Outremer 48: ein Katamaran für große Reisen, der für weite Reisen konzipiert wurde

Die Outremer 48, die auf der Messe in La Grande Motte vorgestellt wurde, steht ganz im Zeichen der großen Reise. Die Werft entwickelt ihren Ansatz weiter, indem sie sich auf das Feedback der Eigner stützt und so eine Einheit anbietet, die das Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit, Komfort und Autonomie sucht.

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Dieser neue Katamaran Outremer 48 beschränkt sich nicht auf eine Weiterentwicklung der Produktpalette, sondern gibt konkrete Antworten auf die Frage, wie man heute mit einer kleinen Crew über lange Strecken segeln kann.

Ein Rumpf, der eher auf mittlere Geschwindigkeit als auf Spitze ausgerichtet ist

Das Design des Rumpfes bleibt der DNA der Werft treu, schlanke Rümpfe, umgekehrte Bugspitzen und ein begrenztes Volumen im Bugbereich. Das Ziel ist es, den Luftwiderstand zu verringern und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Aber die Logik entwickelt sich weiter.

Die Rückmeldungen der Eigentümer haben die Vorgaben geändert. Das Streben nach Höchstgeschwindigkeit tritt in den Hintergrund. Das Programm zielt auf eine dauerhaft hohe Durchschnittsgeschwindigkeit mit weniger Ermüdungserscheinungen für die Crew ab. Auf einer Weltumsegelung verändert diese Entscheidung die Lage. Ein Boot, das konstant 8 bis 10 Knoten hält, ermüdet weniger als ein extremeres Mehrrumpfboot, das ständig nachjustiert werden muss.

Die Erhöhung der Verdrängung auf 10,5 t, bei einer Ladekapazität von 4 t, geht in diese Richtung. Das Verhältnis von Segelfläche zu Gewicht bleibt dank eines 82 m² großen Großsegels und bis zu 180 m² großen Vorsegeln ausgewogen. Der Kompromiss bleibt für eine Familiencrew stimmig.

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Eine erweiterte Plattform, um das Leben an Bord zu verbessern

Mit 7,56 m Breite, also 41 cm mehr, macht sich der Zugewinn im Cockpit und in der Gondel sofort bemerkbar. Das ist nicht nur eine Frage des visuellen Volumens.

Das Cockpit wird zu einem geschützten Bereich, der eher dem entspricht, was man auf 50-Fuß-Booten beobachten kann. Die Organisation der Verkehrswege, die Sitzgelegenheiten und der Stauraum spiegeln die intensive Nutzung wider. Die Eigner segeln im ersten Jahr durchschnittlich 140 Tage.

Durch die Verlagerung des Batterieparks in den Rumpf wird Außenvolumen frei. Das ist ein technisches Detail, aber es entspricht einer konkreten Anforderung: Material zu lagern, ohne die Wohnbereiche zu überfüllen.

Im Inneren hat das Dach an Breite und Fensterfläche gewonnen (+45 %). Das Ergebnis ist eine bessere Sicht und mehr Helligkeit, was bei Wachen oder beim Segeln bei schlechtem Wetter nützlich ist.

Ein Steuerstand, der für eine kleine Crew gedacht ist

Die Outremer 48 nimmt eine gemischte Konfiguration an, Kippradsteuerung an Backbord und Pinnensteuerung an Steuerbord.

Das Steuerrad bietet drei Positionen, geschütztes Cockpit, vertikale Mittelposition und Außenposition. So kann die Steuerung je nach Wetter und gewünschtem Einsatzniveau angepasst werden. Auf Hochseesegeln verringert das Steuern im geschützten Zustand die Ermüdung.

Die Pinne hingegen behält eine direkte Verbindung zum Wasser. Diese Art der Steuerung wird immer noch wegen des Gefühls geschätzt.

Alle Manöver gehen zurück an den Steuerstand. Dieser Punkt ist für ein Ehepaar von entscheidender Bedeutung. Weniger Bewegungen an Deck erhöhen die Sicherheit, vor allem nachts oder bei rauer See.

Modulare Einrichtungen für den langen Weg

Die Inneneinrichtung beruht auf zwei Kabinen pro Rumpf, wobei die Sanitärbereiche getrennt sind. Toilette und Dusche sind voneinander getrennt, was das Leben an Bord für mehrere Personen erleichtert.

Die vordere Backbordkabine zeichnet sich durch ihre Modularität aus. Schreibtisch, Doppelkoje, Etagenbett - die Konfigurationen variieren je nach Programm. Für eine Familiencrew oder Gäste auf der Durchreise bietet diese Flexibilität eine echte Lösung.

Das Volumen bleibt im vorderen Bereich eingeschränkt, eine direkte Folge der dünnen Rümpfe. Das ist der Preis, den man für die Leistung zahlen muss. Aber das allgemeine Platzangebot gleicht das mit Stauraum aus, der dem eines 52-Fuß-Boots nahe kommt.

Die Küche bleibt in ihrem Grundriss klassisch, aber optimiert. Details wie die ausziehbaren Schränke oder die per Navigation zugänglichen Lagerbereiche zeigen einen pragmatischen Ansatz.

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Energieautonomie und eingebettete Systeme

Mit 450 l Diesel und 410 l Wasser entspricht die Autonomie einem transozeanischen Programm. Die Werft setzt jedoch stärker auf erneuerbare Energien.

Das Vorhandensein von Sonnenkollektoren und die Möglichkeit der Hydrogeneration verringern die Abhängigkeit vom Motor. Der Einbau eines Generators bleibt möglich, ist aber nicht zentral in der Philosophie des Bootes.

Ein Hybridantrieb ist als Option erhältlich. Diese Option entspricht einer wachsenden Nachfrage, bedeutet aber auch ein komplexeres Management an Bord, höhere Wartungskosten und höhere Anschaffungskosten. Das Volumen der Kofferräume ermöglicht es, diese Geräte zu integrieren, ohne den Stauraum zu opfern - ein Schwachpunkt, der bei der vorherigen Generation identifiziert wurde.

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Positionierung der Baustelle und Feedback

Outremer Yachting stützt sich auf eine Flotte, die 10 Millionen Seemeilen zurückgelegt hat. Dieses Feedback aus dem Feld wirkt sich direkt auf die technischen Entscheidungen aus.

Die 48er ersetzt nicht die 45er, sondern ergänzt die Modellreihe. Die Logik besteht nicht darin, ein größeres Modell anzubieten, sondern das Boot an die aktuelle Nutzung anzupassen: große Kreuzfahrten, kleine Besatzung, Dauersegeln. Die Arbeit mit den VPLP-Architekten bestätigt diese Ausrichtung, eine leistungsfähige Basis beizubehalten und gleichzeitig die Einschränkungen der tatsächlichen Nutzung zu integrieren.

Es dauert etwa ein Jahr, bis die neue Einheit, die mit 1.300.000 ? zzgl. MwSt. berechnet wird, zur Verfügung steht.

Die Outremer 48 richtet sich an Segler, die wirklich segeln. Es ist kein Hafenboot, sondern eine Plattform, die darauf ausgelegt ist, Meilen zu sammeln, mit einer eher maßvollen Herangehensweise an die Leistung.

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