Mit einer über 30-jährigen Karriere ist Andy Peters als führender Handwerker im Bereich der Schiffsskulptur anerkannt. Seine reiche und vielfältige Karriere baute auf einer Leidenschaft für die Erhaltung und Innovation der maritimen Dekorationskunst auf. Während der Fêtes Maritimes de Brest 2024, wo wir ihn trafen, fesselte sein Können die Aufmerksamkeit von Amateuren und Fachleuten der Branche und rückte eine uralte Kunst ins Rampenlicht, die er am Leben erhalten und gleichzeitig an zeitgenössische Empfindungen anpassen möchte
Restaurieren ohne zu verfälschen
Bei der Restaurierung von Galionsfiguren stellt sich immer die entscheidende Frage "Konservierung versus Restaurierung". Andy betont dies: '' Bewahren erfordert, so wenig wie möglich einzugreifen, das zu erhalten, was übrig bleibt, ohne fehlende oder beschädigte Teile zu ersetzen ''. Die Grenze zwischen diesen beiden Ansätzen ist oft fließend, besonders bei Stücken wie Bugfiguren, die selten unter idealen musealen Bedingungen aufbewahrt werden. Da Andy Peters bereits zahlreiche Galionsfiguren für Sammler und Museen restauriert hat, verfügt er über umfassende Kenntnisse in deren sorgfältiger Konstruktion und Demontage. Er kennt sich mit Fäulnis und inneren Fehlern aus, die diese maritimen Skulpturen beeinträchtigen können.

Häufig müssen diese Werke ihren inneren Kern erneuern, um ihre strukturelle Festigkeit wiederzuerlangen. Dies kann durch traditionelle Bildhauertechniken erreicht werden, die mit der Verfestigung von Materialien kombiniert werden, um das Original so weit wie möglich zu erhalten. Durch die Verwendung alter Werkzeuge und die Beherrschung alter Handwerkstechniken gelingt es Andy Peters, die fehlenden Abschnitte neu zu schaffen, um den historischen Galionsfiguren Leben und Integrität zurückzugeben.

Das Vermächtnis der ''Tafferels'' (Taschendiebe)
Das ''tafferel'', abgeleitet vom niederländischen Begriff "tafel" für Tisch und "tafe'reel" für eine Szene, ist eine Skulptur, die das Heck eines Schiffes schmückt. Traditionell illustriert diese zentrale Dekoration die Herkunft oder den Namen des Schiffes, oft eingerahmt von Emblemen und symbolischen Figuren. Heute setzt Andy Peters diese Tradition fort, indem er sowohl Entwürfe für Nachbauten historischer Schiffe als auch zeitgenössische Designs für moderne Yachten anbietet. Ein herausragendes Beispiel hierfür sind die Skulpturen am Heck der Götheborg, einer Replik des schwedischen Ostindienschiffs von 1738, wo das zentrale SOIC-Emblem von Nereiden flankiert wird, die an die barocke Eleganz der damaligen Zeit erinnern.

Maßgeschneiderte Skulpturen für alle Arten von Booten
Für den Bildhauer sind die kreativen Möglichkeiten im maritimen Bereich weitreichend. Maritima, das von Andy gegründete Unternehmen, bietet daher eine vielfältige Palette an Skulpturen an, die von Schienenenden und Ruderspitzen bis hin zu geschnitzten Ruderpinnen reicht.

Die Werke sind in zeitgenössischen oder klassischen Stilen erhältlich und verleihen Kabinen und Decksbereichen Wärme und Charakter. Andy arbeitet mit Schiffsarchitekten und Innenarchitekten zusammen, um innovative Ideen in unverwechselbare Stücke umzusetzen. Die von ihm entworfenen Namensschilder für Boote werden aus Holz gefertigt, das so ausgewählt wird, dass es mit dem Lack des Bootes harmoniert. Je nach den spezifischen Anforderungen können sie laminiert oder dampfgebogen werden, um sich der Form des Rumpfes anzupassen. Jede handgeschnitzte Beschriftung übertrifft bei weitem die Qualität kommerziell geschnittener Beschriftungen. Direkte Beschriftungen auf der Schiffsstruktur, wie z. B. die in die Decksbalken eingravierte Registerkennung, werden sogar bei der Arbeit von schwimmenden Pontons aus präzise ausgeführt. " Bei aufwändigeren Dekorationen ist es immer hilfreich, einige Fotos des Schiffes zur Verfügung zu stellen, um etwas zu entwerfen, das perfekt zu seinem Charakter passt ", stellt Andy klar.


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