Der Ellen MacArthur Cancer Trust setzt die Erneuerung seiner Flotte mit der Übernahme der ?Peter PAN? fort, einer Beneteau Oceanis 47, die speziell für die Aufnahme von Jugendlichen in Remission nach einer Krebserkrankung umgebaut wurde. Das Segelboot wurde von Ellen MacArthur im Royal Yacht Squadron in Cowes auf der Isle of Wight getauft, bevor es zur schottischen Basis des Vereins in Largs überführt wurde.
Der Verein wurde 2003 von der ehemaligen britischen Seglerin gegründet und begleitet junge Menschen im Alter von 8 bis 24 Jahren nach Abschluss ihrer Behandlung. Die Aufenthalte auf See helfen ihnen dabei, wieder Selbstvertrauen zu gewinnen, mehr Selbstständigkeit zu erlangen und Erfahrungen mit anderen Jugendlichen auszutauschen, die eine ähnliche Situation durchlebt haben.
Ein Segelboot, das optimal angepasst ist
Die ?Peter PAN? basiert zwar auf der Serienplattform der Oceanis 47, ihre Konfiguration wurde jedoch umfassend überarbeitet. Nicht weniger als 135 Anpassungen wurden vorgenommen, um den körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen Rechnung zu tragen, unter denen manche Jugendliche nach ihrer Behandlung noch leiden können.

Zu den wichtigsten Änderungen zählen der Einbau zusätzlicher Handläufe im gesamten Boot, um die Fortbewegung zu erleichtern, ein klappbares Heck, das das Einsteigen direkt vom Steg aus ermöglicht, sowie die Verlegung der beiden Hauptwinden in den vorderen Bereich des Cockpits, damit die Besatzungsmitglieder leichter an den Manövern teilnehmen können.
Die Takelage wurde zudem mit einem Großsegelschot-System nach deutscher Art angepasst, wodurch das Segel von beiden Seiten des Cockpits aus gesteuert werden kann. Die ursprüngliche Raumaufteilung der Oceanis 47 mit ihren fünf Kabinen und den großzügigen Räumlichkeiten sowohl im Salon als auch im Cockpit spielte bei der Wahl dieses Bootes ebenfalls eine wichtige Rolle.
Segeln als Mittel zum Wiederaufbau
Für Ellen MacArthur gehen diese Segeltörns weit über das reine Erlernen des Segelns hinaus.

" Viele junge Menschen haben noch nie andere Gleichaltrige getroffen, die ebenfalls eine Krebsbehandlung durchgemacht haben. Sich in einem Umfeld wiederzufinden, in dem alle diese Erfahrung teilen und einfach nur das Segeln genießen können, ist von unschätzbarem Wert.? , erklärt die britische Seglerin.
Seit seiner Gründung hat der Verein nach eigenen Angaben mehr als 4.000 Jugendliche im Rahmen von vier- oder fünftägigen Aufenthalten begleitet, bei denen Segeln und Outdoor-Aktivitäten miteinander kombiniert wurden.
Eine Flotte von vier behindertengerechten Segelbooten

Die ?Peter PAN? wurde dank der Unterstützung des Mäzens Peter A. Norrie finanziert, dessen Initialen dem Boot seinen Namen gaben. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Ancasta Group, dem Beneteau-Vertriebspartner in Großbritannien, realisiert, der den Umbau der Segelboote des Vereins bereits seit mehreren Jahren begleitet.
Mit diesem neuen Boot verfügt der Ellen MacArthur Cancer Trust nun über vier behindertengerechte Segelboote, die auf die Stützpunkte in Cowes im Solent und in Largs an der Westküste Schottlands verteilt sind. Die ?Peter PAN? ersetzt insbesondere die ?Gib'Sea 44 Moonspray?, die seit der Eröffnung des schottischen Stützpunkts im Jahr 2013 im Einsatz war.
Im Sommer 2026 plant der Verein, mehr als 650 Jugendliche bei seinen Segelkursen im Vereinigten Königreich zu begrüßen.

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