Mit der JPK 48 FC setzt die Werft in Larmor Plage die Entwicklung ihrer Reihe von schnellen Fahrtenseglern für Hochseesegeln fort. Das erste Exemplar dieses neuen Modells soll im Frühjahr 2027 zu Wasser gelassen werden. Der von Jacques Valer signierte und von Jean Baptiste Dejeanty gezeichnete Plan greift mehrere Lösungen auf, die bereits bei den Renn- und Fahrtenmodellen der Marke zu sehen waren, wobei der Stabilität, der Ergonomie und der Modularität der Innenräume besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Ein Rumpf, der aus den Entwicklungen im Hochseerennsport hervorgegangen ist
Die JPK 48 FC übernimmt einen Teil der Arbeiten, die an der JPK 1050, dem Offshore-Regattamodell der Werft, durchgeführt wurden. Das Vorschiff hat ein größeres Volumen und eine etwas geringere Kielhöhe. Auch die Neigung der hinteren Wölbung wurde verändert, um das Verhalten des Bootes beim Tragen und Reaching zu verändern.
Die Werft kündigt einen früheren Start in die Planung an, mit einem erwarteten Gewinn an Stabilität, wenn das Boot unter Spinnaker oder Gennaker beschleunigt. Auch die Verringerung des Stampfens ist ein Ziel, das bei längeren Überfahrten angestrebt wird.
Die Zentrierung der Massen war Gegenstand einer besonderen Arbeit. Die Batterien befinden sich unter dem Salon, in einer technischen Säule, die den Bordsystemen gewidmet ist. Der Hauptanker ist bis zum Mastschott zurückversetzt, um das Gewicht in den Extremitäten zu begrenzen. Die Tanks sind unter dem Boden und unter der Wasserlinie angebracht. Der Kiel mit profilierter Wölbung und die Takelage mit Achterstag tragen ebenfalls zur Senkung des Schwerpunkts bei.

Verbundbauweise und Sicherheit für die große weite Welt
Wie die anderen Schiffe der bretonischen Werft wird auch die JPK 48 FC aus einem Sandwich-Verbundwerkstoff im Infusionsverfahren gebaut, der Glasfaser und Corecell-Schaum enthält. Die Struktur wird während des Infusionsprozesses in den Rumpf integriert, um ein einteiliges Ganzes zu bilden.
Die Werft sieht auch mehrere Elemente vor, die mit der passiven Sicherheit zusammenhängen. Eine Crashbox wird in den Bug integriert und das hintere Fach für die Steuersysteme wird als wasserdicht angekündigt. Kevlar-Verstärkungen können je nach Programm des Eigners ebenfalls hinzugefügt werden.
JPK setzt außerdem die Integration von industriellen Mitteln in seine Werkstatt fort, mit einem Zentrum zur Bearbeitung von Schaumstoff und zum Schneiden von Stoffen, das die Genauigkeit der Zusammenbauten und den Fertigungsrhythmus verbessern soll.

Ein Cockpit, das für lange Überfahrten gedacht ist
Das Cockpit behält die allgemeine Organisation der JPK 45 FC bei, wobei die Manöver zu den Steuerständen zurückverlegt wurden. Die Schoten und die wichtigsten Einstellungen befinden sich auf zwei seitlichen Konsolen, um das Segeln mit einer kleinen Crew zu erleichtern.
Das starre Dog House bleibt ein zentrales Element des Decksplans. Diese Kappe schützt die Wachen vor Gischt, Sonne und Wind und bewahrt gleichzeitig eine wichtige Außensicht. Bei dieser neuen Version wurde die Rundumsicht überarbeitet und die Sitzgelegenheiten verbreitert. Der Cockpittisch und das Manöverklavier haben ebenfalls an Volumen gewonnen.
Die Werft sieht mehrere Ausstattungskonfigurationen vor. Das Sonnendeck kann Solarpaneele aufnehmen und ein Heckportal aus Verbundwerkstoff kann hinzugefügt werden. Diese Struktur dient sowohl als Energieträger als auch als Rahmen für ein Bimini, das den hinteren Teil des Cockpits abdeckt.
Eine weitere bemerkenswerte Entwicklung ist, dass das Cockpit beim Segeln geschlossen wird. Eine kippbare Heckplattform öffnet dann den Zugang zum Meer beim Ankern. Wenn sie ausgefahren wird, verlängert sie die Gesamtlänge von 48 auf 51 Fuß und dient auch als Badeplattform oder als Zugang für das Beiboot.

Antrieb mit Verbrennungsmotor, Hybrid- oder Elektroantrieb
Der JPK 48 FC wird mit verschiedenen Antriebslösungen angeboten. Die Dieselversion wird von einem Yanmar 4JH mit 57 bis 110 PS angetrieben. Die Werft plant auch eine Hybridversion mit Generator sowie einen 100%igen Elektroantrieb.
Letztere Lösung wurde bereits auf einem JPK 45 FC getestet, insbesondere an Bord des Segelschiffs Kahuna, das in arktischen Regionen unterwegs war.
Diese Vielfalt an Konfigurationen zielt auf unterschiedliche Programme ab, von klassischen Hochseekreuzfahrten bis hin zu Expeditionen in hohe Breitengrade. Die Werft betont auch, dass die Abmessungen noch mit einem vernünftigen Management der Hafen-, Handling- und Wartungskosten vereinbar sind.

Modularer Einzug von 6 bis 12 Schlafplätzen
Das Innere der JPK 48 FC übernimmt viele Prinzipien, die bereits auf der 45 FC zu finden sind, mit einem hellen Salon und einer Zirkulation, die auf das Leben an Bord über längere Zeiträume hinweg ausgelegt ist.

Auf der Backbordseite hinten befindet sich eine Doppelkabine, die über ein langes Rumpffenster verfügt. Auf der Steuerbordseite kann der Technikraum mithilfe einer ausklappbaren Liegefläche in eine Kabine umgewandelt werden. Dieser Raum bietet auch Zugang zu den elektrischen und mechanischen Geräten, die sich hinter dem Motor befinden.
Die hintere Nasszelle, die auf der Backbordseite des Niedergangs platziert ist, gewinnt an Volumen. Gegenüber integriert sich der Kartentisch in die Küchenzeile mit einem Wachsitz, der von den Rennseglern der Werft inspiriert ist.

Der Salon ist weiterhin um eine Längsküche an Steuerbord und einen versetzten Salon an Backbord herum organisiert. Die Verglasung des Decks und die seitlichen Bullaugen bewahren den Panoramablick nach draußen, der sowohl unter Segel als auch vor Anker nützlich ist.
Die vordere Eignerkabine ändert ihre Konfiguration mit einem in Fahrtrichtung eingebauten Bett. Auf der Steuerbordseite sind weiterhin mehrere Umbauten möglich, mit Sitzbank, Schreibtisch, Etagenkojen oder zusätzlichen Stauräumen.

Der Vorpiek ist schließlich das flexibelste Element des Bootes. Es gibt mehrere Versionen mit eigenem Bad, Ankleidezimmer, Werkstatt oder großem Segelraum. Bei einer Konfiguration wird der Laderaum sogar durch eine zusätzliche Doppelkabine ersetzt, um die Gesamtkapazität auf 12 Schlafplätze zu erhöhen.

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