Die Suchaktionen vor der marokkanischen Küste wurden fortgesetzt, nachdem zwei französische Segler an Bord des Katamarans Stella, einer Lagoon 42, die von Martinique nach Europa überführt worden war, verschwunden waren. Das Boot wurde leer etwa drei Meilen vor der Küste von Tanger aufgefunden.
Wassereinbruch in der Nacht gemeldet
Nach Angaben der marokkanischen Behörden wurde der Alarm in der Nacht von Sonntag, dem 24. Mai, auf Montag, den 25. Mai 2026, ausgelöst. Eine erste Nachricht, die gegen 1.15 Uhr GMT übermittelt wurde, meldete einen Wassereinbruch an Bord des Katamarans. In einer zweiten Nachricht, die etwa fünfundvierzig Minuten später gesendet wurde, hieß es, dass die Besatzung das Schiff mit dem Beiboot evakuiere.
Die Stella wurde dann im Drift geortet, immer noch treibend, begleitet von einer leeren Rettungsinsel. Der Katamaran wurde in den Hafen von Asilah, südlich von Tanger, geschleppt. Die Suche konzentrierte sich nun auf das vermisste Beiboot und seine beiden Insassen.
Luft- und Seestreitkräfte vor der Küste von Tanger eingesetzt
Die marokkanischen Rettungskräfte setzten umfangreiche Suchmaßnahmen in der Straße von Gibraltar und entlang der nordmarokkanischen Küste ein.
Es wurden zwei Flugzeuge, zwei Hubschrauber und drei Marineeinheiten mobilisiert, die von Bodenteams unterstützt wurden, die die Strände und felsigen Küstenabschnitte überwachen sollten.
Im Laufe des Montags, 25. Mai 2026, schloss sich auch ein Flugzeug der französischen Marine den Operationen an. Das Gebiet bleibt für die Suche besonders sensibel. Zwischen den Strömungen der Meerenge, dem dichten Schiffsverkehr und den Auswirkungen des vorherrschenden Windes kann das Abdriften besonders für ein kleines Beiboot schnell werden.
Nach Angaben des marokkanischen Nationalen Koordinations- und Rettungszentrums für den Seeverkehr verfügte die Besatzung nicht über einen Notrufsender.
Das Verlassen eines Schiffes erfolgt in der Regel, wenn die Situation an Bord nicht mehr beherrschbar ist. Das Verlassen eines Schiffes ist jedoch immer eine schwerwiegende Entscheidung. Die genauen Umstände, die dazu führten, dass die beiden Segler das Beiboot erreichten, sind derzeit noch nicht bekannt.
Alle Schiffe, die in dem Gebiet kreuzten, wurden aufgefordert, wachsam zu sein.

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