Ipsum 45, ein 45-Fuß-Trimaran mit radikaler Designentscheidung

Ipsum, dieser 45 Fuß lange Trimaran folgt nicht den üblichen Marktlogiken. Hinter seinen Linien steht eine strukturierende Entscheidung, die das gesamte Projekt leitet. Und diese Entscheidung definiert sowohl die Konstruktion als auch die Nutzung auf See neu.

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Mit der Ipsum 45 bietet AWA (Apparent Wind Activities oder auch Analysis - Architectures - Agency - Associates - Apparatus - Activities...) nicht einfach einen weiteren Trimaran in der Kategorie der schnellen Mehrrumpfboote an, sondern ein nautisches Objekt, das um ein einzigartiges Prinzip herum gebaut wurde: ein offenes, entwicklungsfähiges Boot, das nicht sofort nach dem Verlassen der Werft feststeht.

Ein Trimaran, der als Basis und nicht als fertiges Produkt konzipiert ist

Der Ausgangspunkt des Projekts ist ein Core Kit, d. h. ein begrenzter Satz kritischer Strukturteile. Rümpfe, tragende Elemente, technische Schlüsselbereiche - alles wird mit Standards aus dem Hochseesegeln dimensioniert und produziert.

Der Rest des Bootes entzieht sich jedoch einer strengen Definition. Der Eigner greift direkt in die Wahl der Konstruktion, der Materialien und der Ausstattung ein. Das ist anders als bei Serien-Trimaranen, die segelfertig mit festen Konfigurationen geliefert werden.

Für den Sportbootfahrer bedeutet dies, dass er von Anfang an stark involviert ist. Das Boot wird zu einem eigenständigen Projekt und nicht nur zu einem Kauf.

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Konstruktionsfreiheit, die das Verhalten auf See beeinflusst

Diese strukturelle Entscheidung beschränkt sich nicht auf die Ästhetik oder die Ausstattung. Sie beeinflusst direkt die Navigationseigenschaften.

Zwischen einer leichten Version aus Kohlefaserverbundstoff und einer Konstruktion mit Epoxidholz gibt es erhebliche Unterschiede bei den Verschiebungen, der Trägheit und den Kräften in der Struktur. Zwei Ipsum 45 können sich daher auf dem Vorwind- und dem Hochwindkurs unterschiedlich verhalten.

Diese Einstellung ist für erfahrene Segler interessant, die das Boot an ihr Programm anpassen können. Für diejenigen, die nach einer standardisierten Plattform suchen, macht er die gewohnten Anhaltspunkte komplexer.

Ein Rigg nach Wunsch, das Manöver neu definiert

Dasselbe Prinzip gilt für den Segelplan. Die Entscheidung zwischen einem automatisierten Starrflügel und einem klassischen Rigg ist nicht einfach eine Ausrüstungsstufe, sondern eine Navigationsrichtung.

Der Flügel verändert die Steuerung des Bootes grundlegend. Die Einstellungen gehen von der Logik eines Textilsegels zu einer Logik des steifen Auftriebs über, was zu einer höheren aerodynamischen Stabilität führt, aber auch zu Einschränkungen im Betrieb.

Bei der klassischen Takelage lassen sich die Kräfte und das Gleichgewicht direkter ablesen. Es ist auch mit einem anstrengenden Segeln und Reparaturen im Hafen vereinbar.

Diese doppelte Wahl verdeutlicht die Logik des Projekts, den Browser über sein Verhältnis zu Leistung und Komplexität entscheiden zu lassen.

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Ein Wohnraum, der als modularer Raum gedacht ist

Das Innere des Trimarans folgt der gleichen Philosophie. Die Verbindungsarme werden zu nutzbaren Volumen, die verschiedene Module aufnehmen können.

Kabinen im Loftstil, Lagerräume für Wassersportgeräte oder spezielle Einrichtungen - jede Konfiguration ist auf einen bestimmten Zweck ausgerichtet. So kann sich das Schiff von einem sportlichen Kreuzfahrtprogramm zu einer Plattform für Wassersportaktivitäten entwickeln.

Diese Entscheidung verändert das Leben an Bord. Die Raumaufteilung weicht von den Standards ab, mit Bereichen, die stärker exponiert, aber auch nach außen hin offener sind.

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Ein Ansatz, der sich an ein sachkundiges Publikum richtet

Diese radikale Entscheidung zielt nicht darauf ab, den Zugang zum Mehrrumpfboot zu vereinfachen. Sie richtet sich an Segler, die ihr Navigationsgerät bis ins Detail beherrschen wollen.

Die Verbindung zur Welt des Hochseerennsports findet sich in dieser Logik wieder, in der jedes Detail zählt und das Boot um ein genaues Programm herum gebaut wird.

Letztendlich versucht die Ipsum 45 nicht, eine bestehende Nachfrage zu befriedigen. Er bietet einen technischen Rahmen, in dem jeder Eigner seinen eigenen Trimaran definiert, mit allen Vorteilen und Einschränkungen, die er mit sich bringt, wenn er erst einmal auf See ist.