Vom 22. bis 27. September 2026 können Besucher der Grand Pavois La Rochelle die Pen Duick, Pen Duick II, Pen Duick III und Pen Duick V nebeneinander im Bereich ?Héritage & Savoir-Faire? am Ende des Stegs 7 bewundern. Über den kulturhistorischen Wert dieser Präsentation hinaus bietet diese Zusammenführung einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung des Schiffsbaus, des Hochseeregattasports und der Weitergabe von maritimem Wissen am Beispiel des Werks von Éric Tabarly.
Vier Segelboote, um die Entwicklung der Hochseeregatten nachzuvollziehen
Diese vier Boote, die in einem Becken versammelt sind, zeugen von fast einem Jahrhundert der Entwicklung der Freizeit- und Wettkampfschifffahrt.
Die ?Pen Duick? bildet den Ausgangspunkt dieser Geschichte. Dieser 1898 von der Fife-Werft gebaute Gaffelkutter aus Holz begleitete Éric Tabarly bei seinen ersten Schritten auf See. Sie verkörpert eine Zeit, in der der Segelsport noch weitgehend auf den Traditionen des handwerklichen Bootsbaus und klassischen Takelagen beruhte.

Mit der 1964 vom Stapel gelaufenen ?Pen Duick II? änderte sich die Situation grundlegend. Die aus Sperrholz gebaute Ketsch wurde für die englische Einhand-Transatlantikregatta konzipiert. Ihr Sieg auf der Strecke von Plymouth nach Newport im Jahr 1964 markiert einen wichtigen Wendepunkt. Für viele Segelhistoriker trug diese Überfahrt dazu bei, das Hochseesegeln bei der französischen Öffentlichkeit nachhaltig populär zu machen.
Die 1967 vom Stapel gelaufene ?Pen Duick III? schlug daraufhin ein neues Kapitel auf. Ihr Design, ihre Formgebung und ihre Aluminiumkonstruktion stehen für den Beginn einer Generation von Segelbooten, die in erster Linie auf Leistung auf hoher See ausgelegt sind.
Die ?Pen Duick V? treibt diese Entwicklung noch weiter voran. Sie wurde 1968 für die Transpacific-Regatta zwischen San Francisco und Tokio gebaut und führte insbesondere den Einsatz von Wasserballast ein. Diese Vorrichtung ermöglicht es, das Gleichgewicht des Bootes anzupassen, ohne zusätzlichen permanenten Ballast mitzuführen. Mehr als ein halbes Jahrhundert später wird dieses Prinzip auf modernen Regattayachten nach wie vor weit verbreitet angewendet.

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