Die Ankündigung eines neuen Amel-Modells bleibt ein besonderer Termin für Segler, die sich von Hochseekreuzfahrten angezogen fühlen. Mit der Amel 50.2 ändert die Werft aus Périgny nicht den Kurs, sondern überarbeitet mehrere wesentliche Elemente des Bootes. Diese Entwicklung wirft mehrere Fragen auf, die die Besitzer von Segelbooten, die für lange Überfahrten bestimmt sind, direkt interessieren.

Warum sollte man eine bereits bewährte Formel weiterentwickeln?
Mit nur zwei Modellen in der Produktpalette hat sich die Amel 50 als Verkaufsschlager des Herstellers etabliert. Die Herausforderung bestand also darin, das Boot zu modernisieren, ohne dabei die Eigenschaften in Frage zu stellen, die von den Besatzungen großer Kreuzfahrtschiffe gewünscht werden.
Das Büro Berret Racoupeau Yacht Design hat die Grundlagen des Modells beibehalten und gleichzeitig die Volumen und die Außenlinien überarbeitet. Ziel ist es, das Segelboot weiterzuentwickeln, ohne mit den Gewohnheiten der Eigner zu brechen, die Sicherheit, Schutz des Cockpits und einfaches Fahren bevorzugen.

Ein neuer Rumpf zur Verbesserung des Verhaltens auf See
Zu den bedeutendsten Änderungen gehört die Weiterentwicklung der Rumpfformen. Die Amel 50.2 hat eine etwas größere Breite, einen umgekehrten Bug und einen überarbeiteten Unterwasserschiffsrumpf. Für Bootsfahrer ist dies ein zentrales Thema. Eine Veränderung des Unterwasserschiffs beeinflusst die Stabilität, die Volumenverteilung, die Leistung bei Wellengang und das Verhalten bei verschiedenen Geschwindigkeiten.
Die Werft spricht von einer besonderen Aufmerksamkeit für das Verhalten auf See. Die Testfahrten werden die Auswirkungen dieser architektonischen Entscheidungen konkret messen, vor allem bei den Programmen für Ozeanüberquerungen, die das Kernziel des Segelschiffs darstellen.

Das Cockpit bleibt eine der größten Stärken des Bootes
Bei Amel ist das tief geschützte Mittelcockpit seit Jahrzehnten Teil der Markenidentität. Bei der Amel 50.2 wurde dieses Layout beibehalten, aber die Anordnung der Manöverplätze wurde überarbeitet, um die Bewegungen flüssiger zu gestalten und die Nutzung des Segelbootes zu vereinfachen. Die Stützen des Schutzraums wurden ebenfalls nach hinten verlegt, um das Sichtfeld des Steuermanns und der Crew zu verbessern.
Für Langfahrtsegler ist diese Entwicklung eine Antwort auf zwei ständige Anliegen: Sicherheit während der Wachen und weniger Ermüdung auf langen Etappen. Besonders groß ist das Interesse bei Paaren, die einen Großteil des Jahres allein segeln.

Eine Inneneinrichtung, die den Anforderungen des Reisens gerecht wird
Das Leben an Bord ist oft das entscheidende Kriterium bei der Auswahl einer Hochseesegelyacht. Die Amel 50.2 verfügt über einen Innenraum mit runderen Formen, der ein gemütlicheres Ambiente bietet. Die Eignerkabine im Heck wurde neu gestaltet, mit einer nach hinten gerichteten Liegefläche und mehr Privatsphäre.
Auch die Verkehrswege wurden für die Navigation konzipiert, indem Handläufe in die Durchgänge integriert wurden. Dieses Detail ist für Besatzungen interessant, die mehrere Wochen auf See verbringen und für die eine sichere Fortbewegung bei aufkommendem Seegang unerlässlich wird.
Das Schiff bietet weiterhin Platz für bis zu sechs Personen, sodass es sich sowohl für Segeltörns mit kleiner Crew als auch für Familienkreuzfahrten eignet.

Eine Ausstattung, die mit einem Programm für große Kreuzfahrten im Einklang steht
Abgesehen vom Design geben die technischen Daten einen genauen Hinweis auf das angestrebte Programm. Mit einer Gesamtlänge von 16,70 m, einem Tiefgang von 2,20 m, einem 150-PS-Dieselmotor, 600 Litern Frischwasser und 670 Litern Treibstoff positioniert sich die Amel 50.2 eindeutig im Segment der Segelboote für lange Fahrten.
Der Segelplan umfasst ein 71 m² großes Großsegel und eine 64 m² große Genua. Für anspruchsvollere Bedingungen ist eine 27 m² große Dreideckersegelfläche verfügbar. Die Solarpaneele liefern 570 Watt bei 24 Volt - ein Muss für alle, die ihre Energieautonomie erhöhen wollen.

Cannes 2026, erstes Rendezvous mit der Öffentlichkeit
Die Entdeckung des Bootes wird während des Cannes Yachting Festival vom 8. bis 13. September 2026 in Port Canto stattfinden. Dies wird die Gelegenheit sein, die angekündigten Entwicklungen zu überprüfen.

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