Fregatte Hermione, der Beobachtungszeitraum wurde bis Juli 2026 verlängert

© Francis Latreille

Die Fregatte Hermione befindet sich weiterhin in einem Gerichtsverfahren. Das Gericht in La Rochelle gewährt eine weitere Frist bis Anfang Juli 2026. Die Finanzierung ist weiterhin unvollständig und die Werft steht still, die Zukunft des Schiffes bleibt offen.

Die Akte der Hermione tritt mit der am 25. März 2026 vom Gericht in La Rochelle beschlossenen Verlängerung des Beobachtungszeitraums in eine neue Phase ein.

Ein Insolvenzverfahren, das sich über einen längeren Zeitraum hinzieht

Der Verein Hermione La Fayette, der seit September 2025 unter gerichtlicher Aufsicht steht, erhält eine weitere Frist. Der Beobachtungszeitraum wird bis Anfang Juli 2026 verlängert. Diese Entscheidung folgt auf eine erste Verlängerung, die im Januar 2026 gewährt wurde. Das Gericht ist der Ansicht, dass das vorgelegte Projekt weiterhin glaubwürdig ist, aber noch weitere Garantien benötigt.

Die Öffnung der Stätte für die Öffentlichkeit wird als Hebel in Betracht gezogen. Das Zeigen des Schiffes, das gerade restauriert wird, macht den Fortschritt sichtbar und hält das Interesse an dem Projekt wach, auch wenn diese Option nicht die fehlende Summe einbringen wird.

Ein Finanzierungsbedarf, der weiterhin auf 5 Millionen Euro geschätzt wird

Der entscheidende Punkt bleibt finanziell. Es fehlen rund 5 Millionen Euro, um die Sanierung abzuschließen. Auch der Zeitplan spielt eine Rolle. Im Jahr 2026 wird der 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten gefeiert, ein Ereignis, das historisch mit der Hermione verbunden ist. Hinzu kommt das 400-jährige Jubiläum der französischen Marine.

Drei Übernahmeprojekte und eine zentrale Frage: Navigieren oder nicht?

Das laufende Verfahren zieht mehrere Übernahmekandidaten an. Es wird von drei Angeboten mit unterschiedlicher Ausrichtung gesprochen.

Einige Projekte sehen einen Betrieb am Kai vor, der sich auf eine museale Funktion konzentriert. Andere halten am Ziel der Schifffahrt fest.

Diese Wahl beeinflusst das gesamte Projekt. Ein segelndes Schiff bedeutet eine Besatzung, Betriebskosten und ständige Wartung. Am Kai wird die Verwaltung einfacher, aber die maritime Nutzung entfällt.

Entscheidung wird für Anfang Juli 2026 erwartet

Das Gericht muss nach Ablauf dieses neuen Beobachtungszeitraums eine Entscheidung treffen. Die auf Anfang Juli 2026 festgesetzte Frist soll Klarheit über die Situation schaffen. Bis dahin setzt der Verein seine Schritte fort. Ziel bleibt es, einen strukturierten Sanierungsplan vorzulegen, der die Fortsetzung der Werft und den künftigen Betrieb des Schiffes gewährleisten kann.

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