Ferrari Hypersail: Giovanni Soldini verlässt das Projekt des 30m langen fliegenden Einrumpfbootes

Giovanni Soldini verlässt die Projektleitung
Giovanni Soldini verlässt die Projektleitung

Das Ferrari-Hypersail-Projekt tritt in eine neue Phase ein. Der auf Linkedin angekündigte Abschied von Giovanni Soldini kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt des Programms.

Das Projekt Ferrari Hypersail erreicht mit dem Ende der Mission von Giovanni Soldini einen Meilenstein, während das 30 Meter lange Segelboot in die Validierungsphase eintritt.

Ein Skipperwechsel in der kritischen Phase

Der Abgang von Giovanni Soldini erfolgt kurz nach der Fertigstellung des Schiffes. Dieser Zeitpunkt wirft Fragen auf. Das Projekt verlässt die Konzeptions- und Bauphase und tritt in eine sensiblere Phase ein, in der es um Probefahrten, die Integration von Daten und die Optimierung der Leistung geht. In dieser Phase sind die Rückmeldungen von der Seefahrt oft am wichtigsten.

Soldini hatte von Anfang an an der Definition des Bootes mitgewirkt, mit der Vision eines Seemanns, der sich für Offshore-Programme engagiert. Seine Ersetzung durch Enrico Voltolini, der sowohl Ingenieur als auch Regattasegler ist, zeigt einen Wechsel zu einer stärker auf technische Validierung ausgerichteten Logik.

Für erfahrene Freizeitsportler ist dies eine klassische Situation bei Großprojekten. Der Übergang zwischen Planung und Betrieb erfordert manchmal unterschiedliche Kompetenzen, kann aber auch zu einem Verlust an Kontinuität bei den technischen Entscheidungen führen.

Ein 30 Meter langes fliegendes Monocoque muss entwickelt werden

Der Kern des Projekts bleibt dieses fliegende Einrumpfboot, dessen Eigenschaften öffentlich noch nicht sehr detailliert beschrieben werden. Es handelt sich hierbei um ein Segelboot, das dank seiner tragenden Anhänge fliegen kann, ganz im Sinne der Foiler der letzten Generation. In diesem Maßstab, 30 Meter, werden die strukturellen Zwänge sehr groß. Die Belastungen auf die Foils, den Rumpf und die Takelage erfordern eine technische Präzision, die im Sportbootbereich selten erreicht wird.

In der aktuellen Phase geht es um die Installation der Bordsysteme, ihre Kalibrierung und ihre Interaktion. Dazu gehören das Energiemanagement, die Flugsteuerung sowie Echtzeit-Kontrollsysteme.

Profile aus dem America's Cup und dem SailGP

Die Wahl des neuen Leiters ist nicht unbedeutend. Enrico Voltolini kommt aus dem America's Cup und dem SailGP, zwei Umgebungen, in denen fliegende Boote die Norm sind. Diese Medien erfordern ein genaues Lesen der Daten, sofortige Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit, in einem erweiterten technischen Team zu arbeiten.

Neben Figuren wie Glenn Ashby und Guillaume Verdier, die bereits an dem Projekt beteiligt waren, behält das Team seine starke Expertise bei Wettkampf-Foilern bei.

Die offizielle Präsentation der Farben des Schiffes ist für den 21. April 2026 angekündigt.

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