Der Start der Cap Martinique 2026 markiert den Beginn einer mehr als 4000 Meilen langen transatlantischen Überfahrt von La Trinité sur Mer nach Martinique. Die Flotte, die aus 45 IRC-Einrümpfern von 30 bis 40 Fuß besteht, bewegt sich zunächst unter gleichmäßigen Bedingungen, bevor sie schnell in eine stärkere Wettersequenz eintritt.
Ein Start in der Bucht von Quiberon
Der Startschuss fiel in einer etablierten östlichen Strömung mit wenig Seegang und guter Sicht. Diese Bedingungen ermöglichten einen flüssigen Start, ohne Flottenkompressionen oder Zwangsmanöver.

Die Ausfahrt aus der Bucht verlief sauber, wobei jede Mannschaft schnell ihren Kurs und ihre Geschwindigkeit fand. Die erste Phase ist klassisch für diese Art von Rennen, mit einer anfänglichen Positionierung, die die zukünftigen Optionen im Golf von Biskaya bestimmt.
Die von der Rennleitung beschlossene Verschiebung um 24 Stunden verhinderte eine verschlechterte Situation vor Kap Finisterre, das für seine Wellenkreuzungen und beschleunigten Winde bekannt ist.
Eine schnelle Einfahrt in den Golf von Biskaya
Die Flotte bewegt sich auf die Mündung der Gironde zu, die nun Teil der Strecke ist. Dieser Wegpunkt erfordert eine erste strategische Neuausrichtung vor der Abfahrt zum Kap Finisterre.

Die Vorhersagen sagen einen Windanstieg auf 35 bis 40 Knoten in Böen im Golf von Biskaya voraus. Diese Phase wird die ersten Abweichungen strukturieren, insbesondere in Bezug auf die Verwaltung der Geschwindigkeit, der Bahnen und der Müdigkeit.
Die Umrundung des Kaps Finisterre sollte größtenteils auf Vorwindkurs erfolgen. Die Teilnehmer müssen sich mit noch immer starkem Seegang und unbeständigem Wind auseinandersetzen, da sich ein Tiefdruckgebiet auf dem Weg nach Norden befindet.
Eine homogene Flotte unter IRC-Vermessung
Die Cap Martinique beruht auf einer zeitkompensierten Wertung. Dieses System wertet die Vielfalt der Einheiten auf, indem ihre Eigenschaften in die Leistungsberechnung einfließen.

Die Flotte 2026 umfasst 14 Einhand-Skipper und 31 Doppelteams, d. h. insgesamt 76 Segler. Die Profile sind vielfältig und reichen von erfahrenen Seglern bis hin zu Mannschaften, die ihre erste Transatlantikregatta bestreiten.
Die anwesenden Einheiten decken ein breites Spektrum ab, von Figaro 2 über Sun Fast 3200 bis hin zu JPK 10.10 und Pogo RC. Diese Vielfalt führt zu realen Geschwindigkeitsunterschieden auf See, die später in der Rangliste ausgeglichen werden.
Die Ankunft des JPK 10.50 gegenüber den bewährten Kielen
Unter den neueren Booten ist der JPK 10.50 zum ersten Mal bei der Veranstaltung vertreten. Mehrere Skipper treten mit diesem Modell an, darunter Alex Ozon und Jean François Hamon. Die Werft wird auch von Jean Pierre Kelbert selbst repräsentiert.
Gegenüber dieser jüngsten Generation bleiben die bekannten Einheiten des IRC-Zirkus präsent. Die Figaro 2 und die Sun Fast 3200 haben nach wie vor gute Referenzen, vor allem bei starken Bedingungen.
Sam Manuard, der mit einer von ihm entworfenen Pogo RC antritt, ist Teil dieser Konfrontation zwischen Architekten und Werften. Die bei einer Transatlantikregatta häufig vorkommenden tragenden Gangarten dürften die modernen Rümpfe begünstigen, ohne jedoch ältere, gut geführte Einheiten auszuschließen.
Ein langgezogener und durch Wegpunkte strukturierter Weg
Die Strecke 2026 beträgt mehr als 4000 Seemeilen. Nach der Gironde-Boje und der Passage von Kap Finisterre wird die Flotte Kurs auf Porto Santo im Archipel von Madeira nehmen, das an Steuerbord zu lassen ist.
Dieser Wegpunkt markiert einen Wendepunkt im Rennen. Die Teilnehmer kommen allmählich in das Passatwindregime mit einer stabileren, aber auf Dauer anspruchsvollen Navigation.
Der weitere Verlauf der Strecke zieht sich in Richtung der Antillen, mit einem langen Downwindkurs. Diese Phase erfordert ein feines Management des Autopiloten, der Vorsegel und der Bootsstruktur.
Mannschaften zwischen Tempo-Management und langfristigem Engagement
Sowohl beim Einhand- als auch beim Doppelsegeln bleibt das Zeit- und Müdigkeitsmanagement zentral. Die Besatzungen müssen die Wachen organisieren, die Systeme überwachen und eine konstante Geschwindigkeit halten, ohne das Material zu beschädigen.
Die am Start gesammelten Erfahrungsberichte veranschaulichen diese Realität. Einige wollen in erster Linie ankommen und achten dabei auf die Erhaltung des Bootes. Andere haben sich zum Ziel gesetzt, eine gute Platzierung zu erreichen, ohne dabei die Einschränkungen einer langen Überfahrt zu vernachlässigen.
Die logistische Vorbereitung, insbesondere die Betankung, ist ein wesentlicher Bestandteil der Leistung. Bei einer Dauer von fast drei Wochen für die schnellsten Boote zählt jedes Detail, vom Energiemanagement bis zur Ergonomie an Bord.
Mit diesem unter guten Bedingungen bestätigten Start tritt die Cap Martinique 2026 in ihre ozeanische Phase ein. Die Hierarchie wird sich allmählich aufbauen, abhängig von den Wettersystemen und der Wahl der Route, bis sie sich Martinique nähert.

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