Ein 5,20 m langes Elektroboot mit einer Leistung von 0,08 kWh pro Kilometer bei 12 km/h ist eine Herausforderung. Autonomie, Mehrrumpfarchitektur, Motorisierung, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, Hybridsegelmodus, Transport und Stapellauf - jeder Punkt verdient es, untersucht zu werden, um zu verstehen, für wen die ECOPULSE wirklich geeignet ist.

Ein wirklich niedriger Stromverbrauch, für welche Zwecke
Die auffälligste Angabe ist der angegebene Verbrauch von 0,08 kWh pro Kilometer bei 12 km/h mit dem 1200-W-Motor. Bei dieser Geschwindigkeit würde die abrufbare Leistung 760 W betragen. Bezogen auf den gefahrenen Kilometer sinken die Energiekosten nach den vorgelegten Zahlen auf etwa 1 Eurocent pro km.
Für einen Sportbootfahrer, der auf geschützten Küstengewässern, Binnengewässern oder in einem Hafen segelt, eröffnet dieses Verbrauchsniveau interessante Perspektiven. Sie sollten jedoch bedenken, dass diese Werte von der Ladung an Bord, dem Seegang und dem Wind abhängen. Bei einer Geschwindigkeit von 14 km/h beispielsweise sinkt die Reichweite stark ab.
Mit einer 60-Ah-Lithiumbatterie in der Prao-Version beträgt die angegebene Reichweite bei 5 km/h 23 Stunden, was 115 km entspricht. Bei 11 km/h sinkt sie auf 2,6 Stunden bzw. 29 km. Die hydrodynamische Logik ist klassisch: Mit steigender Geschwindigkeit wächst der Luftwiderstand und damit der Verbrauch.
Für Nutzer, die lange Spaziergänge planen, kann die Reichweite durch die Möglichkeit, zwei oder drei zusätzliche Batterien mitzunehmen, die jeweils weniger als 4 Liter Volumen beanspruchen, um ein Vielfaches erhöht werden. Das zusätzliche Gewicht muss noch in die Berechnung der maximalen Zuladung einbezogen werden.

Trimaran oder Prao, welche Architektur für Stabilität und Last
ECOPULSE gibt es in zwei Versionen, als Trimaran und als Prao. Beide teilen sich eine Länge von 520 cm und einen Tiefgang von 50 cm, der mit flachen Gebieten kompatibel ist.
Der Trimaran weist eine Breite von 185 cm, 476 dm³ Auftrieb und eine empfohlene Höchstlast von 220 kg auf. Der Prao ist mit 210 cm breiter, bietet 357 dm³ Auftrieb und 180 kg empfohlene Zuladung. Die Wahl zwischen den beiden hängt von der Anzahl der Passagiere und der Gewichtsverteilung ab.
Mit einem 1200-W-Motor und einer 60-Ah-Batterie beträgt das Gesamtgewicht 79 kg bei einem Trimaran und 69 kg bei einem Prao. Ohne Motor und Batterie sinkt das Gewicht auf 63 kg bzw. 53 kg. Diese geringen Gewichte erleichtern die Handhabung an Land.
Das Verhalten bei rauer See wird als sanft dargestellt, wobei der dünne Rumpf eher den Wellengang durchdringt als die Welle trifft. In der Kategorie D bleibt das Programm auf geschützte Gewässer, Binnengewässer und geschützte Küstengebiete beschränkt. Das Boot ist nicht für die offene See bestimmt.

Elektrische Motorisierung, Installation und Manövrierfähigkeit
Es werden zwei Motor- und Batteriepakete angeboten. Das erste, 1200 W bei 24 V mit 60 Ah-Batterie, ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 14 km/h. Die zweite, 2400 W bei 48 V mit 50 Ah-Batterie, erreicht 16 km/h. Die zweite, 2400 W bei 48 V mit 50 Ah-Batterie, erreicht 16 km/h.
Der Motor findet seinen Platz in einer Aufnahme vor dem Piloten. Die Montage wird in weniger als einer Minute angekündigt. Der Batterieanschluss erfolgt über einen Anderson-Stecker, der in der Elektrobranche Standard ist und für Einfachheit und Zuverlässigkeit steht.
Der Gasgriff integriert Vorwärts-, Stopp- und Rückwärtsfahren mit progressiver Leistungssteuerung. Der Schwenkmotor ermöglicht eine Drehung um 180° zum Rückwärtsfahren und um 90° für seitliche Bewegungen. Bei Hafenmanövern oder beim Anfahren von Pontons erleichtert diese Drehung das Fahren bei niedriger Geschwindigkeit.
Der 60-Ah-Lithium-Akku kann an einem Haushaltsnetz in etwa 6 Stunden aufgeladen werden. Der Ladezustand ist an einem am Motor angebrachten Voltmeter ablesbar. Für einen Bootsfahrer, der mit Elektroantrieb nicht vertraut ist, bleibt diese direkte Anzeige ein einfacher Anhaltspunkt.

Hybridmodus Segeln, Zerlegbarkeit und Transport
ECOPULSE kann ein Segel mit einer Fläche von 3,6 m² aufnehmen. Diese bescheidene Fläche verwandelt das Gerät nicht in eine Sportjolle, sondern entlastet die Batterie beim Segeln auf dem Vorwindkurs oder querab. Im Hybridmodus trägt das Segel dazu bei, die Geschwindigkeit zu halten, indem es die erforderliche Motorleistung begrenzt.
Die Vorteile liegen auf der Hand, wenn man auf Binnengewässern leise segelt. Der Einsatz unter Segeln hängt jedoch von der Stabilität und der Gewichtsverteilung ab, insbesondere bei maximaler Zuladung.
Das Zuwasserlassen erfolgt mithilfe eines Wagens, der auf Sand fahren kann. Die Zerlegbarkeit und das geringe Gewicht erleichtern den Transport auf leichten Anhängern oder geeigneten Dachgepäckträgern.
Schließlich ist ECOPULSE gemäß der europäischen Richtlinie 2013/53/EU vom 20. November 2013 über Sportboote in der Kategorie D zertifiziert. Diese Konformität bildet einen Rahmen für sein Navigationsprogramm und beruhigt hinsichtlich der geltenden Sicherheitsanforderungen.
Segeln zu kleinen Preisen
Ohne Motor kostet der ECOPULSE PRAO 3000 ? (inkl. MwSt.) und der TRIO 3600 ? (inkl. MwSt.). Der 1200-W-Motor (mit 60-AH-Batterie) kostet 1080 ? inkl. MwSt., während die höhere Leistung (2400 W und 50-AH-Batterie) 1440 ? inkl. MwSt. kostet. Die Gesamtkosten belaufen sich also auf rund 5000 ?.
Die ECOPULSE ist für Segler geeignet, die ein leichtes, kostengünstiges Elektroboot suchen, das sich für geschützte Gebiete eignet. Wie so oft in der Freizeit hängt alles von den Gewässern und der Art und Weise ab, wie man sie erkunden möchte.

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