Nach einer mehrtägigen koordinierten Suche in der Straße von Gibraltar wurden die beiden französischen Segler, die vor der Küste von Tanger verschwunden waren, schließlich lebend gefunden. Ihre Rettung ist das Ende einer Operation, bei der große marokkanische, französische und spanische Kräfte mobilisiert wurden.
Ein Alarm, der nach Schwierigkeiten an Bord ausgelöst wurde
Das marokkanische Nationale Zentrum für Koordination und Rettung auf See war in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai 2026 aufgrund einer Meldung über den Katamaran Stella alarmiert worden. Das Segelschiff befand sich auf einer Überführungsfahrt zwischen Martinique und einem europäischen Hafen, als die Besatzung einen Wassereinbruch meldete. Nach Angaben der Angehörigen der Segler wurde in einer ersten Meldung von einem Wassereinbruch berichtet. Eine zweite Meldung lautete, dass das Schiff verlassen und das Beiboot an Bord genommen worden sei.
Die Stella konnte schnell lokalisiert werden. Der Katamaran trieb noch immer in der Nähe der marokkanischen Küste, hatte aber keine Insassen mehr an Bord.
Auf den Anhang konzentrierte Forschung
Nachdem der Katamaran gefunden worden war, konzentrierten sich die Operationen auf die Suche nach dem von einem Außenborder angetriebenen Beiboot, in dem die beiden Männer gesessen hatten.
Das eingesetzte Dispositiv war konsequent. Die marokkanischen Behörden mobilisierten Flugzeuge, Hubschrauber, mehrere Marineeinheiten und Landrettungsteams entlang der Küste. Frankreich setzte ein Seeüberwachungsflugzeug ein, während die Suche später auf die spanischen Gewässer ausgeweitet wurde. Der Suchbereich befindet sich in einem besonders komplexen Gebiet. Die Strömungen in der Straße von Gibraltar erschweren in Verbindung mit dem dichten Schiffsverkehr oftmals die Ortung kleinerer Boote.
Ein Handelsschiff erspäht die beiden Segler
Das Ende kam am 28. Mai 2026, als ein Handelsschiff das Beiboot vor Assilah an der marokkanischen Atlantikküste entdeckte und die Identifizierung der beiden Franzosen mit Unterstützung der marokkanischen Behörden bestätigt wurde. Die Überlebenden wurden anschließend an Bord des Handelsschiffs genommen, das sich auf dem Weg nach Cádiz in Südspanien befand.
Ihr Gesundheitszustand wurde nicht näher erläutert, doch die Behörden bestätigten, dass sie gesund und munter waren.
Das Fehlen eines Notsignalsenders wirft Fragen auf
Eine der Lehren aus diesem Fall betrifft die an Bord befindliche Sicherheitsausrüstung. Die marokkanischen Behörden gaben an, dass die Sportbootfahrer keine Notfunkbake besaßen. Für Hochseesegler sind individuelle Baken oder EPIRBs oft die schnellste Möglichkeit, den Rettungszentren eine genaue Position zu übermitteln, wenn ein Verlassen des Schiffes notwendig wird.
In diesem Fall konnte die Suche aufgrund des anfänglichen Alarms schnell eingeleitet werden, aber das Fehlen der Boje erschwerte das Auffinden des Beibootes über mehrere Tage hinweg. Diese Aktion erinnert auch an ein bekanntes Prinzip der Sicherheit auf See: Ein schwimmendes Schiff bleibt in der Regel besser sichtbar als ein Rettungsboot.
Die genauen Umstände, die die Crew dazu veranlasst haben, die Stella zu verlassen, sind noch nicht bekannt. Eventuelle Expertisen, die an dem Katamaran, der in den Hafen von Assilah geschleppt wurde, durchgeführt werden, werden vielleicht Aufschluss über die Art des Schadens geben, der vor dem Verlassen des Schiffes gemeldet wurde.

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