Der neue Fjord 440 Open ? ein 13 Meter langes Open-Boot, das auf Modularität setzt

Fjord bringt mit der 440 Open eine Neuauflage seines 13-Meter-Modells auf den Markt. Hinter einer Silhouette, die der Identität der Werft treu bleibt, konzentrieren sich die Neuerungen vor allem auf die Gestaltung der Wohnbereiche, die Ergonomie des Steuerstands und die Integration der Ausstattung. Das Boot wird erstmals auf dem Cannes Yachting Festival vom 8. bis 13. September 2026 vorgestellt.

Die Fjord 440 Open ist der Nachfolger einer Generation, die maßgeblich zur Identität des deutschen Herstellers beigetragen hat. Ohne den vom Fjord 41 XL abgeleiteten Rumpf in Frage zu stellen, haben die Entwicklungsteams die Außenausstattung, die Innenräume und den Steuerbereich grundlegend überarbeitet, um das Boot an die aktuellen Erwartungen der Eigner großer Tagesboote anzupassen.

Ein Cockpit, das sich je nach Einsatzzweck anpassen lässt

Das Cockpit ist der Schwerpunkt dieser neuen Version. Fjord hat sich bei der Entwicklung auf Modularität konzentriert, um die Räume je nach Segelprogramm schnell umgestalten zu können.

Die elektrisch verstellbare Rückbank gehört zu den herausragenden Neuheiten. In aufgerichteter Position bildet sie eine Rückenlehne, die Sitzplätze mit Blick auf das Cockpit bietet. In umgeklappter Position verlängert sie die hintere Sonnenliegefläche und schafft so eine durchgehende Fläche. Die Werft bietet je nach den Bedürfnissen des Eigners auch feste oder abnehmbare Konfigurationen an.

Die Abmessungen spiegeln diesen Wunsch wider, das Leben vor Anker in den Vordergrund zu stellen. Die Heckplattform ist 218 cm lang und 383 cm breit. Die Sonnenliege ist bei ausgeklappter Sitzbank bis zu 200 cm lang und 210 cm breit. Selbst in der Sitzkonfiguration beträgt die verfügbare Länge noch mehr als 160 cm.

Die hydraulische Badeplattform bietet Platz für ein Beiboot vom Typ Williams 285 Jet Tender, wobei der Zugang zur hinteren Brücke erhalten bleibt. Eine neue elektrische Badeleiter vervollständigt die Ausstattung für Zwischenstopps und Wassersportaktivitäten.

Eine neu gestaltete Verkehrsführung auf der Brücke und unter der Brücke

Die durchgeführten Arbeiten beschränken sich nicht nur auf das Cockpit. Auch die Innenausstattung wurde gemeinsam mit dem britischen Studio Design Unlimited überarbeitet, das bereits bei der Markteinführung der Fjord 40 im Jahr 2007 mit Fjord zusammengearbeitet hatte. Die 440 Open läutet damit eine neue stilistische Ausrichtung ein, die auf die gesamte Modellreihe ausgeweitet werden soll.

Das Boot behält die Anordnung mit zwei Kabinen bei, doch mehrere Details verbessern die Bewegungsfreiheit an Bord. Die Treppe wurde um eine weitere Stufe erweitert, die Schwelle zwischen Cockpit und Niedergang wurde entfernt und die Schiebetür wurde durch eine versenkbare Tür ersetzt, um mehr Durchgang zu schaffen. Auch die Gästekabine verfügt nun über eine breitere Öffnung.

Je nach gewählter Ausführung verfügt die Eignerkabine über zwei Kleiderschränke, ein Badezimmer mit separater Dusche und eine Einbauküche auf dem Unterdeck, falls der Eigner mehrtägige Törns bevorzugt. Es werden verschiedene Ausstattungsvarianten angeboten, um das Boot an die Bedürfnisse des Eigners anzupassen.

Ein Cockpit, das stärker auf die digitale Navigation ausgerichtet ist

Auch der Steuerstand wurde komplett überarbeitet. Die Konsole weist nun eine horizontalere Gestaltung auf und ist serienmäßig mit einem 19-Zoll-Bildschirm ausgestattet. Die Versionen mit Navigationspaket verfügen zusätzlich über einen zweiten Bildschirm derselben Größe sowie über den Autopiloten, das Bugstrahlruder, den Kettenzähler und erweiterte Navigationsfunktionen.

Das Garmin EmpirBus-System zentralisiert die Steuerung der wichtigsten Bordgeräte. Über den Touchscreen steuert die Besatzung die Beleuchtung, die Tankfüllstände, die Batterien, die Klimaanlage sowie verschiedene elektrische Systeme. Diese Architektur reduziert die Anzahl der physischen Bedienelemente an der Konsole.

Eigner, die sich für die umfassendsten Elektronikpakete entscheiden, verfügen zudem über eine Reihe von Manövrierhilfen, darunter bis zu sechs Kameras, ein Garmin-Radar, ein fortschrittliches Echolot, Starlink-Konnektivität sowie das Volvo Penta Assisted Docking-System in Verbindung mit dem Dynamic Positioning System.

Ein Volvo-Penta-Motor mit bis zu 960 ch

Die Fjord 440 Open ist mit zwei Volvo Penta D6-Motoren der neuesten Generation ausgestattet, die jeweils bis zu 480 ch leisten, was einer Gesamtleistung von 960 ch entspricht. Diese Motorisierung wird mit den Duoprop-Antrieben und den von Volvo Penta entwickelten integrierten Steuerungsfunktionen kombiniert, darunter insbesondere der Manövrier-Joystick, die Anlegehilfe und die automatischen Navigationsmanagementsysteme, je nach gewählter Ausstattungsvariante.

Das Projekt hebt zudem die Verbesserungen hinsichtlich der Ergonomie der Pilotensitze, der Sichtverhältnisse sowie die neue Windschutzscheibe in Verbindung mit einem komplett neu gestalteten T-Top hervor.

Dieses lässt sich elektrisch um fast 1,60 m öffnen, um die natürliche Belüftung des Cockpits sowohl während der Fahrt als auch vor Anker zu fördern. In seine Konstruktion sind die Antennen, das Radar, Starlink und die Navigationslichter integriert; optional können Solarmodule angebracht werden.

Ein Modell, das bei Fjord eine neue Generation einläutet

Über die optischen Neuerungen hinaus zeichnet sich die Fjord 440 Open vor allem durch eine vollständige Neugestaltung der Wohnbereiche und der digitalen Ausstattung aus. Die Werft behält die Prinzipien bei, die den Erfolg ihrer Walkaround-Modelle ausmachen ? mit geräumigen Gangways und einem großzügigen Cockpit ?, modernisiert jedoch gleichzeitig die Innenausstattung und die Bordsysteme.

Die Fjord 440 Open wird der Öffentlichkeit auf dem Cannes Yachting Festival vorgestellt, das vom 8. bis 13. September 2026 stattfindet, und dort als eine der wichtigsten Neuheiten des Herstellers für die Saison 2027 präsentiert.

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