Das Szenario hätte am Montag, dem 3. Februar, vor der Küste von Carry le Rouet in ein Drama umschlagen können. Das Auflaufen einer unbemannten Dufour 28 löste eine groß angelegte Suchaktion aus, die erst am späten Abend erfolgreich beendet werden konnte.
Einhandsegeln unter verschlechterten Bedingungen
Am frühen Abend war das Meer an der Côte Bleue sehr stark aufgefächert. Der Wind aus Südost wehte mit rund 30 Knoten und die Sicht war unter den Körnern stark eingeschränkt.
Die SNSM in Carro und anschließend das CROSS MED wurden von einem Angehörigen alarmiert, der sich Sorgen um einen 63-jährigen Skipper machte. Der Mann war am Morgen an Bord einer Dufour 28 von La Ciotat aus mit dem Ziel Carry le Rouet gestartet. Er segelte allein und berichtete seinem Sohn, dass er große Schwierigkeiten mit den herrschenden Bedingungen habe.
Die Oststürme sind an diesem Küstenabschnitt gefürchtet, da sie in der Regel einen kurzen Schwell aufwirbeln, in dem es schwierig ist, Kurs zu halten.
Eine umfangreiche Forschungseinrichtung engagiert
Nach der Alarmierung leiteten die Rettungskräfte eine groß angelegte Suchaktion auf See ein. Ein Delphin-Hubschrauber der französischen Marine war im Einsatz, neben den SNSM-Booten Bonne Mère aus Marseille und Arnette aus Carro.
Auch Boote der Feuerwehr von Marseille und Landpatrouillen des SDIS 13 beteiligten sich an der Suche, die mit dem CROSS MED koordiniert wurde. Mitten in der Nacht sind die Bedingungen selbst für diese kampferprobten und trainierten Mannschaften sehr hart.
Segelboot gestrandet und verlassen aufgefunden

Gegen 21.30 Uhr ortet die SNSM das Segelboot, das sich in einer misslichen Lage befindet. Es liegt am Eingang des Hafens von Carry le Rouet auf Grund, offensichtlich stark vom Meer beschädigt. An Bord befand sich niemand.

Die Situation ändert sich daraufhin. Die Suche wird zu einer Suche nach einem Mann über Bord, da man befürchtet, dass er in kaltes, stark bewegtes Wasser fällt. Die Suche nach dem Mann wird auf See und an Land fortgesetzt.
Skipper sicher zu Fuß gefunden
Das Ende kam etwas später, gegen 22.30 Uhr. Eine Patrouille der Gendarmerie fand den Skipper an Land, fast einen Kilometer vom Hafen entfernt, in der Nähe des Bahnhofs. Der Mann ist gesund und munter.

Er hatte es geschafft, sein Segelboot zu verlassen, nachdem es zu einem heftigen Aufprall gekommen war. Leicht verletzt und frierend lief er durch die Stadt, um nach Hilfe zu suchen.
Ein stark beschädigtes Segelboot

Die Dufour 28 erlitt während des Talons schwere Schäden. Er stieg sehr hoch auf das Felsplateau, ein Zeichen für die starke Brandung während der Windböe. Die Einfahrt zum Port de Carry hat schon andere Segelboote in die Falle gelockt, wie 2018, als eine Sun Odyssey, die von einem holländischen Ehepaar geführt wurde, bei einem unglücklichen Schleppmanöver auf dem Ostdeich strandete.



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