazu beitragen, einen Teil des Wissens zu bewahren, das bei der Wartung oder Restaurierung der Boote in Penhap gesammelt wurde.

Der Weggang von der Île aux Moines bedeutet nicht das Ende der Werft ?Chantier du Guip?. Yann und Tegwen Mauffret haben beschlossen, das Unternehmen auf den 1981 gegründeten Standort in Brest zu konzentrieren. Die beiden Unternehmen gehen somit künftig getrennte Wege.

Der Standort in Brest befindet sich am Quai du Commandant Malbert. Seine Tätigkeit konzentriert sich auf Schiffe mit höherer Tonnage, klassische Yachten und Schiffe, die zum maritimen Kulturerbe gehören.

Die Werkstatt erstreckt sich über mehr als 2.000 m² und bietet Platz für Arbeiten an Booten mit einer Tonnage von bis zu etwa 100 Tonnen. Der Schiffsbau und die Tischlerei spielen dort eine zentrale Rolle.

Der Bau von ?La Recouvrance? Anfang der 1990er Jahre gehört zu den Projekten, die die Entwicklung dieses Standorts begleitet haben.

Durch die neue Organisationsstruktur entstehen somit zwei unabhängige Unternehmen. In Brest setzt die Werft ?Chantier du Guip? ihre Tätigkeit im Bereich großer Schiffe fort. Auf der Île aux Moines ist ?Penhap Bois Océan? am historischen Standort im Bereich des Baus, der Instandhaltung und der Restaurierung von Holzbooten tätig.

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