Die Werft aus Sarnico bietet mit dem Riva Cento ein Open-Boot mit kompakten Proportionen und hochwertiger Verarbeitung an. Mit einer Länge von 11,88 Metern und einer Breite von 3,50 Metern gehört das Boot zu den klassischen Dayboats mit straffer Linienführung. Die Produktion ist auf 12 Exemplare beschränkt, die jeweils in zwei Rumpffarben personalisiert werden können: Feuerwerksschwarz oder helles Aluminium.
Die ästhetische Signatur bleibt den Riva-Codes treu. Gerippte Lederpolsterung im Stil der 50er Jahre, lackierte Mahagonifurniere, ein scharfes Profil und schlichte Volumen. Die Farben der Innenausstattung reichen von Biskuit bis zu gebrochenem Weiß, wobei eine Version in Aquamarin an einige emblematische Modelle der Werft erinnert.
Klassische Ausführungen und diskrete Integration moderner Geräte

Die hintere Plattform beherbergt zwei abnehmbare Sonnenliegen, die auf integrierten Liegestühlen installiert sind. Das Ganze ruht auf einem elektrohydraulisch versenkbaren Deck, in das Stufen aus Mahagoniholz eingelassen sind. An Backbord befindet sich ein Stauraum, in dem die Fender untergebracht sind. Auf der Steuerbordseite ist ein Fach für einen Seabob vorgesehen. Eine versenkbare Gangway ermöglicht den vollautomatischen Zugang zum Kai.
Im mittleren Bereich des Bootes befindet sich eine Sonnenliege mit integrierten Getränkehaltern, gefolgt von einem Cockpit mit U-förmigem Sofa, Edelstahltisch mit Mahagoniplatte und höhenverstellbarem Mechanismus. Das Ganze kann eine zweite Sonnenliege bilden. Das Verdeck des Cockpits wird über ein in die Struktur des Sofas integriertes System ausgefahren.
Ergonomie, die auf schnelle Kreuzfahrten ausgelegt ist

Das Cockpit besteht aus zwei nebeneinander liegenden Sitzen für den Steuermann und sein Crewmitglied sowie einem dritten, unabhängigen Sitz auf der Steuerbordseite. Auf zwei 15- und 24-Zoll-Bildschirmen sind die Motordaten, die Navigation, die Karten, die Seakeeper-Stabilisierung und das Audiosystem zusammengefasst. Die Steuerung erfolgt über einen Volvo Penta-Joystick mit elektrischem Bugstrahlruder. Die Windschutzscheibe ist mit einem Retro-Scheinwerfer versehen, der vom Modell Aquarama übernommen wurde.
Die Cockpitausstattung umfasst einen Barschrank mit Schubladenkühlschrank, Arbeitsfläche, Spüle und Kühlfach. Eine Schuhschublade vervollständigt das Ensemble. Alle Stauräume sind verdeckt, um eine klare Linie zu gewährleisten.
Ein heller Innenraum, der für kurze Aufenthalte geeignet ist

Unter Deck befindet sich ein einziger modularer Raum, der als Salon und Kabine dient. Zwei Sitzbänke folgen der Form des Rumpfes und können durch eine ausklappbare Mittelwand in ein Doppelbett umgewandelt werden. Auf der Steuerbordseite befindet sich eine kompakte, voll ausgestattete Küche. Auf der Backbordseite befindet sich das Badezimmer mit einer separaten Dusche.
Die Seitenverglasung und die große Decksluke sorgen für einen natürlichen Lichteinfall, der für ein Boot dieser Größe wichtig ist. Die Sorgfalt, die auf das natürliche Licht verwendet wird, verstärkt die Ausrichtung auf kurze Kreuzfahrten oder längere Aufenthalte vor Anker.
Volvo-Motor und Seakeeper-Stabilisierung serienmäßig

Angetrieben von zwei Volvo Penta D6 440 DPI Blöcken, erreicht die Riva Cento eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Knoten und eine Reisegeschwindigkeit von 31 Knoten. Die Volvo-Bordsoftware passt die Trimmung automatisch an, um die Geschwindigkeit und den Verbrauch zu optimieren.
Ein Seakeeper NG6 ist standardmäßig integriert. Er sorgt für die Stabilisierung am Ankerplatz und reduziert das Rollen beim Segeln. Diese Entscheidung ist Teil des Bestrebens, den Komfort eines Bootes zu erhöhen, das trotz seiner geringen Größe nicht zu groß ist.
Visuelles Erbe ohne Pastiche

Mehrere Elemente sind eine Hommage an die historischen Modelle der Werft. Das seitliche Lufteinlassgitter wurde aus poliertem Stahl neu gestaltet, mit Mahagoni-Einsatz und Riva-Markierung, die von Sternen eingerahmt wird. Die Beschläge aus massivem Edelstahl übernehmen die klassischen Linien. Die Hupe ist auf einer Edelstahlhalterung montiert, die für dieses Modell entworfen wurde.
Die straffe, sportliche Gesamtlinie hingegen unterscheidet sich deutlich von Neuauflagen oder Neo-Retro-Modellen. Der Cento versucht nicht, die Vergangenheit zu reproduzieren, sondern sie dezent heraufzubeschwören, in einem funktionalen und zeitgemäßen Stil.

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