Die SKAW [A] wird vom 8. bis 13. September 2026 nicht an den Pontons der Bootsmesse in Cannes vor Anker liegen. Nachdem der Stapellauf ursprünglich für Mai geplant war und dann auf Juli verschoben wurde, ist das erste Exemplar erst Anfang September in Lorient zu Wasser gelassen worden. SKAW Sailing präsentiert daher in Cannes sein Projekt und die ersten Bilder von den Testfahrten sowie vor allem ein schönes Video der ersten Segeltörns.
Ein Scow-Rumpf in Kombination mit einem anhebbaren Kiel
Mit einer Länge von 11,95 m, einer Breite von 4,87 m und einer angegebenen Leergewichtsverdrängung von 6 Tonnen greift die SKAW [A] auf eine Scow-Architektur zurück, die im Hochseesegeln bereits ausgiebig erprobt wurde. Ihre große Breite, die sich bis in den vorderen Schiffsabschnitten fortsetzt, soll insbesondere für eine hohe Formstabilität sorgen. Das Boot verfügt zudem über einen Hubkiel, mit dem der Tiefgang von 3,50 m auf 1,20 m variiert werden kann. Diese Konfiguration soll es ermöglichen, während der Fahrt einen tiefen Tiefgang beizubehalten und gleichzeitig den Zugang zu Ankerplätzen zu erleichtern.

Einziehbare Tragflügel zur Begrenzung der Krängung
Der SKAW [A] kann zudem mit zwei einziehbaren Foils ausgestattet werden. Dabei geht es nicht darum, das Boot zum Fliegen zu bringen, sondern einen vertikalen Auftrieb zu erzeugen, um das Aufrichtmoment zu erhöhen und flacher zu segeln. SKAW Sailing gibt ein maximales Aufrichtmoment von 19 Tonnenmetern an. Diese Anbauten sind optional und lassen sich vollständig in den Rumpf einfahren. Ihr tatsächlicher Nutzen auf Kreuzfahrten muss nun gegen die Einschränkungen hinsichtlich Einsatz, Manövrierbarkeit und Wartung abgewogen werden.

Die Werft strebt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 Knoten an, wobei diese Zahl unter realen Bedingungen noch bestätigt werden muss. Mit 64 m² Großsegel, 45 m² J1 und bis zu 184 m² unter asymmetrischem Spinnaker verfügt die SKAW [A] über eine beachtliche Segelfläche.
Die ersten Testfahrten in Lorient sollen nun Aufschluss darüber geben, was den Kern des Projekts ausmacht: die Umsetzung eines Scow-Rumpfes, eines tiefen Kiels und von Foils aus dem Hochseerennsport auf einem bewohnbaren Kreuzer, der von einer kleinen Crew gesteuert werden kann.

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