Der Rekord ist gefallen, aber hinter den Zahlen verbirgt sich eine anspruchsvolle Navigation, die aus Wetterentscheidungen, wiederholten Manövern und der Feinsteuerung des fliegenden Trimarans besteht. Das Video, das diesem Artikel beiliegt, blickt auf die Schlüsselmomente dieser Weltumrundung zurück und lässt erahnen, was ein solcher Versuch im ozeanischen Maßstab bedeutet.
Ein engagierter Start und ein Vorsprung, der vom Atlantik an aufgebaut wurde
Am 15. Dezember 2024, nach nur vier Tagen Standby, bestätigt die Mannschaft ein Wetterfenster und startet. Bei der Jules-Verne-Trophäe ist die erste Entscheidung oft entscheidend. In diesem Fall ist sie entscheidend für den weiteren Verlauf.
Die Fahrt über den Atlantik verläuft schnell. Bei der Überquerung des Äquators zeigt Sodebo Ultim 3 4 Tage, 4 Stunden, 2 Minuten und 25 Sekunden an und liegt damit vor der Referenzzeit. Dieser Abstand wird zu einem strategischen Kapital. Bei einer Ultim mit Foils erfordert die Aufrechterhaltung hoher Geschwindigkeiten eine ständige Wachsamkeit in Bezug auf die Belastungen in der Plattform und im Segelplan. Das Ziel ist nicht nur, schnell zu segeln, sondern auch 40 Tage durchzuhalten.
Indischer Ozean und Südsee, technische und repetitive Navigation
Das Video zeigt deutlich den Unterschied zum Rekord von 2017. Während IDEC Sport den Indischen Ozean ohne eine einzige Halse überquert hatte, reiht Sodebo Ultim 3 mehr als zwanzig Halsen aneinander. Die Wettersysteme zwingen dazu, die Route zu verlängern und die Manöver zu vervielfachen.
In der Südsee zwingen Eisberge und aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete zu einem hohen Tempo. Jede Halse auf einem Trimaran von über 30 Metern Länge fordert die gesamte Mannschaft. Koordination, Antizipation, Feinabstimmung der Anhänge und der Vorsegel.
Ein Schaden am Vorliek der J0 erinnert daran, dass sich die Leistung auch im Umgang mit dem Material entscheidet. Bei diesen Geschwindigkeiten kann die kleinste strukturelle Schwäche viel Geld kosten. Dennoch bleibt das Boot bis zum Schluss in seiner Konfiguration für ein Nonstop-Rennen.

Kap Hoorn und Aufsteigen, nichts ist gewonnen
Die Umrundung von Kap Hoorn, die bei Tag und starkem Wind stattfindet, markiert einen symbolischen Wendepunkt. Das Video betont jedoch einen Punkt: Die Fahrt über den Atlantik ist keine Formalität.
Die Routings werden pessimistischer, der Vorsprung schmilzt teilweise. Nach mehr als 30 Tagen auf See ist die Müdigkeit da, und das Boot zeigt langsam die Anzeichen einer langen Ozeanfahrt. Zwei Wetterübergänge werden jedoch schneller als erwartet bewältigt, sodass die Differenz zum Rekord stabilisiert werden kann.
Kurz vor dem Ziel ist das Tief Ingrid der letzte Riegel. Starke See, heftige Wellen, große Belastungen für die Struktur. Die Entscheidung ist klar: Den Trimaran schonen und gleichzeitig den Rekord im Auge behalten.
Eine Linie mit hoher Geschwindigkeit überquert, ein kollektiver Rekord
Zwischen Ouessant und Cape Lizard beendet der Trimaran seine Runde mit fast 40 Knoten. Am 25. Januar 2025 bleibt der Chronometer bei 40 Tagen, 10 Stunden, 45 Minuten und 50 Sekunden stehen. Die Jules-Verne-Trophäe wechselt zum ersten Mal seit neun Jahren den Besitzer.
Thomas Coville, Benjamin Schwartz, Frédéric Denis, Pierre Leboucher, Léonard Legrand, Guillaume Pirouelle und Nicolas Troussel unterzeichneten eine Nonstop-Weltumsegelung an Bord eines fliegenden Ultims. Eine Premiere in dieser Kategorie.
Das Video fasst die spektakulären Sequenzen zusammen, beleuchtet aber auch das Wesentliche, die Regelmäßigkeit, die Wiederholung der Handgriffe, das Vertrauen zwischen den Vierteln und die Fähigkeit, die Südsee zu verkraften, ohne die Maschine zu zerstören.
Für die Segler, die auf hoher See engagiert sind, erinnert dieser Rekord an eine Selbstverständlichkeit. Bei einer Weltumsegelung mit einer Mannschaft zählt zwar die reine Geschwindigkeit, aber die Beständigkeit, das Materialmanagement und der Zusammenhalt an Bord machen den Unterschied. Und bei 40 Tagen rund um den Globus entscheidet sich oft alles.

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