Drei Garcia Exploration 45 auf dem Weg zur erfolgreichen Nordwestpassage

Drei Eigner der Garcia Exploration 45, die im Juli 2024 aufgebrochen sind, sind auf dem besten Weg, die Nordwestpassage erfolgreich zu durchqueren. Dieser arktische Meereskorridor, der wegen seiner eisigen Bedingungen gefürchtet ist, hat diese erfahrenen Segler nicht davon abgehalten, sich der Beringstraße zu nähern.

Eine mythische, aber unberechenbare Straße

Die Nordwestpassage im Norden Kanadas zieht jeden Sommer eine begrenzte Anzahl von Freizeitseglern an. Im Jahr 2024 trafen sich drei Einheiten des Modells Garcia Exploration 45 in Grönland, um diese gewagte Reise anzutreten. Die Segelboote, die speziell für die kalten Gewässer konzipiert worden waren, begannen ihre Reise trotz der schlechten Wettervorhersagen. Das arktische Eis bleibt auch im Sommer eine unberechenbare Bedrohung. Zwar schmelzen die Eismassen aufgrund der globalen Erwärmung stärker, doch das macht die Navigation nicht einfacher. Die teilweise dünneren Eisblöcke bewegen sich unter dem Einfluss von Strömungen und Winden schneller, was die Überquerung komplexer macht.

Jedes Jahr versuchen etwa ein Dutzend Segelschiffe, die Nordwestpassage zu durchqueren. Im Jahr 2023 gelang es aufgrund günstiger Bedingungen 21 Schiffen, diese Expedition erfolgreich abzuschließen. Im Jahr 2022 war die Route jedoch vollständig durch Eis blockiert, was eine Durchfahrt unmöglich machte. In diesem Jahr entschieden sich die drei Garcia Exploration 45 dafür, durch den Prince Regent Arm zu segeln und die Bellot Strait zu passieren, eine sehr enge Passage, die durch Treibeis blockiert werden kann.

Ein Abenteuer, das von Zwischenfällen mit dem Eis geprägt ist

Die Navigation unter diesen extremen Bedingungen ist nicht ohne Risiken, wie Marisa Lankester, eine der an der Expedition beteiligten Seglerinnen, berichtet. Bei der Durchfahrt der Bellot-Straße wurde ein anderes Boot unter französischer Flagge von Eisblöcken eingeschlossen, die seinen Rumpf anhoben und die Besatzung in eine gefährliche Situation brachten. " Das Eis hob das Boot aus dem Wasser und die Strömung drehte es wie ein Spielzeug. Der Kapitän schickte panisch einen Funkspruch ab... Zum Glück bewegte sich das Eis wieder und sie konnten sich befreien ", erzählt sie. Solche Vorfälle sind zwar selten, aber sie machen deutlich, dass eine solche Expedition sowohl Nervenstärke als auch sorgfältige Vorbereitung erfordert.

Die Bellot-Passage ist eine der größten Herausforderungen auf dieser Route. Die nur zwei Kilometer breite Meerenge ist regelmäßig mit Eis bedeckt, was die Überquerung gefährlich macht. Nachdem sie diese Passage jedoch durchquert hatten, setzten die drei Segelboote ihre Reise in Richtung Alaska fort. Sie legten einen Zwischenstopp in Tuktoyaktuk, einem Inuit-Dorf, ein, um ihre Vorräte aufzufüllen, bevor sie die letzten 1000 Meilen bis nach Nome, ihrem Austrittspunkt in den Pazifik, in Angriff nahmen.

Eine technologische und menschliche Leistung

Die Garcia Exploration 45, die in Zusammenarbeit mit dem Forscher Jimmy Cornell entworfen wurde, ist eine Segelyacht, die für diese extremen Bedingungen konzipiert wurde. Ihre Aluminiumstruktur und das Integralschwert ermöglichen ein flexibles Manövrieren, selbst in den schwierigsten Meeren. Das Modell zeichnet sich dadurch aus, dass es mit seinen zwei Rudern sicher durch Eiszonen navigieren kann und somit eine optimale Kontrolle in formierten Meeren bietet. " Garcia hat ein unglaubliches Boot gebaut. Wir haben das Eis gebrochen und er macht seine Sache sehr gut ", bezeugt Marisa erneut, nachdem sie es geschafft hat, aus der Bellot-Straße herauszukommen.

Autonomie ist bei diesem Abenteuer von entscheidender Bedeutung, zumal es auf dieser Route keine Infrastruktur gibt, mit Ausnahme einiger Inuit-Dörfer, die entlang der Strecke verstreut sind. Die Mannschaften müssen sich daher sowohl energetisch als auch materiell völlig selbst versorgen. Die drei Segelboote, die unter der Flagge der Schweiz, Englands und Polens fahren, zeigen somit, dass die Garcia Exploration 45 in der Lage ist, diese Leistung zu vollbringen.

Die Zukunft der Expeditionen in die Arktis

Während die globale Erwärmung die Bedingungen in der Arktis weiter verändert, bleibt die Nordwestpassage eine gefürchtete Herausforderung für Seefahrer. Der bevorstehende Erfolg dieser drei Segelboote im Jahr 2024 könnte andere zukünftige Expeditionen inspirieren, erinnert aber auch daran, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung auf Seebedingungen ist, die gefährlich unberechenbar bleiben.

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