Wenn es darum geht, eine Rollreffanlage zu motorisieren, um das Manövrieren der Vorsegel zu erleichtern, bieten die Hersteller von Großsegelyachten hydraulische Systeme an. Diese Systeme sind leistungsstark und robust, haben aber den Nachteil, dass sie eine komplexe Installation (Hydraulikanlage, Rohrleitungen) und vor allem hohe Kosten erfordern.

Ein zuverlässiger elektrischer Aufroller
Petitjean Composites, ein französisches Unternehmen, das für seine Rollbäume (z. B. für Sunreef) und andere Teile aus Verbundwerkstoffen (Davits für Outremereuros) bekannt ist, hat eine Rollreffanlage entwickelt, die auf einer elektrischen Lösung beruht. Diese Rollreffanlage, die auf einem bürstenlosen Elektromotor beruht, kann mit 12 oder 24 Volt an alle Vorsegel angepasst werden. Die Drehgeschwindigkeit ist einstellbar und kann bei einem Gennaker bis zu 200 U/min betragen. Dabei gilt: Je schneller man drehen will, desto weniger Kraft steht zur Verfügung.
Auf Wunsch gefertigt
Petitjean Composites geht auf die Wünsche der Kunden je nach Bedarf ein. So kann die Verkleidung dieser Rollreffanlage geändert werden, wenn man die Rollreffanlage unter Deck installieren möchte oder ihr eine Galette für ein manuelles Aufrollen hinzufügen möchte. Die Möglichkeit einer elektrischen Blockierung ist ebenfalls möglich, um ein teilweise eingerolltes Segel (z. B. Dreieck) zu halten.

Diese Art von Motor ist natürlich nur für Boote der Spitzenklasse geeignet, aber der Hersteller denkt darüber nach, ihn in viele Eignersegelboote unter 100 Fuß einzubauen, für die es bislang nur wenige einfache Angebote gibt. Eine Lösung, die anklang finden könnte, da sich die Kosten im Vergleich zu einem hydraulischen Euro-Modell um das Dreifache reduzieren