Tiphaine Ragueneau bringt ihre Figaro-Saison trotz eines verletzungsbedingten Winters wieder in Gang

Tiphaine Ragueneau startet 2026 erneut an Bord des Figaro ORCOM © Maxime Falcone

Die Skipperin Tiphaine Ragueneau startet erneut für eine zweite Saison in der Figaro Beneteau-Rennserie. Die Seglerin wird erneut mit der Unterstützung von ORCOM an den Start gehen. Eine Vorbereitung, die in diesem Winter von einer schweren Verletzung geprägt war, die jedoch ihr Hauptziel nicht in Frage stellt: die Solitaire du Figaro Paprec 2026.

Tiphaine Ragueneau setzt ihr Engagement in der Figaro Beneteau-Rennserie fort. Nach einer ersten Entdeckungssaison im Jahr 2025 startet die aus Pornichet stammende Seglerin 2026 erneut an Bord des Figaro ORCOM mit einem klar definierten Ziel, dem Solitaire du Figaro Paprec. Eine Vorbereitung, die allerdings durch eine schwere Verletzung gestört wurde, die sie sich im Winter beim Training zugezogen hatte.

Eine zweite Saison, um einen Meilenstein im Figaro zu erreichen

Mit 33 Jahren verfolgt Tiphaine Ragueneau ein atypisches Sportprojekt. Sie ist Tierärztin auf dem Land und begeistert sich für Meeresbiologie. Sie teilt ihre Zeit zwischen ihrem Beruf und dem Hochseerennen auf.

©Guillaume Gatefait
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In der Saison 2025 konnte er die Anforderungen des Figaro Beneteau Circuit kennenlernen, der zu den anspruchsvollsten Einhand-Offshore-Rennen gehört. Dieses erste Jahr war vor allem eine Lernphase angesichts eines sehr wettbewerbsfähigen Feldes.

Die Seglerin geht nun in ihre zweite Saison mit dem Ziel, sich in der Hierarchie zu verbessern.

"Ich möchte unbedingt besser abschneiden als im letzten Jahr und zeigen, dass ich Fortschritte gemacht habe. Die erste Saison im Figaro ist immer ein Jahr des Lernens. Man entdeckt das Anspruchsniveau, das Management des Bootes im Alleingang und die Dichte des Feldes. Dieses Jahr möchte ich einen Schritt nach vorne machen, in der Rangliste weiter vorne stehen und vor allem erfolgreich mein Rennen fahren und zu meinen strategischen Entscheidungen stehen"

©Guillaume Gatefait
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Eine schwere Verletzung während des Wintertrainings

Die Wintervorbereitung hatte für die in Lorient ansässige Figaro-Trainingsgruppe gut begonnen. Doch ein Zwischenfall bei der Ausfahrt aus dem Hafen unterbrach diese Dynamik abrupt.

Die Skipperin hatte sich bei einem Manöver schwer an der Hand verletzt.

"Als ich abgeschleppt werden sollte, bekamen wir eine heftige Böe und meine Finger blieben in einem Stück zwischen meinem Boot und dem Zodiac stecken. Das führte dazu, dass eine Sehne durchtrennt wurde und eine offene Luxation entstand. Ich wurde noch am selben Tag notoperiert. In dem Moment dachte ich wirklich, dass ich ein Fingerglied verlieren würde, aber die Chirurgen haben unglaubliche Arbeit geleistet und meinen Finger wieder aufgebaut"

Die Verletzung erfordert eine mehrwöchige Rehabilitation und schränkt das Segeln vorübergehend ein. Die Ärzte bleiben jedoch optimistisch, was die Erholung angeht.

"Heute glauben sie, dass ich meine Kraft und mein Gefühl wiederfinden kann"

Eine Vorbereitung, die an Land fortgesetzt wird

Auch wenn der Vorfall die Vorbereitungen auf dem Wasser bremst, arbeitet die Seglerin weiter an ihrem Sportprojekt.

©Guillaume Gatefait
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Bei der Figaro-Rennserie findet ein großer Teil der Vorbereitung auch an Land statt. Wetteranalyse, Streckenstudium, Trimmung oder Optimierung des Bootes gehören zur täglichen Arbeit der Skipper.

"Es ist frustrierend, mehrere Wochen lang nicht segeln zu können. Aber bei einem Projekt wie dem Figaro gibt es enorm viele Dinge, an denen man außerhalb des Wassers arbeiten muss. Ich nutze diese Zeit, um mich anders auf die Saison vorzubereiten und mit einem anderen Ansatz zu den Rennen zu kommen."

Die Solitaire du Figaro 2026 im Visier

Die Saison beginnt Ende März 2026 mit der Trophée Laura Vergne in La Trinité sur Mer, die sie als Mannschaft mit jungen Seglern des APCC Pornichet bestreitet. Die Seglerin wird dann Anfang April mit dem Spi Ouest France Banque Populaire Grand Ouest weitermachen.

Mitte April wird sie an der Banque Populaire Grand Ouest Trophée in Concarneau teilnehmen. Dieses Doppelrennen wird mit Pierre Leboucher, einem Olympiamedaillengewinner und erfahrenen Skipper des Figaro-Zirkus, bestritten.

©Guillaume Gatefait
guillaume Gatefait

Das Hauptziel bleibt jedoch die Solitaire du Figaro Paprec 2026. Der Start erfolgt am 17. Mai 2026 in Perros Guirec.

Die Solitaire ist ein typisches Einhand-Offshore-Rennen und zeichnet sich durch ihr Einheitsformat aus. Die Boote sind fast identisch, so dass der Unterschied hauptsächlich in den taktischen Entscheidungen, dem Bootsmanagement und der körperlichen Belastbarkeit des Skippers liegt.

"Die Solitaire ist ein einzigartiges Rennen. Die Boote sind fast identisch, so dass der Unterschied wirklich auf den Seemann ankommt. Es ist ein extrem anspruchsvoller Wettkampf, aber auch ein unglaubliches Abenteuer"

Bei dieser Ausgabe werden vor allem sehr erfahrene Skipper wie Yoann Richomme oder Nicolas Lunven zurückkehren.

Ein Zwischenstopp in Pornichet, eine besondere Etappe

Die Ausgabe 2026 wird für Tiphaine Ragueneau eine besondere Dimension haben. Eine der Etappen wird in Pornichet, ihrer Heimatstadt, Station machen. Die Seglerin ist dort Mitglied des APCC und hat dort ihre ersten Schritte im Segelsport gemacht. Diese Heimankunft wird zweifellos ein Höhepunkt des Rennens sein, da sie die Gelegenheit hat, vor ihrem Verein und ihren lokalen Unterstützern zu segeln.

©Maxime Falcone
maxime Falcone
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