Die Paprec 600 Saint-Tropez, die 2010 von der Société Nautique de Saint-Tropez ins Leben gerufen wurde, startet am 20. April 2026 zu einer neuen Auflage der 600-Meilen-Regatta im Mittelmeer. Neben der Wertung geht es bei diesem Hochseerennen um mehrere technische und sportliche Herausforderungen für die Mannschaften und die Einhandsegler im Doppel.

Eine Strecke von 600 MN, strategisches Labor im Mittelmeerraum
600 Meilen im Mittelmeer lassen sich nicht auf eine lange Spinnakerfahrt reduzieren. Der Kurs führt die Flotte von Saint-Tropez zu den Bouches de Bonifacio, umrundet Giglio, Gorgona und Montecristo, bevor es an der Giraglia vorbei und dann zurück in den Golf von Tropez geht.
Auf dieser Strecke konzentrieren sich kontrastreiche Wetterzonen. Höheneffekte in Bonifacio, thermische Übergänge vor der Toskana, Windkorridore um das Cap Corse. Die Dateien kündigen das eine an, das Meer entscheidet manchmal etwas anderes. Für die Segler ist es eine komplette Übung in Sachen Routing, Segelmanagement und Ausdauer.
Das Rennen wird ohne Zwischenstopps ausgetragen, aber die Wettfahrtregel 45 erlaubt eine technische Unterbrechung unter bestimmten Bedingungen. Ein spezielles Verfahren ermöglicht es dem Boot, nach einer Reparatur das Rennen wieder aufzunehmen. Ein wichtiger Punkt für Mannschaften, die mit neuen oder optimierten Booten antreten, bei denen die Zuverlässigkeit Teil der Leistung ist.

Ein Qualifikationsrennen für die großen Offshore-Events
Die Paprec 600 Saint-Tropez zieht Segler an, die nach Höherem streben. Vendée Globe, Route du Rhum, Transat Jacques Vabre, Transquadra oder Figaro stehen auf den Kalendern vieler Konkurrenten.
Die Veranstaltung zählt zur IRC-Mediterranen Offshore-Meisterschaft. Sie dient auch als selektives Rennen, insbesondere für die Class40. Für ein Projekt, das sich noch im Bau befindet, ist es ein Muss. Hier werden Meilen, Segelkonfigurationen, elektronische Systeme und Architekturentscheidungen bestätigt.
Die IMOCA-, Class40- und IRC-Boote finden hier ein geeignetes Terrain für Hochseerennen. Die Abstände werden immer größer, wenn es um die Strategie und die Fähigkeit geht, über mehrere Tage ein hohes Tempo zu halten. Im Jahr 2025 fiel der Rekord in Echtzeit auf 3 Tage, 14 Stunden, 11 Minuten und 49 Sekunden, aufgestellt von Mikaël Mergui und Richard Robini auf der Class40 Centrakor. Ein Maßstab für 2026.

Neue Klassen ab 2026 zugelassen, auf dem Weg zu einer vielfältigeren Flotte
Die Ausgabe 2026 markiert die Ankunft der Sun Fast 30 One Design und der Mehrrumpfboote in der Vermessung MK2. Ein interessantes Signal für Crews, die auf der Suche nach zugänglichen und homogenen Medien sind.
IRC-gemessene Segelboote können sich mit voller Besatzung oder in Doppelbesetzung anmelden. Dieses Format zieht Eigner an, die an Mittelmeerregatten teilnehmen, aber auch Hochseesegler, die mehr Wettkämpfe austragen wollen. Fast 30 Boote haben bereits ihre Teilnahme angekündigt. Auf Anfrage können auch andere Klassen zugelassen werden.
Ein Termin, der im mediterranen Kalender verankert ist
Der Empfang der Boote beginnt am 17. April 2026. Die technischen Kontrollen werden am 18. und 19. April fortgesetzt. Der Start erfolgt am 20. April 2026 um 12.00 Uhr. Die Strecke schließt am 25. April 2026 um 18.00 Uhr, gefolgt von der Preisverleihung um 18.30 Uhr.
Die Paprec 600 wurde von der Société Nautique de Saint-Tropez mit Sitz im Nouveau Port in Saint-Tropez ins Leben gerufen und hat sich in der Landschaft der mediterranen Offshore-Rennen fest etabliert. Seit 2023 ist Paprec der Titelpartner.

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